dgs-info Extra: "Offener Brief von Christen zur heroingestützten Therapie in Deutschland"

Internetgestützter Rundbrief der DGS - Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, erscheint am 7.2.2007
Online zu lesen unter: www.dgsuchtmedizin.de/aktuelles/newsletter/one.newsletter/index.html

Liebe Leserinnen und Leser, heute treffen sich in Frankfurt (Main) Vertreter aus jenen Städten, in denen seit 2002 der Diamorphin-Versuch durchgeführt wurde. Auf diesem Krisentreffen geht es darum, ob die erfolgreiche Verordnung von Diamorphin (DAM) fortgesetzt werden kann. Welchen Verlauf wird die Bundesratsinitiative aus Hamburg nehmen? Welche Aussichten hat der Antrag der Stadt Frankfurt auf eine Ausnahmegenehmigung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, Bonn)? Werden Patienten gegen die Entscheidung der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD Klage einreichen mit der Begründung, der wissenschaftliche Versuch hätte deutliche Vorteile von DAM gegenüber Methadon in der Versuchsgruppe ergeben und aus pharmakologischer Sicht ließen sich schwer noch Bedenken gegen eine Verordnung äußern? Wird es einen weiteren Versuch geben, die drogenpolitisch Verantwortlichen der CDU/CSU zu überzeugen?

Aktuelle Meldungen aus den letzten Tagen:http://tinyurl.com/24krzy

http://www.n-tv.de/761964.html

http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/02/681240.html

http://tinyurl.com/28yl3d

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/990/99891/

http://tinyurl.com/2wfczy

http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/26/676854.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/27.01.2007/3046370.asp


Eine kirchliche Initiative aus Gera hat nun den Vorstoß unternommen, die Berliner Ablehnung noch einmal zu überdenken. Die Gruppe um Michael Kleim verbindet mit dem Aufruf die Hoffnung, dass die Regierungsparteien ihre Entscheidung "noch einmal überdenken", erklärte der Pastor am Jugendpfarramt gegenüber dgs-info: „Wir wollen den christlichen Parteien eine Brücke bauen“, sich den positiven Erfahrungen der CDU-Bürgermeister in den Rathäusern von Frankfurt, Karlsruhe, Köln und Hamburg mit der heroingestützten Behandlung anzuschließen.
Dem Aufruf angeschlossen haben sich bereits Mitglieder der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland sowie Verbände und Einzelpersonen aus Deutschland und Nachbarländern.
Auch der Vorstand der DGS - Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin unterstützt den Aufruf aus Thüringen und bittet Mitglieder und Freunde, den Offenen Brief ebenfalls zu unterzeichen. Die Redaktion von dgs-info bittet insbesondere die Abonnenten und Abonnentinnen in Einrichtungen der Caritas und Diakonie, möglichst zahlreich den Offenen Brief zu unterschreiben und an befreundete Einrichtungen weiterzureichen. Die Initiativgruppe wird den Aufruf sowie die Unterschriften dann an die Regierungsparteien weiterleiten.
Den "Offenen Brief von Christen zur heroingestützten Therapie in Deutschland" und das Unterschriftformular finden Sie im Internet unter folgender URL:

http://s128542404.online.de/h_unterschriften.php


Eine Presseerklärung des Bundesverbandes der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit mit weiteren Erläuterungen zum Aufruf aus Gera finden Sie hier:

Über den Fortgang der Ereignisse informiert dgs-info Sie in der Ausgabe 12, die Anfang März erscheint.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

dgs-info, Redaktion
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Verbreitete Auflage (7.2.2007): 2013 Abonnements.

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Verantwortlicher Redakteur: Hans-Günter Meyer-Thompson (Hamburg). Mitarbeit an dieser Ausgabe: Mathias Häde (JES-Bielefeld), Jürgen Heimchen (Wuppertal) und Michael Kleim (Gera).

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