dgs-info, Ausgabe 7, Mai-Juni 2006

Internetgestützter Rundbrief der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, erscheint 26.04.2006

Online zu lesen unter:
www.dgsuchtmedizin.de/one.newsletter/index.html

Liebe Leserinnen und Leser,
ein Jahr nach der ersten Ausgabe zählt dgs-info fast 1900 Abonnements. Damit erreicht das Online-Magazin der DGS Arztpraxen, Suchtambulanzen, Kliniken und Drogenberatungsstellen im ganzen Land und hat sich als Internet-Publikation im deutschsprachigen Raum etabliert. Wir danken für Ihr Interesse und wir freuen uns über die freundlichen Erwähnungen in den Rundbriefen der DHS – Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen und des fdr – Fachverband Drogen- und Rauschmittel.
Eine Treueprämie gibt es nicht, aber dafür begrüßen wir den ersten Auslandskorrespondenten: Ingo-Ilja Michels, bis Ende Februar Büroleiter der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, meldet sich von seinem neuen Arbeitsplatz in Schanghai mit einem ausführlichen Beitrag zur Drogenpolitik und –therapie in der VR China:

 
Die Rubriken der heutigen Ausgabe:

DGS – DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR SUCHTMEDIZIN
DGS / AST – AntiSTigma
STELLENANZEIGEN
ARCHIDO
RECHT UND GESETZ
DROGENPOLITIK
PRÄVENTION
KONGRESSBERICHTE
BEGLEITKRANKHEITEN
SUBSTANZEN
SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG
MEDIZINISCHES CANNABIS
FORT- UND WEITERBILDUNG, KONGRESSTERMINE
INTERNATIONALES – WAR ON DRUGS
HARM REDUCTION
SERVICE - MATERIALIEN – LINKS – VERSCHIEDENES
AUS DEM REDAKTIONSPAPIERKORB
IMPRESSUM

 
DGS – DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR SUCHTMEDIZIN

DGS 1

Die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin hat Prof. Robert Newman die Ehrenmitgliedschaft angetragen, er hat freudig angenommen.

Was Robert Newman mit der Substitutionsbehandlung in Deutschland verbindet, hat Albrecht Ulmer aus Stuttgart, Vorsitzender der DGS-Vorläuferorganisation DGDS von 1991 bis 1993 und Vorstandsmitglied bis 1999, in seinen biographischen Anmerkungen notiert.

Robert Newman war bis vor wenigen Jahren Ärztlicher Direktor des Beth Israel Medical Center in New York, das eins der weltweit größten Substitutionsprogramme führt, und später von Continuum Health Service, einem Verbund von Kliniken in Manhattan. Er ist heute Direktor des Baron Edmond de Rothschild Chemical Dependency Institute of Beth Israel Medical Center in New York. Für dgs-info hat er ein Curriculum Vitae zusammengestellt.

DGS 2

Handbuch „Hepatitis C und Drogengebrauch“: Das AKTIONSBÜNDNIS HEPATITIS UND DROGENGEBRAUCH (Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V., Deutsche AIDS –Hilfe e.V., akzept e.V. Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, JES e.V. – Junkies-Ehemalige-Substituierte, Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V.) hat das Handbuch „Hepatitis C und Drogengebrauch“ herausgebracht: eine umfangreiche Sammlung, die Basiswissen zu Hepatitis, Prävention, Therapie, psychosoziale Beratung und Betreuung, Infektionsschutz am Arbeitsplatz und rechtliche Aspekte enthält.
Die Veröffentlichung wurde finanziert vom Bundesgesundheitsministerium. 216 Seiten kompaktes Wissen, verständlich aufbereitet, übersichtlich gestaltet und illustriert.

http://www.akzept.org/aktionsbundnis/brosch_interaktiv_2.pdf

Zu bestellen ist die gedruckte Ausgabe bei akzept e.V. gegen Portokosten:

DGS 3 Kongresse 2006 unter Beteiligung der DGS

11. Suchttherapietage in Hamburg (06. - 09. Juni): Schwerpunkt "Familie und Sucht". Infos und Anmeldung: Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, D-20246 Hamburg, Tel. 0049-40-42803-4203 Fax: -5121. Das Programmheft und ein Anmeldetalon sind online erhältlich.

http://www.suchttherapietage.de/

7. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin mit begleitender Fachausstellung: Vom 13. bis 15. Juli 2006 werden sich auf dem Interdisziplinären Kongress für Suchtmedizin zum 7. Mal Spezialistinnen und Spezialisten der Suchtmedizin und Suchttherapie in München treffen.
Dieser Kongress soll die Möglichkeit bieten, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auszutauschen und suchtmedizinisches Grundlagenwissen zu erwerben. Ärztinnen und Ärzte der verschiedensten Fachrichtungen, Psychologinnen und Psychologen, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Therapeutinnen und Therapeuten können Bewährtes und Neues diskutieren.

http://www.suchtkongress.de/mic/veranstaltungen/873602.php

Von der Heroin-gestützten Behandlung bis zu Drogenkonsumräumen - aktuelle Ansätze in der Versorgung von Schwerstabhängigkeit
16. Internationaler Suchtkongress; 13.-15. September, Hamburg.
Infos und Anmeldung: Kongressbüro - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Martinistr. 52, D-20246 Hamburg, Tel. (0049) 040 42803-4203, Fax: (0049) 040 42803-5121.

E-Mail: heroinstudie@uke.uni-hamburg.de

Programm und Anmeldeformular:

http://www.zis-hamburg.de

3.INTERNATIONALER FACHTAG HEPATITIS C BONN 2006. Innovative Konzepte und Praxis von Prävention und Psychosozialer Betreuung bei Drogengebrauch.
Veranstaltet vom Aktionsbündnis Hepatitis und Drogengebrauch am 21./22.09.2006 in Bonn.

http://www.akzept.org/aktionsbundnis/programm19_04_06.pdf

Anmeldung:

http://www.akzept.org/aktionsbundnis/anmeldung.pdf

15. DGS-Jahreskongress 2006 in Berlin, 3.-5.November 2006. Thema: "Ist die Suchtmedizin ihren Preis wert?“ Nähere Informationen in Kürze auf der Homepage der DGS.

http://www.dgsuchtmedizin.de/


DGS 4

Suchttherapie, Zeitschrift der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (Heft 01, Jahrgang 7, März 2006):

http://www.thieme-connect.de/ejournals/toc/suchttherapie


DGS 5

Substitutionsregister und Datenschutz. In den zurückliegenden Ausgaben von dgs-info berichteten wir ausführlich über die Weitergabe von Daten aus dem Substitutionsregister des BfArM / Bundesopiumstelle an Ermittlungsbehörden. Nun hat sich der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit abschließend dazu geäußert.

DGS 6

Die Feriensaison beginnt wieder – auch für Substitutionspatienten. Was bei Reisen von Ärzten und Patienten zu beachten ist, finden Sie in einem Text von INDRO-Münster und DGS (Stand: Dezember 2004):

http://www.indro-online.de/empfehlungen.htm



AST – AntiSTigma

Die Aktion AntiSTigma (AST e.V.) lädt ein, die Diskriminierung suchtkranker Menschen beispielhaft zu dokumentieren. Um den mit am meisten benachteiligten Menschen unserer Gesellschaft, den suchtkranken Menschen zu helfen, ist es wichtig, auf die täglichen Diskriminierungen aufmerksam zu machen. Genau dies ist das Anliegen des Projektes "Diskriminierung suchtkranker Menschen im Alltag" von AST. Bitte teilen Sie uns Beispiele von Diskriminierungen suchtkranker Menschen mit.

http://www.antistigma.de/

Fallbeispiel zur Diskriminierung suchtkranker Menschen:

http://www.antistigma.de/d/home.html

 
STELLENANZEIGEN

Stellenanzeigen für die Bereiche Suchtmedizin, Drogenhilfe, Krankenpflege, PSB u.a. Die Aufnahme in die jeweils aktuelle Ausgabe ist kostenlos. Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen abzulehnen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zur Unterstützung unseres Ärzteteams bestehend aus 1 Fachärztin und 2 Fachärzten suchen wir dringend den/die vierte/n fachärztliche/n Kollegen/in, um die medizinische Versorgung in unseren beiden Essener Substitutions-Ambulanzen weiter zu optimieren und sicher zu stellen. Die beiden Ambulanzen sind durch ein multiprofessionelles, engagiertes und freundliches Team besetzt, das sich neben der Substitution und Betreuung auch um die Begleit- und Folgekrankheiten der suchterkrankten Patienten kümmert.

Wir wünschen uns eine/n Kollegen/in, der/die bereits die Fachkunde „Suchtmedizinische Grundversorgung“ verfügt. Bei Bedarf kann diese aber auch kurzfristig erworben werden.

