19.11.2014   Alter: 2 yrs

Zwei Jahre BtMVV-Änderungsinitiative der DGS

Informationen zum Stand der Diskussion – Kommt zum Winter die Reformvorlage?


„Ärzte dürfen durch betäubungsmittelrechtliche Regelungen „nicht mit einem Bein im Gefängnis“ stehen“ (Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung)

Als die DGS vor zwei Jahren die Initiative zur Änderung der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) auf dem Parlamentarischen Abend von Sanofi (Hersteller von Substitutionsmedikamenten) vorstellte, wies Mechthild Dyckmans (FDP), die vormalige Bundesdrogenbeauftragte, jeglichen Reformbedarf zurück.

Auf dem diesjährigen Parlamentarischen Abend von Sanofi bekräftigte Marlene Mortler (CSU), die amtierende Bundesdrogenbeauftragte, „die Versorgung opiatabhängiger Patienten auch in Zukunft gewährleisten“ zu wollen. Dies erfordere „eine Überprüfung / Anpassung der betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften zur Substitutionstherapie“. Die „zunehmend schwierigere Versorgungssituation (im ländlichen Raum)“ gelte es zu berücksichtigen und „eine Novelle sollte sich daran orientieren, die im Betäubungsmittelrecht (BtM-Recht) sehr umfassend geregelten therapeutischen Sachverhalte zu flexibilisieren“.

Der Weg scheint frei für eine BtMVV, die dem Stand der wissenschaftlichen Forschung entspricht und der Behandlung von Patienten keine Steine in den Weg legt. Eine große Koalition für die Reform des Substitutionsrechts bahnt sich an. 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Dokument: BtMVV-Initiative - DGS - Stand 18.11.2014