Mehr über uns und unsere Arbeit finden Sie auf der Homepage

http://www.suchthilfe-direkt.de/

Interessenten melden sich bitte bei Herrn S. J. Scholz, Medizinischer Leiter der Suchthilfe direkt Essen gGmbH unter der Tel.-Nr.: 0201-8603-224.

Aktuelle Stellenangebote der ARUD Zürich

http://www.arud.ch/uberuns/index.htm

 
ARCHIDO

ARCHIDO - Informations- und Forschungszentrum für Alkohol, Tabak, Drogen, Medikamente und Sucht. Datenbank, Bibliographien, Videographie, Rezensionen und elektronischen Publikationen. Mit wöchentlichen TV-Tips zu Drogen und Sucht und Zugang zu ELISAD – European gateway on alcohol, drugs and addiction.

http://www.archido.de/

 
RECHT UND GESETZ

Substitutionspraxen und –ambulanzen sollte das Dispenserrecht zugestanden werden, fordert Joachim Grüner, substituierender Kollege aus Frankfurt. In einem Brief an die Kollegenschaft begründet er, warum Abgabestellen für Substitutionsmittel das Recht haben sollten, auch Mitgaben herstellen und aushändigen zu dürfen.

Ralph Gerlach von INDRO (Münster) wollte von der Rechtsabteilung der Bundesärztekammer wissen, ob Patienten bei Orts- bzw. Arztwechsel ihre Abgabebedingungen bzw. Take-Home-Regelungen in der neuen Behandlung behalten. Die Antwort fiel sehr juristisch aus:

Welche Vorschriften der BtMVV gehören auf den Prüfstand? Welche sonstigen rechtlichen Umstände der Substitutionsbehandlung sind nicht mehr zeitgemäß? Die Redaktion nimmt Vorschläge und Diskussionsbeiträge für die nächste Ausgabe gern an.

redaktion@dgsuchtmedizin.de

Verfahren gegen substituierende Ärzte: Meldungen bitte weiterhin an:

Dr. Rainer Ullmann, Email r.ullmann@gmx.de

Ansprechpartner im Vorstand der DGS in Kooperation mit Dr. Rainer Ullmann und akzept e. V. ist Dr. Greif Sander, dr.sander@wahrendorff.de

Dealte die Ärztin mit Methadon? Leeraner Medizinerin soll in U-Haft
Schwere Vorwürfe werden derzeit gegen eine Leeraner Ärztin erhoben: Die Medizinerin soll in ihrer Praxis illegal Methadon an Drogenabhängige der Stadt verkauft haben, heißt es. Die Auricher Staatsanwaltschaft wollte diese Behauptung am gestrigen Mittwoch (7.3.06, Anm.) so nicht bestätigen. Werner Kramer, Chef der Anklagebehörde, erklärte jedoch, „dass gegen die Ärztin wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Abrechnungsbetrugs ermittelt wird“. (Ostfriesische Nachrichten, Online-Ausgabe vom 08.03.2006)

http://www.ostfriesische-nachrichten.de/neu/index_volltext.asp?ID=16337

In der Reihe Kriminologische Forschungsberichte der Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht ist der Projektbericht “Drogenkonsum und Strafverfolgungspraxis” erschienen. Der von Carsten Schäfer und Letizia Paoli verfasste Projektbericht präsentiert die Ergebnisse einer vergleichenden Analyse der staatsanwaltschaftlichen Erledigungspraxis bei Drogenkonsumdelikten gemäß § 31a BtMG in sechs deutschen Bundesländern. Im Rahmen der im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung durchgeführten Studie wurden die Länderrichtlinien zu § 31a BtMG aus Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein vergleichend analysiert, mehr als 2.000 staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakten ausgewertet und Experten aus Polizei und Justiz sowie Strafverteidiger aus diesen Ländern befragt.
Die Studie stellt fest, zwischen Flensburg und Traunstein bestehen deutliche Unterschiede in der Rechtsprechung.

C. Schäfer und L. Paoli
"Drogenkonsum und Strafverfolgungspraxis"
Berlin: Duncker & Humblot, 2006, € 35.
ISBN 3-428-12147-3

Studie: Deutliche Unterschiede bei der Bestrafung von Drogenbesitz. (journal Med, 9.3.2006)

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=11744

Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts

http://www.cannabislegal.de/dateien/mpi-pm09032006.pdf

Kurzfassung der Studie

http://www.cannabislegal.de/dateien/mpi-kurz.pdf

Zwölf Jahre Cannabisentscheidung: Pressemitteilungen (cannabislegal.de, 10.03.2006)

http://www.cannabislegal.de/neu/2006-03.htm#2006-03-10-mpi


Drogen am Steuer (links):

http://www.fahrerlaubnisrecht.de/

http://www.checkwerfaehrt.de

http://www.verkehrsthek.de

http://www.bads.de/index1.htm

Einmaliger Drogenkonsum rechtfertigt Führerscheinentzug. Zu dieser Entscheidung kam das Verwaltungsgericht Berlin.

z%3Bz&feed_id=15952 _blank>http://www.lawchannel.de/default.php?pg=xx%5Drkz%3Bz&feed_id=15952

Bekifft hinterm Steuer: Wer sich mit Cannabis im Blut ans Steuer setzt, hat einer aktuellen Studie zufolge eine um 78 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit, einen tödlichen Unfall zu verursachen. Die meisten bekifften Unfallverursacher sind männlich und unter 25 Jahren. Wer heil davon kommt, riskiert zumindest, seinen Führerschein zu verlieren. Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 21. Dezember 2004 darf der Führerschein aber nicht in jedem Falle eingezogen werden. (Drugcom-Newsletter vom 31.03.2006)

http://www.drugcom.de/?id=topthema⊂=67

Parallelkonsum von Cannabis und Alkohol führt zum Verlust der
Fahreignung. Urteil: Führerschein-Entzug auch für bekifften Beifahrer. (Autokiste, 18. April 2006)

http://www.autokiste.de/start.htm?site=/psg/0604/5237.htm

Developing Science-Based Per Se Limits for Driving under the Influence of Cannabis (DUIC). Findings and Recommendations by an Expert Panel. Franjo Grotenhermen, Gero Leson, Günter Berghaus, Olaf H. Drummer, Hans-Peter Krüger, Marie Longo, Herbert Moskowitz, Bud Perrine, Jan Ramaekers, Alison Smiley, Rob Tunbridge (September 2005)

http://www.canorml.org/healthfacts/DUICreport.2005.pdf

Drugged Driving: The State of the Research.

http://stopthedrugwar.org/chronicle/432/duidresearch.shtml

 
DROGENPOLITIK

Drogen- und Suchtrat setzt seine Arbeit fort - Drogenkonsum bei Kindern und Jugendlichen muss reduziert werden. Der „Drogen- und Suchtrat“ hat sich auf seiner Sitzung am 6. März 2006 erneut konstituiert und setzt damit seine Arbeit aus der letzten Legislaturperiode fort. Er verabschiedete sein Arbeitsprogramm. Übergeordnete Zielsetzung ist die Reduzierung des Konsums von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen sowie die Verringerung von stoffungebundenen Süchten. (BMG-Pressemitteilung vom 7.3.2006).

http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_600 [...] tteilungen/Presse-Drogenbeauftragte/pm-7-3-06.html

Das Arbeitsprogramm des Drogen- und Suchtrats vom 6.2.2006:

http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_600 [...] teilungen/Presse-BMG-2006/Arbeitsprogramm-DSR.html

Drogenhilfe - Ärzte in NRW gegen Einsparungen
Landesregierung will Förderung kürzen / Ärzte, die Substitution anbieten, fürchten Engpass. (Ärzte Zeitung, 12.04.2006)

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/04/12/068a0802.asp?cat=/medizin/sucht

Suchthilfe-Kürzungen in NRW: immer mehr Details und Kritik
Düsseldorf. Konkretisiert hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales (MAGS) seine Pläne zur Umstrukturierung der Förderrichtlinien für die Sucht- und Drogenberatungsstellen. Bislang war lediglich bekannt, dass die geplanten Kürzungen der Landeszuwendungen ab dem zweiten Quartal die Grundförderung für frauenspezifische Angebote, die Arbeit mit Migranten und die Beratung in Justizvollzugsanstalten betreffen werden, die Grundförderung für die Sucht- und Drogenberatungen zunächst aber unverändert bleiben sollte. Jetzt ist ein entscheidendes Detail zu diesem Punkt bekannt geworden, das derzeit beim nordrhein-westfälischen Ministerium vorbereitet wird.
Ab dem 1. April sehen die Richtlinien nun vor, dass eine Grundförderung auch dann geleistet wird, wenn eine Einrichtung nur eine Fachkraft beschäftigt. Dadurch wird den Trägern zwar mehr Spielraum gegeben, ihre Arbeit auszugestalten, andererseits befürchtet ein Arbeitsausschuss des MAGS, dass dadurch die fachlichen Standards der Beratungsarbeit nicht gehalten werden können, weil eine personelle Mindestausstattung nicht mehr die Voraussetzung für die Landesförderung ist. Im Zusammenhang mit den Gesamtmittelkürzungen könne dies zu Personalabbau führen.
Weiterhin plant das Ministerium offenbar, ab 2007 die Fördersystematik grundlegend umzugestalten. Die bisherige segmentierte, personalbezogene Förderung soll möglicherweise zu einer qualitativ orientierten Systematik umgebaut werden, die sich mehr am Bevölkerungsbezug, an strukturellen Komponenten, Fachstandards und der Kommunalisierung orientieren soll.
Gegen die bereits bekannten Kürzungen formiert sich immer mehr Widerstand. So fordert die „Kampagne zur Abwendung von Kürzungen des Landes NRW bei der Drogenselbsthilfe in NRW und des landesweiten Spritzenautomatenprojekts“ beispielsweise den Erhalt der Förderung für das landesweite Spritzenautomatenprojekt und die Drogen-Selbsthilfe JES (Junkies – Ehemalige – Substituierte).

Zahlreiche Informationen zur Kampagne zur Abwendung von Kürzungen des Landes NRW bei der Drogenselbsthilfe in NRW und des landesweiten Spritzenautomatenprojekts finden Sie im Internet auf einer eigens eingerichteten Homepage.

http://www.stopp-kuerzungen.de

(Quelle: KS-Newsletter 2-2006 (Hrsg.: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Koordinationsstelle Sucht, http://www.lwl.org/ks )

Die Initiative „Rettet JES“ präsentiert ihre Forderungen auf einer weiteren Internet-Seite.

http://www.rettet-jes.de.vu


Tabaksteuer/Tabakwerbeverbot/Rauchverbot

Mehrheit der Deutschen für eine rauchfreie Gastronomie. Rund 80 Prozent der Nicht-Raucher, mehr als 70 Prozent der Ex-Raucher und 25 Prozent der aktiven Raucher sprechen sich für komplett rauchfreie Gaststätten in Deutschland aus. Insgesamt sind dies rund 60 Prozent der Bevölkerung. Dieses Ergebnis einer bundesweiten Repräsentativbefragung hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg Mitte März bekannt gegeben. (Ärzteblatt online, 17.3.06)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23486

http://www.tabakkontrolle.de

Merkel lehnt Tabakwerbeverbot ab. Der Bundesregierung droht rechtlicher Streit mit der Europäischen Union: Kanzlerin Merkel lehnt eine EU-Richtlinie zum Tabakwerbeverbot ab. Sie setze auf den "mündigen Bürger", sagte die CDU-Politikerin. (SPIEGEL online, 1.3.06)

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,403840,00.html

Rauchverbot in Restaurants notfalls per Gesetz. (Ärzte Zeitung, 13.03.2006)

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/03/13/046a0409.asp?cat=/medizin/rauchen

Europas Raucher auf dem Rückzug. (Schwerpunktausgabe der Ärztezeitung, 5.4.2006)

http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=399211,4462,/medizin/rauchen

500 000 Italiener haben dem Qualm abgeschworen:

http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=399210,4462,/medizin/rauchen

Raucher in Deutschland - Zahlen und Fakten:

http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=391791,4462,/medizin/rauchen

Anti-Tabak-Kampagne wirkt bei Kindern:

http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=399321,4462,/medizin/rauchen

Rauchverbot in Frankreich aufgeschoben. Aus Angst vor möglichen Protesten und Demonstrationen hat die französische Regierung beschlossen, die Einführung eines allgemeinen Rauchverbots in allen öffentlichen Gebäuden sowie in Restaurants und Bars bis auf weiteres zu verschieben. (ÄrzteZeitung online, 19.4.06)

http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=401038,4486,/medizin/rauchen

Tabakwerbung: Die Europäische Kommission hat am 4.4.2006 der Tschechischen Republik, Italien, Ungarn und Spanien „Fristsetzungsschreiben“ wegen der nicht ordnungsgemäßen Umsetzung der Richtlinie 2003/33/EG über Tabakwerbung zugesandt und damit verdeutlicht, dass sie ihren strengen Kurs bei der Bekämpfung des Tabakkonsums beibehält. Die Verstöße beziehen sich vor allem auf Ausnahmeregelungen hinsichtlich des Verbots von Sponsoring.

http://europa.eu.int/rapid/pressRelea [...] /435&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=fr

EU droht mit rechtlichen Schritten - Bundesregierung verschleppt Nichtraucherschutz. Die EU-Kommission wirft der Bundesregierung Versäumnisse im Kampf gegen Tabakkonsum vor und droht mit rechtlichen Schritten. Deutschland lasse sich mehr Zeit als andere Länder, um rauchfreie Zonen zu schaffen, sagte der Brüsseler Gesundheitskommissar Markos Kyprianou der "Berliner Zeitung". (Tagesschau.de, 12.04.06)

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5426268_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

EU kritisiert schlechten Nichtraucherschutz in Deutschland. (Spiegel.de, 12.04.06)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,411032,00.html

Interview der Deutschen Welle mit Rolf Hüllinghorst (DHS-Geschäftsführer) zur Tabakpolitik.

http://www.dw-world.de/popups/popup_printcontent/0,,1968046,00.html

DHS-Pressemeldung.

http://www.dhs-intern.de/pdf/pm120406.pdf


Europa

Start of the European Project "Pathways for Health Project". Thirty project partners from all over Europe attended a kick-off meeting of the “Pathways for Health Project on binge drinking, drink driving and health labeling” from the 7th until 8th February 2006 in Berlin.

http://www.eurocare.org/news/project_pfh.html

Schweiz

Um der Suchtproblematik fachlich und politisch geeint zu begegnen, haben die Fachverbände der Deutschschweiz und Westschweiz ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet, das am 3. März 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Drogenpolitischer Paulus. Der Basler Sicherheitsdirektor Jörg Schild hat seit 1992 die kantonale Politik geprägt. National hat er vor allem in der Drogenpolitik neue Akzente gesetzt (...) wo er sich seit Anfang der neunziger Jahre für eine Liberalisierung stark machte und damit einen Standpunkt vertrat, der - namentlich in bürgerlichen Kreisen - damals noch keineswegs selbstverständlich war. Jetzt tritt er ab. (Neue Zürcher Zeitung, 29.3.06)

http://www.nzz.ch/2006/03/28/il/articleDPE8Q.html

Neue Facetten in Zürichs Drogenszene (Neue Zürcher Zeitung, 8.4.06):

http://www.nzz.ch/2006/04/08/zh/kommentarDQ36O.html

Kein Alkohol unter 21 Jahren – ein Rezept für die Schweiz? Die USA haben mit dem gesetzlichen Mindestalter von 21 Jahren für Konsum, Kauf sowie Abgabe und Verkauf alkoholischer Getränke die höchste Trinkaltersgrenze der Welt. Jenseits des Atlantiks werden große Anstrengungen unternommen, die Jugendschutzbestimmungen effektiv durchzusetzen. Wie wirksam sind solche Maßnahmen und wären sie auch in der Schweiz anwendbar? Was bringt ein Alkoholverbot für unter 21-Jährige?

http://www.sfa-ispa.ch/CMS/Sommaire.php?IDpub=415&langue=D

 
PRÄVENTION

Österreich/Linz: Jugend - Kultur - Prävention (28. März 2006). Möglichkeiten, Ansätze und Grenzen von Prävention in der Jugendarbeit:
Gerald Koller: Das Wagnis Leben - Grundlagen der Rausch- und Risikopädagogik - "Und führe uns in der Versuchung" (Risflecting)
Daniela Tatosa: Rausch- und Erlebniskultur
Marc Bittner: Kulturelle Vielfalt
Michaela Pöschl: Schmerz- und Körperkultur
Sascha Bernadis: Jugend- und Kommerzkultur
Klaus Rauscher, Klaus Schwarzgruber: Arbeitskultur

http://www.praevention.at/seiten/index.php/nav.6/view.32/level.2/

Frankfurt startet Kampagne gegen Haschisch. Unter dem Titel "Be U" (Sei du selbst) wendet sich eine vor allem aufs Internet gestützte Präventionskampagne mit unterschiedlich aufbereiteten Informationen an jugendliche Kiffer ebenso wie an deren Eltern, Lehrer und andere Multiplikatoren.

http://www.be-u-online.de/site/index.htm

http://www.rhein-main.net/sixcms/detail.php/2821222

Rauchverbot an allen deutschen Schulen gefordert. Für ein Rauchverbot an allen Schulen Deutschlands setzen sich die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) ein.

http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=397961,4453,/medizin/rauchen

Förderung der Prävention durch die Spitzenverbände der Krankenkassen. Im § 20 Abs. 1 und 2 des Sozialgesetzbuches V ist die Förderung der gesundheitlichen Prävention durch die Krankenkassen geregelt. Der "Leitfaden Prävention", die gemeinsamen und einheitlichen Handlungsfelder der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung der Prävention, sind überarbeitet worden. Die Fassung vom 10. Februar 2006 (72 Seiten) finden Sie unter

http://www.dhs-intern.de/pdf/leitfaden_praevention_2006b.pdf

Jugendschutz beim Alkohol im internationalen Vergleich. (Zeitschrift Abhängigkeiten, abhängigkeiten 3/2005 [01/2006], Hrsg.: sfa – Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme).

http://www.sfa-ispa.ch/Extranet/publication/PublicationUpload/abh_03_05.Abderhalden.pdf

Raucht mein Kind? Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt Ratgeber für Eltern vor (07.04.2006).

http://www.bzga.de/?uid=fa792980c2d646d52a20a6f64b9f07b3&id=presse&nummer=341

Die neu gestaltete Internetseite der BZgA zur Förderung des Nichtrauchens für Jugendliche ist online gegangen.

http://www.rauch-frei.info

 
KONGRESSBERICHTE

Der Konferenzbericht zur schweizerischen Designerdrogen- und Kokainkonferenz vom 3. und 4. Juni 2004.

http://www.suchtundaids.bag.admin.ch/ [...] ent/drogen/nadeko/107.pdf?schriftgrad=&language=de

Die neue Ausgabe (März 2006) von HIV&more mit Kongressberichten aus aller Welt ist erschienen.

http://www.hivandmore.de/

3rd Berlin Stapleford International Addiction Conference – Latest Developments in effective medical treatments for addiction (18.-20.März 2006). Hauptthemen: Anaesthesia vs. light sedation in ROD/RAI (Rapid Opiate Detoxification/Rapid Antagonist Induction); Update on naltrexone implants and depot injections in alcoholism and opiate dependence; Clinical experience with rapid benzodiazepine detoxification using flumazenil; Disulfiram vs naltrexone and acamprosate in alcohol abuse; Alternatives to methadone for opioid maintenance – depot buprenorphine (Probuphine) slow-release morphine.

http://www.staplefordpages.uki.net/all-abstracts.htm?lfont=1&

Presseschau:

http://www.netzeitung.de/wissenschaft/389204.html

http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Turbo-Entzug-%DCber-Nacht/558342.html

fdr- Fachverband Drogen- und Rauschmittel: Fachtag „Geht nicht gibt’s nicht - Impulse für Arbeits- und Beschäftigungsprojekte der Suchthilfe“ (22.11.2005).

http://fdr-online.info/pdf/Fachtagung22.11.05Bildschirm.pdf

Weitere Beiträge aus Fachtagungen und Seminaren des fdr – Fachverband Drogen- und Rauschmittel

http://fdr-online.info/fdr-seminare.php

 
BEGLEITKRANKHEITEN

Pain Treatment Topix is a noncommercial, open-access resource for healthcare professionals. (...) A special section examines the interface of pain and addiction (Addiction Topix).

http://www.pain-topix.com/

Pain in Opioid-Addicted Patients Entering Addiction Treatment. Stewart B. Leavitt, PhD, December 2005. Adapted from Addiction Treatment Forum, 2004 (Winter);13(1). How common is pain among opioid-addicted patients? Does this affect their continued aberrant or illicit use of opioids? Can this also influence their success during addiction treatment?

http://www.pain-topix.com/addiction_topix/index2.php#painoipoid

Pain Management and Chemical Dependency: A Critical Link. This site from the Pain Division at Beth Israel Medical Center, New York, focuses on information regarding the interface of pain management and chemical dependency.

http://www.stoppain.org/pcd/default.asp

Knowing How to Play the Game: Hospitalized Substance Abusers' Strategies for Obtaining Pain Relief. Betty D. Morgan, PhD, APRN-BC. Pain Management Nursing. 2006, Volume 7, Number 1.

http://www.medscape.com/viewarticle/524680

Intracranial Hemorrhage in Young Adults Linked to Drug Abuse. Approximately one-fifth of cases of intracranial hemorrhage (ICH) in people aged 18-49 are related to substance abuse, a study shows. The study findings were presented during the American Stroke Association's International Stroke Conference 2006 by Dr. Mark Hoffmann of the University of South Florida in Tampa, and colleagues. (20.2.06)

http://www.medscape.com/viewarticle/523964

Welttuberkulosetag: WHO meldet gute Fortschritte – Ausnahme Afrika und Osteuropa. Die Tuberkulose ist nicht nur in den Industrieländern auf dem Rückmarsch. Auch in vielen Hochendemie-Regionen der Entwicklungsländer gibt es Fortschritte, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anlässlich des Welttuberkulosetags mitteilt. (Ärzteblatt online, 24.3.06)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23577

Psychosis Among Substance Users. Jagadisha Thirthalli; Vivek Benegal. Current Opinion in Psychiatry, 2006 - Volume 19, Number 3

http://www.medscape.com/viewarticle/528487

A Randomized Clinical Trial of a New Behavioral Treatment for Drug Abuse in People With Severe and Persistent Mental Illness. Alan S. Bellack, PhD; Melanie E. Bennett, PhD; Jean S. Gearon, PhD; Clayton H. Brown, PhD; Ye Yang, MS. Arch Gen Psychiatry. 2006;63:426-432.
Objective To evaluate the efficacy of a new behavioral treatment for drug abuse in this population: Behavioral Treatment for Substance Abuse in Severe and Persistent Mental Illness (BTSAS).

http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/cont [...] t=BTSAS&searchid=1&FIRSTINDEX=0&resourcetype=HWCIT

Rauchen und Alkohol sind Hauptrisikofaktoren für Kehlkopfkrebs: Ergebnisse einer deutschen Fall-Kontroll-Studie im europäischen Vergleich - Smoking and alcohol are main risk factors for laryngeal cancer. Ramroth, Heribert; Dietz, Andreas; Becher, Heiko. Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 16 vom 21.04.2006, Seite A-1078

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=51115

Dealer verkauft verschmutztes Heroin: Zwei Drogensüchtige in
Lebensgefahr! (Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 2.3.06)

http://www.waz-online.de/waz-lokal/271453.html


HEPATITIS


Ausgewählte abstracts aus dem Online-Dienst AMEDEO.

Für Ärzte, die sich mit der Behandlung der chronischen Hepatitis C bei opioidsubstituierten Patienten beschäftigen, steht ein CME-zertifiziertes Fortbildungsmodul zu Verfügung. (Passwort und Benutzerkennwort: roche)

http://www.healthcme.de/hep-c-sucht

Es gibt einen Paradigmenwechsel in der Therapie bei Hepatitis C, sagt Privatdozent Thomas Berg aus Berlin. Inzwischen wird ein früher Behandlungsbeginn favorisiert. Gastkommentar von PD T.Berg (Berlin) in Ärztezeitung, 1.3.06.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/03/01/038a0202.asp?cat=/medizin/infektionskrankheiten

Bei Drogenabhängigen ist eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) die häufigste Begleitkrankheit: Nach einer Untersuchung am Krankenhaus München-Schwabing sind zwischen 62 und 98 Prozent der Heroinabhängigen mit HCV infiziert.
Mittlerweile sind Menschen, die Drogen injizieren, in Westeuropa die größte Risikogruppe bei der Verbreitung der Hepatitis C. Das berichtete der Leiter des Bereichs Suchtmedizin am Krankenhaus München-Schwabing, Privatdozent Markus Backmund, bei einem Workshop in München. (Ärztezeitung, 21.03.2006)

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/03/21/052a1201.asp?cat=/medizin/infektionskrankheiten

Versorgungsforschung bei Chronischer Hepatitis C - Optimale Betreuung als Voraussetzung für den Erfolg. Die online-Anwendungsbeobachtung (AWB) des Berufsverbandes niedergelassener Gastroenterologen (bng) in Kooperation mit der Hoffmann-La Roche AG ist eine der größten Datenbanken zur Versorgungsforschung bei chronisch Hepatitis-C-Infizierten. Zugleich werden Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombinationstherapie mit Pegasys ® (pegyliertes Interferon alfa-2a) und Copegus ® (Ribavirin) im Alltag dokumentiert. Aktuell sind knapp 500 behandelnde Zentren beteiligt, über 7000 Patienten mit chronischer Hepatitis C sind in die AWB eingeschlossen, über 1400 wurden oder werden mit Pegasys und Copegus behandelt. Erste Daten zu Sustained Virologic Response konnten ebenfalls bereits ausgewertet werden: bei Genotyp 1-Patienten wird eine Sustained Virologic Response von 61,3% erreicht, was die Ergebnisse aus aktuellen Studien sogar übertrifft. (Benutzerkennwort: roche, Passwort: roche)

http://www.hepatitis-care.de/content/ [...] GVS2005/Pressegespraech/dgvs05_Pressegespraech.htm


HIV


Im HIV.NET sind die ersten Texte aus HIV.NET 2006 zu lesen. ART 2006/2007: Hinterm Horizont geht's weiter 30 Seiten über neue antiretrovirale Medikamente. (HIV.NET, 15.3.2006)

http://www.hiv.net

HIV-Medikamente und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen. Interaktionshotline des Hamburger IfI – Institut für Infektiologie.

http://www.ifi-interaktions-hotline.de

Laufend aktualisierte online-data-base von HIV InSite (UCSF, USA).

http://hivinsite.ucsf.edu/InSite?page=ar-00-02

Mortality of HIV-1-infected patients in the first year of antiretroviral therapy: comparison between low-income and high-income countries; The Antiretroviral Therapy in Lower Income Countries (ART-LINC) Collaboration; The Lancet 2006; 367:817-824.

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673606683372/abstract

Pain and Substance Abuse: A Growing Struggle in AIDS Care

http://www.medscape.com/viewprogram/5079_pnt

Correlates of Self-Reported Nonadherence to Antiretroviral Therapy in HIV-Infected Patients. The Swiss HIV Cohort Study. J Acquir Immune Defic Syndr. 2006;41(3):385-392. Conclusions: Younger age, lack of social support, and complexity of therapy are important factors that are related to nonadherence with ART. Investment in behavioral dimensions of HIV is crucial to improve adherence in ART recipients.

http://www.medscape.com/viewarticle/528181?src=mp

 
SUBSTANZEN

Koffein: Ob „Kaffeevieltrinker“ ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben oder sogar davor geschützt sind, hängt nach einer jetzt im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2006; 295: 1135-1141) publizierten Fall-Kontroll-Studie wesentlich davon ab, wie schnell das Koffein in der Leber abgebaut wird. (Ärzteblatt online, 8.3.06)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23350

"LSD war das beste Werkzeug, das die Psychiatrie je zur Verfügung hatte". Mathias Morgenthaler im Gespräch mit Stanislav Grof in Standpunkte 1/2006, Hrsg: sfa – Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme:

http://www.sfa-ispa.ch/CMS/Sommaire.php?IDpub=415&langue=D

Lancet calls for LSD in labs (The Guardian, 14.4.2006)

http://www.guardian.co.uk/science/story/0,,1754088,00.html

Reviving research into psychedelic drugs
That psychedelic drugs, such as LSD and MDMA (ecstasy), can be effective treatments for various psychiatric illnesses is an old idea. Once considered wonder drugs for their effects on anxiety, depression, alcoholism, and other mental illnesses, they have been effectively banished from medical practice after legal rulings banned their sale and use. Although such bans were largely put in place to quash concerns about rampant recreational drug use fuelling the counter cultures of the 1960s and 1980s (LSD and MDMA, respectively), criminalisation of these agents has also led to an excessively cautious approach to further research into their therapeutic benefits.
So do illicit drugs have therapeutic benefits that outweigh their substantial social harm? (The Lancet 2006; 367:1214)

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673606685152/fulltext

The MAPS Bulletin is published by the Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies.

http://www.maps.org/news-letters/

MAPS has also scanned the entire collection of the issues of The Psychedelic Review, the journal started by the Harvard psychedelic research team of Ralph Metzner, Richard Alpert and Timothy Leary. Issue #1 was first published in June 1963 and the final issue, #11, was Winter 1970/1971. These issues contain some fascinating articles and can be found here:

http://www.maps.org/psychedelicreview/


ALKOHOL


Fachpresseschau, zusammengestellt und kommentiert von PD Dr.Ulrich W. Preuss (Halle/Saale): Veröffentlichungen zu Grundlagen, Prävention, Diagnostik, Praxis, Epidemiologie, Kommentar, Übersicht und Therapie.

Alcohol and Health: Current Evidence - Alcohol and Health Outcomes, Interventions, Special Populations.

http://www.alcoholandhealth.org

http://www.bu.edu/act/alcoholandhealth/index.html

The Globe – Online-Magazin der Global Alcohol Policy Alliance. Schwerpunktthema: "Lessons to be learned from tobacco". Issues No 3 2005 & 1 2006.

http://www.ias.org.uk/publications/theglobe/05issue3_0601/globe0503_0106_index.html

Tax increases, advertising bans may reduce harmful alcohol consumption among youth. A ban on alcohol advertising and an increase in the alcohol tax were both found to be effective in reducing youthful drinking, according to research by investigators at the Harborview Injury Prevention & Research Center and the University of Washington. (University of Washington Newswire, WA, March 13, 2006)

http://www.uwnews.org/article.asp?articleID=23091

Alkoholbedingte Schäden - Wege in die Zukunft (Herausgeber: "Europäisches Politik-Forum"). Die endgültige Fassung des Berichtes (in englischer Sprache)

http://www.dhs-intern.de/pdf/Abschlussbericht_Alkohol_Februar06.pdf

Stellungnahme der DHS:

http://www.dhs-intern.de/pdf/Abschlussbericht_Alkohol_Diskussionspunkte.pdf

Meta-Analyse stellt Vorteile des mäßigen Alkoholkonsums infrage. In den letzten Jahren war eine Reihe von Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass ein mäßiger Alkoholkonsum günstige Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Ein Gläschen Rotwein am Abend senke den Blutdruck, setze die Blutgerinnung herab und steigere den HDL-Cholesterinwert. Langfristig senke der mäßige Alkoholkonsum die Rate von Herzinfarkten und Schlaganfällen, lautete die durch Daten belegte Quintessenz von immerhin 54 Studien. In vielen dieser Studien will die Soziologin Kaye Fillmore von der Universität von Kalifornien in San Francisco jedoch einen systematischen Fehler entdeckt haben, der die Ergebnisse auf den Kopf stellt, wie sie in Addiction Research and Theory (2006; 10.1080/16066350500497983) ausführt. (Ärzteblatt online, 31.3.06)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23693


AMPHETAMINE


Diese Übersicht beschäftigt sich mit dem derzeitigen Kenntnisstand zur hirnschädigenden Wirkung von Ecstasy.
Neurotoxicity of methylenedioxyamphetamines (MDMA; ecstasy) in humans: how strong is the evidence for persistent brain damage? E. Gouzoulis-Mayfrank & J. Daumann. Addiction, Volume 101 Page 348

Ecstasykonsumenten für wissenschaftliche Studie gesucht! Die neue Sprechstunde für "club drug"- und Cannabis-Konsumenten der Universitätsklinik Bonn Venusberg sucht für eine neue Studie Probanden mit Erfahrungen mit Ecstasy. Die Studie soll neue Erkenntnisse darüber liefern, ob der Genuss von Ecstasy und anderen "Club Drugs" zu Veränderungen im Gehirn und Verhalten von Konsumenten führen kann. Die Probanden sollen zwischen 18 und 36 Jahren alt sein und kein Heroin oder Kokain konsumieren.
Es wird absolute Diskretion garantiert. Personenbezogene Daten werden weder weitergegeben noch aufbewahrt.
Zur Untersuchung der langfristigen Wirkung von Club Drug und Cannabiskonsum auf das Gehirn werden Untersuchungen an zwei Untersuchungsterminen durchgeführt.
Die Studie umfasst eine neuropsychologische Untersuchung und ein psychologisches Interview (Dauer ca. 3-4 Stunden). Diese Untersuchung umfasst sowohl Fragen zum allgemeinen psychischen Befinden, als auch einen Batterie von Tests, die einen Überblick über die individuelle Leistungsfähigkeit in Hinblick auf Funktionen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, u.a. liefern soll. Die Probanden erhalten Rückmeldung über das individuelle Ergebnisprofil. Diese Teilstudie wird mit € 50,- vergütet.

Weitere Informationen, Ansprechpartner:

Dipl.-Psych. Marcel Daamen, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sigmund-Freud-Str. 25, 53105 Bonn, Telefon: 02 28 / 287-9830 (Herr Daamen) E-Mail: Marcel.Daamen@ukb.uni-bonn.de

Abgesehen von Cannabis ist Methamphetamin die weltweit am häufigsten genommene Droge. Das sagte der US-Forscher Richard A. Rawson von der David Geffen School of Medicine der Universität von Los Angeles (UCLA) bei einem Vortrag in Wien. In den USA ist Methamphetamin, das unter Namen wie "Meth", "Ice" oder "Crystal" verkauft wird, in ländlichen Gebieten das Suchtmittel Nummer eins. Rawson erklärte den Erfolg des Suchtmittels so: "Es kann aus Ephedrin sehr schnell hergestellt werden." Zudem sei es wesentlich günstiger als Crack und wirke viel länger. (networld, 10.3.06)

http://www.networld.at/index.html?/articles/0610/15/134974.shtml

Endstation Crystal. Die Billigdroge Methamphetamin, der in den USA Millionen verfallen sind, hat längst auch Deutschland erreicht. Verbreitet ist es vor allem in den Bundesländern nahe der tschechischen Grenze, weil dahinter die Drogenküchen brodeln. (Süddeutsche Zeitung, 18.4.2006)

http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/977/73904/

UN WARNS OF CRYSTAL METH PANDEMIC. A dance and sex drug which is more addictive than crack cocaine is becoming a global problem, the United Nations' drug control agency warned today. The International Narcotics Control Board said it was concerned about rising use of methamphetamine, or crystal meth.
The board called on governments across the world to introduce tougher restrictions on chemicals used in the manufacture of the drug, which is also known in varying forms as "ice", "meth", "Tina" and "Nazi crank". (The Guardian (UK), 1.3.06)

http://www.mapinc.org/drugnews/v06.n257.a01.html

Cited: the RAND report:

http://www.rand.org/pubs/technical_reports/TR362/

Anxiety and Depression in Childhood and Use of MDMA: Prospective, Population Based Study. Huizink AC, Ferdinand RF, van der Ende J, Verhulst FC. BMJ. 2006 Feb 24.

http://www.medscape.com/viewarticle/527437

Männer scheinen anfälliger für bestimmte Arten von Drogenabhängigkeit zu sein. Eine kürzlich veröffentlichte Gesundheitsstudie in den USA ergab, dass 6 Prozent aller männlichen Amerikaner, die älter als 12 Jahre waren, illegal Amphetamine nahmen. Bei den Frauen waren es vergleichsweise geringe 3,8 Prozent. Offenbar liegen der verschieden starken Nutzung biologische Unterschiede zugrunde. Die Studie ergab, dass Männer bei Amphetamin-Einnahme einen höheren Dopamin-Spiegel haben als Frauen. Da dieser Botenstoff auch Glücksgefühle erzeugt, könnte hier der Zusammenhang zur stärkeren Drogennutzung liegen. (New Scientist / GesundheitPro; 11.04.2006)

http://www.gesundheitpro.de/Stimulier [...] ei-Maennern-staerker-Sucht-A060411MAHAP022822.html

New mechanism found for neurodegenerative effects of amphetamines in mice. Drugs converted in the brain into free radicals whose effects linger long after the drug leaves the body. (University of Toronto, 5.4.2006)

http://www.news.utoronto.ca/bin6/print/060405-2184.htm

Abstract der Veröffentlichung Prostaglandin H synthase-catalyzed bioactivation of amphetamines to free radical intermediates that cause CNS regional DNA oxidation and nerve terminal degeneration. Winnie Jeng, Annmarie Ramkissoon, Toufan Parman and Peter G. Wells. (The FASEB Journal (Federation of American Societies for Experimental Biology). 2006;20:638-650)

http://www.fasebj.org/cgi/content/abstract/20/6/638


CANNABIS


Regelmäßiger Cannabiskonsum ist im Urin kürzer nachweisbar als vielfach angenommen. Nach einer Übersicht in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Drug Court Review ist der Nachweis von Cannabinoiden im Urin von Gelegenheitskonsumenten bei Verwendung der üblichen Nachweisgrenzen (Cutoff) nach mehr als sieben Tagen eher ungewöhnlich. Bei chronischen Rauchern wird selbst bei Verwendung einer Cannabinoidnachweisgrenze von 20 ng/ml nach Beendigung des Rauchens ein positives Testergebnis nicht länger als 21 Tage erwartet“. In Drogenscreenings mit einer Nachweisgrenze von 50 ng/ml wird der Nachweisweiszeitraum bei regelmäßigen Konsumenten typischerweise nicht mehr als 10 Tage und bei Gelegenheitskonsumenten zwischen 3 und 4 Tage betragen.
Der Autor, Dr. Paul Cary von der Universität von Missouri, merkte an, dass Wissenschaftler, Vertreter der Justiz und Cannabiskonsumenten allgemein davon ausgehen, dass die Verwendung von Cannabis 30 Tage oder länger nach dem letzten Konsum durch Drogenscreenings im Urin nachgewiesen werden könne. Er stellte jedoch fest, dass einige der Studien, bei denen eine lange Nachweisbarkeitsdauer ermittelt wurde, grundlegende methodische Schwächen aufwiesen. Der wichtigste einschränkende Faktor sei "die unzureichende Möglichkeit, die Abstinenz von Marihuana durch die Teilnehmer während der Studie sicherzustellen". (IACM-Informationen vom 4. März 2006).

http://www.acmed.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=216

The marijuana detection window: determining the length of time cannabinoids will remain detectable in urine following smoking: a critical review of relevant research and cannabinoid detection guidance for drug courts. Cary PL. Drug Court Rev 2005;5(1):23-58.

http://www.ndci.org/NDCIR%20VI.pdf

Schnelltest für Cannabis. Ein neuer Schnelltest detektiert im Speichel kleinste Mengen an Tetrahydrocannabinol (THC), dem berauschenden Inhaltsstoff von Cannabis-Produkten. Zukünftig soll der Test auch Heroin, Kokain und Schlafmittel aufspüren. Er könnte für Polizei, Notärzte und Blutspendedienste interessant sein und soll nächstes Jahr auf den Markt kommen.

http://newsletter.doccheck.com/generator/306/1337/xhtml?user=da7b01b89724a4641404c73d168c967b

Gedächtnis und Aufmerksamkeit werden durch moderaten regelmäßigen Cannabiskonsum nicht verschlechtert. Wissenschaftler der Universität von Utrecht in den Niederlanden fanden zwischen moderaten gewohnheitsmäßigen Konsumenten von Cannabis, die die Droge eine Woche lang nicht verwendet hatten, und Nicht-Konsumenten keine Unterschiede bei der Bewältigung von Tests, die das Arbeitsgedächtnis und die selektive Aufmerksamkeit untersuchten. Zudem fanden sie keine Unterschiede in den mithilfe der funktionellen Kernspintomographie (fMRI) erhaltenen allgemeinen Mustern der Hirnaktivität. Eine nähere Betrachtung der Hirnaktivität ergab jedoch eine signifikante Veränderung in einem kleinen Bereich in der linken Hirnrinde.
(Quelle: Jager G, Kahn RS, Van Den Brink W, Van Ree JM, Ramsey NF. Long-term effects of frequent cannabis use on working memory and attention: an fMRI study. Psychopharmacology (Berl) 7. März 2006; [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck]). (IACM-Informationen vom 18.3.06)

http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=217#3

Macht Cannabis blöd oder nicht? Drei Fallbeispiele:

http://www.thehempire.com/index.php/cannabis/news/5019

http://www.thehempire.com/index.php/cannabis/news/4950

http://www.thehempire.com/index.php/cannabis/news/4996

Beckley Foundation: REPORT 8 – "CANNABIS AND MENTAL HEALTH – RESPONSES TO THE EMERGING EVIDENCE"
This report reviews the global situation regarding Cannabis cultivation and use, with particular reference to recent debates around the variable THC content of Cannabis products, and the link between use of the drug and mental health problems such as schizophrenia and psychosis. Having analysed the prevalence and potential for health and social problems arising from Cannabis use, the authors then move on to consider the various policy and programme options available to governments in their attempts to minimise the harm arising from the use of this particular drug.

http://www.internationaldrugpolicy.net/reports/BeckleyFoundation_Report_08.pdf

Einer französischen Studie zufolge gelten die Risiken des Zigarettenrauchens auch für das Rauchen von Cannabis. Demnach ist der Rauch eines Joints sogar deutlich schädlicher als der einer Zigarette. (drugcom.de, 31.03.2006)

http://www.drugcom.de/?uid=8449f7b890f14561b827f76647fe8dfc&id=aktuelles&idx=511

CANDIS – ein individuelles Behandlungsprogramm, für Personen, die ihren Cannabiskonsum überdenken, einschränken oder beenden wollen. Entwickelt von der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Technischen Universität Dresden.

http://www.candis-projekt.de/projekt.html

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23926

Cannabis, frisch aus NRW. Am Niederrhein werden Unmengen von Drogenpflanzen angebaut – mit hohem technischem Aufwand. Süddeutsche Zeitung, 21.4.06)

http://www.sueddeutsche.de/,panl1/panorama/artikel/271/74197/


KOKAIN


A new scourge sweeps through Argentine ghettos: 'paco'. (Christian Science Monitor, 4.4.06)

http://news.yahoo.com/s/csm/20060405/wl_csm/opaco

Glossar Kokainbehandlungen - Übersicht über den Stand der Behandlungen von kokainbedingten Störungen, Stand März 2005. ARUD, Zürich.

www.arud.ch/Glossar_Kokainbehandlungen.pdf


NIKOTIN


Veröffentlichungen aus internationalen Fachzeitschriften:

http://www.tobacco.org/articles/category/addiction/

Raucherentwöhnungsprogramme einschließlich der medikamentösen Behandlungsprogramme sollten von den Kassen bezahlt werden. Das haben Ärzte und Gesundheitsökonomen beim gesundheitspolitischen Jahresauftakt der Kardiologie 2006 in Potsdam gefordert. (Ärzte Zeitung, 14.03.2006)

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/03/14/047a0603.asp?cat=/medizin/rauchen

Verringelt, verkringelt, verkräuselt. Früher galt die Kunst des Rauchens als Genuss. Heute wird sie erbittert bekämpft – ein bedauernswerter Irrtum. Ein Abgesang. (Süddeutsche Zeitung, 18./19.3.06)

http://www.sueddeutsche.de/,kulm3/kultur/artikel/269/72197/

Regulating the global vector for lung cancer, Simon Chapman The Lancet 2006; 367:706-708.

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673606680781/fulltext

Tobacco Documents Bibliography. This bibliography cites publications based on research and analysis of tobacco industry documents and published since 1995. Compiled by Norbert Hirschhorn, MD.

http://www.library.ucsf.edu/tobacco/docsbiblio.html

Patterns of global tobacco use in young people and implications for future chronic disease burden in adults. CW Warren, NR Jones, MP Eriksen, S Asma for the Global Tobacco Surveillance System (GTSS) collaborative group, The Lancet 2006; 367:749-753

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673606681920/abstract


OPIATE / OPIOIDE


Natural opium as one of the possibilities for drug abusers. Klusonova H, Vlkova J, Visnovsky P. Biomed Pap Med Fac Univ Palacky Olomouc Czech Repub. 2005 Dec;149(2):481-3.

http://publib.upol.cz/~obd/fulltext/Biomed/2005/2/481.pdf


SUBSTITUTION ALLGEMEIN


Nachrichten aus aller Welt aus dem International Center for Advancement of Addiction Treatment (The Baron Edmond de Rothschild Chemical Dependency Institute), New York, USA. The OpiateAddictionRx.Info Newsletter:

http://opiateaddictionrx.info/enews/Enewsmar06.htm

http://opiateaddictionrx.info/enews/Enewsapr06.htm

Addiction Treatment Forum has reported on substance abuse and addiction therapies, research, news, and events of interest to both healthcare professionals and patients since 1992. Many treatment options and healthcare topics of concern are regularly discussed, and an important focus is on methadone maintenance for opioid-addiction treatment.

www.ATForum.com

Neue Probleme für Ärzte bei Drogensubstitution / AOK Rheinland will zusätzliche Verordnung von Psychopharmaka gesondert prüfen / Betroffene Ärzte sehen Schikane
Nordrheinische Ärzte, die sich in der Methadon-Substitution engagieren, haben unangenehme Post vom Prüfungsausschuss der Ärzte und Krankenkassen Nordrhein erhalten. Auf Antrag der AOK Rheinland prüft der Ausschuss, ob die Ärzte bei Methadon-Patienten unzulässig Arzneimittel mit hohem Abhängigkeitspotential verordnet haben. Die Mediziner sehen darin eine ungerechtfertigte Bedrohung, die Krankenkasse spricht von einem routinemäßigen Vorgehen. (Ärzte Zeitung, 07.03.2006)

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/03/07/042a0804.asp?cat=/medizin/sucht

Methadonsubstitution: Zur Problematik der zusätzlichen Verordnung von Benzodiazepinen (Diskussionspapier der BAS e. V. – Bayrische Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis, Stand: 2000)

http://www.bas-muenchen.de/positionspapiere/Benzodiazepinverordnung.pdf

Angebote für Methadon-Patienten reichen nicht aus. Diskussion über Versorgungsperspektiven in Baden-Württemberg - Suchtbeauftragte Gisela Dahl sieht dringenden Handlungsbedarf (Ärzte Zeitung, 21.03.2006)

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/03/21/052a0901.asp

Kommentar

http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/03/21/052a0204.asp?cat=/medizin/sucht

Junkies ins Altersheim. In der Schweiz gibt es 25.000 Heroinabhängige. Sie leben immer länger. Ein neues Problem für den Sozialstaat: Er muss die Betreuung von Langzeit-Drogenkonsumenten organisieren. (Facts, 13.4.06)

http://www.facts.ch/dyn/magazin/gesellschaft/614029.html


BUPRENORPHIN

Coretext.org: Laufend aktualisierte Datenbank zu Buprenorphin bei ReckittBenckiser.

http://www.coretext.org/search_db.asp

Buprenorphin - Wichtige Fragen unter der Lupe. Eine Broschüre von Q4Q – Quest for Quality (Amsterdam), Mitherausgeber der Deutschen Ausgabe: Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS).

http://www.q4q.nl/methwork/BPN/home.htm

http://dgsuchtmedizin.de/fix/files/Buprenorphin-wichtige_Fragen_unter_der_Lupe.pdf

Crushing Buprenorphine
Question: I have patients who ask me to crush their buprenorphine to shorten the supervision time. Our shared care monitoring group has discussed this and is generally in favour as we believe it will reduce diversion of buprenorphine onto the streets. However, we're a little unclear about the practicalities - what is the procedure for crushing and administering supervised buprenorphine doses? Can you show us how it's done?
Answer: Crushing is popular in Australia, for both of the reasons that you have given, indeed in some states it is mandatory for the pharmacist to crush unless the doctor writes 'do not crush' on the prescription.
However, buprenorphine (Subutex) becomes unlicenced when it has been crushed, and the patient must be warned of this. They can be reassured that they are unlikely to feel any different; data from Australia (Muhleisen P, Spence J & Nielsen S: "Crushing buprenorphine tablets" (letter) Drug and Alcohol Review Dec 2003 p471-2) suggests that there is no difference in bioavailability of the drug when doses were crushed, as evidenced by the fact that patients were encouraged to request an increased dose if they required it, and did not do so.
(The Royal College of General Practitioners (UK), Substance Misuse Management in General Practice, SMMGP)

http://www.smmgp.org.uk/html/others/other049.php

NORWAY: Norwegian Buprenorphine vs. Methadone Trial in Long-Term
The study by Kristensen and colleagues (Tidsskr Nor Laegeforen 2005 125(2): 148-151) includes 50 subjects who were randomly assigned to 16 mg Buprenorphine or variable dose methadone (mean daily dose 106 mg - range 80-160). Retention was 85% in methadone group, 36% in those receiving Buprenorphine. Methadone recipients had slightly less opiate positive urines and reported less high risk behaviour. (Summarized by Andrew Byrne, MD, Australia, OpiateAddictionRx, 16.3.06)

http://www.opiateaddictionrx.info/whatsnew.asp?id=1092

WHO recommends no change to current international scheduling
Further to an international campaign, concern expressed by various governments, and expert evidence, the WHO Expert Committee of Drug Dependence has decided not to recommend the rescheduling of buprenorphine.

http://www.ihra.net/index.php?option=news&task=viewarticle&sid=313#

Indien/Kerala: Illegal diversion of buprenorphine to State.The drug is cheaper compared with heroin in the market. (The Hindu, 5.4.2006)

http://www.hinduonnet.com/2006/04/05/stories/2006040513530100.htm


DIAMORPHIN


Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger.

http://www.heroinstudie.de/

Bericht des ZIS - Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg: Das bundesdeutsche Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger – eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Therapiestudie. Abschlussbericht der klinischen Vergleichsstudie zur Heroin- und Methadonbehandlung vom Januar 2006.

http://www.heroinstudie.de/ergebnisse.html

Auf der Seite zu finden sind auch Berichte von Patienten sowie eine umfangreiche Presseschau. Außerdem die Rede der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing anlässlich der Vorstellung des Abschlussberichtes.

In der Koalition bahnt sich ein Streit um Heroin auf Krankenschein an. (Ärzteblatt online, 3.4.2006)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23697

Heroingestützte Behandlung: Weg von der Straße. Petra Bühring, Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 14 vom 07.04.2006, Seite A-900

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=50856

Die staatliche Heroinabgabe - für viele Süchtige die letzte Chance -
zeigt Erfolge. Doch die Union sperrt sich gegen ein Gesetz. (Süddeutsche Zeitung, 22.4.06)

http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/336/74262/

Jörg Gölz, Vorsitzender der DGS, hat sich mit einem Brief an Maria Eichhorn (CSU), drogenpolitische Sprecherin der CDU-CSU-Bundestagsfraktion, gewandt.

Edinburghs drugs tsar, Tom Wood, has urged the Scottish Executive to consider prescribing heroin to addicts on the National Health Service. (news.scotsman.com, Evening News, 7.3.2006)

http://news.scotsman.com/scotland.cfm?id=345042006

http://stopthedrugwar.org/chronicle/426/edinburgh.shtml


METHADON

Methadone-Drug Interactions (Medications, illicit drugs, & other substances). Stewart B. Leavitt, PhD, January 2006.

http://www.pain-topix.com/pdf/Methadone-Drug_Intx_2006.pdf

Methadone Dosing for Chronic Pain in Ambulatory Patients: A Clinician's Perspective. James D. Toombs, MD, February 2006.

http://www.pain-topix.com/pdf/Methadone_Dosing_Chronic_Pain_2006.pdf

The following presentations from the RCGP-The Royal College of General Practitioners (UK), Methadone Prescribing Update Day, held in York in January 2006, are now available to download in the Conference Reports & Presentations section of the Resource Library.

The Science of Methadone, Dr Kim Wolff
Pharmacy Aspects of Methadone Prescribing, Jenny Scott PhD MRPharmS
How Do We Get the Best Out of Methadone Programmes?, A Review of the Evidence. Dr Jenny Keen
(The Royal College of General Practitioners (UK), Substance Misuse Management in General Practice, SMMGP)

http://www.smmgp.org.uk/html/reports/repmeth01p.php


MEDIZINISCHES CANNABIS


Informationen der IACM – Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin.

http://www.cannabis-med.org/german/nav/home-archive.htm

REGARDING MEDICAL MARIJUANA. This film is a hard hitting look at medical marijuana in California.

http://www.freespeech.org/fscm2/contentviewer.php?content_id=1188

Großbritannien: Gemischte Ergebnisse in einer Studie mit Sativex bei Spastik aufgrund multipler Sklerose. Am 17. März gab GW Pharmaceuticals enttäuschende Ergebnisse einer Phase-III-Studie mit dem Cannabisextrakt Sativex bei 335 Personen mit Spastik wegen MS bekannt. Das Unternehmen erklärte, dass Multiple-Sklerose-Patienten, die sich an das Studienprotokoll gehalten hätten, einen Nutzen gehabt hätten. Eine Analyse aller Studienteilnehmer – ob sie sich an das Protokoll gehalten hätten oder nicht – habe jedoch keinen signifikanten Vorteil gegenüber dem Placebo ergeben.
Diese Ergebnisse bedeuten, dass GW möglicherweise den Antrag auf Zulassung von Sativex in Großbritannien verschieben wird.

(Quellen: Pressemitteilung von GW Pharmaceuticals vom 17. März 2006, Reuters vom 17. März 2006)

http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=217#2

THE NEW SCIENCE OF CANNABINOID-BASED MEDICINE. An Interview with Dr. Raphael Mechoulam. Raphael Mechoulam, Ph.D., is the Lionel Jacobson Professor of Medicinal Chemistry at the Hebrew University of Jerusalem, where he has been working on cannabinoid chemistry (a term he coined) for over forty years.

http://www.smart-publications.com/articles/MOM-mechoulam.php

Deutschland: Hanfapotheke. Nach Informationen der Hanfapotheke (www.hanfapotheke.org) haben bisher 29 Patienten durch Empfehlung eines Arztes, der mit der Apotheke zusammenarbeitet, Zugang zur Hanfapotheke erhalten. Davon konnten 22 mindestens einmal über einen Spender, der Cannabis kostenlos und anonym an Patienten verschickt, mit Cannabis versorgt werden. Es gibt zurzeit 12 Patenschaften, in denen ein Spender die Versorgung eines Patienten verlässlich übernimmt. 11 Patienten stehen zurzeit unversorgt auf der Warteliste. (IACM-Nachrichten vom 1.4.069

Bundessozialgericht lässt Cannabispatienten hoffen: THC Pharm GmbH begrüßt Urteil des BSG zur Leistungspflicht der Krankenkassen. (12.04.2006)

http://www.thc-pharm.de/news.html

Marijuana and Medicine, The National Academy of Sciences, Institute of Medicine (1999)

http://newton.nap.edu/html/marimed/

Inter-Agency Advisory Regarding Claims That Smoked Marijuana Is a Medicine. Claims have been advanced asserting smoked marijuana has a value in treating various medical conditions. Some have argued that herbal marijuana is a safe and effective medication and that it should be made available to people who suffer from a number of ailments upon a doctor's recommendation, even though it is not an approved drug. (FDA - U.S. Food and Drug Administration, 20.4.2006)

http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2006/NEW01362.html

 
FORT- UND WEITERBILDUNG, KONGRESSTERMINE

Laufend aktualisierter online-Kalender zu Kongressen über Suchttherapie:

https://www.qsforum.de/terminkalender.php

Regelmäßig aktualisierter bundesweiter Fortbildungskalender der Koordinationsstelle Sucht im Landschaftsverband Westfalen-Lippe:

http://www.lwl.org/ks-download/downloads/fwb/externe%20Veranstaltungen.pdf

Fort- und Weiterbildungskalende des fdr – Fachverband Drogen- und Rauschmittel:

http://fdr-online.info/fort-weiterbildung.php

Eine Übersicht über (fast) alle Fortbildungsveranstaltungen:

http://fdr-online.info/pdf/Veranstaltungskalender%201-06.pdf

Eine dgs-info-Zusammenstellung weiterer Kongresse mit links zu Vorbereitungsbüros etc.:

 
INTERNATIONALES – WAR ON DRUGS

The trade in illegal drugs is a multi-billion dollar global business. Worldwide, the UN estimates there are more than 50 million regular users of heroin, cocaine and synthetic drugs. Millions more are involved in their production, trafficking and sale. Special report by BBC News Online and BBC World Service:

http://news.bbc.co.uk/hi/english/static/in_depth/world/2000/drugs_trade/default.stm

UNODC - The World Drug Report 2005.

http://www.unodc.org/unodc/en/world_drug_report.html

http://www.incb.org/pdf/e/press/2006/press_release_2006-03-01_3.pdf

Report of the International Narcotics Control Board for 2005.

http://www.incb.org/incb/index.html

http://www.incb.org/incb/annual_report_2005.html

UN-Experten: Konzept der weltweiten Drogenbekämpfung greift nicht
Wien - Drogenexperten der Vereinten Nationen (UNO) haben eine ernüchternde Bilanz des bisherigen Vorgehens im Kampf gegen den Drogenanbau in Entwicklungsländern gezogen. Das seit 30 Jahren angewendete Modell, Drogenbauern zum Anbau legaler Produkte zu ermutigen, habe nur bescheidene Resultate gezeigt, sagte der Präsident des Internationalen Suchtstoffkontrollrats (INCB), Hamid Ghodse, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2005 in Wien. Es habe sich herausgestellt, "dass es entgegen den ursprünglichen Annahmen weitaus schwieriger ist, den illegalen Anbau von Pflanzen, aus denen Drogen hergestellt werden, einzudämmen und Ersatzanbauprodukte zu fördern". (Ärzteblatt Online, 1.3.06)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23267

Die weltweite Drogenpolitik der UNO ist verfehlt: Mit diesen Worten geht das Senlis Council, ein Netzwerk von Wissenschaftlern und Politikexperten, mit den Vereinten Nationen hart ins Gericht. Die Zerstörung von illegalen Anbauflächen sei falsch, da neue Einnahmequellen für die Bauern fehlten. Mache man so weiter, steuere man auf eine veritable Krise zu. Senlis weist auch auf eine Alternative zu der Misere hin: Die Coca- und Opiumbauern sollten legal die Pflanzen anbauen dürfen - als Rohmaterial für Medikamente

http://www.praevention.at/news/index.php/action.view/entity.detail/key.215/nav.6/view.29/level.2/

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=545901

http://www.senliscouncil.net/

Beckley Foundation Report 7: The International Narcotics Control Board: Watchdog or Guardian of the UN Drug Control Conventions?
The International Narcotics Control Board is charged with monitoring the implementation of the three United Nations Conventions and of alerting member states and the international community to weaknesses in the system. There is growing discontent with the unbalanced nature of its contribution to the sensitive debates surrounding the issue of illegal drug markets and how best to respond to them. Critics have pointed out that the Board has moved away from its intended mandate as the 'watchdog' of the conventions to become more of a 'guardian' of the purity of the conventions, and is challenging any policy or activity that does not correspond with what it perceives as the original vision of the control system.

http://www.internationaldrugpolicy.net/reports/BeckleyFoundation_Report_07.pdf

"Unternehmen Unterwelt" heißt das Buch des Schweizer Anwalts Valentin N.J.Landmann, der fachkundig die Ökonomie der Kriminalität ausleuchtet. Der Autor hat in der "Weltwoche" eine Kurzfassung veröffentlicht.
Leseprobe über die Schweizer Substitutionsprogramme mit Heroin: "Seitdem alle Süchtigen in der Schweiz ihren Stoff vom Staat beziehen können, sind der illegale Heroinmarkt und vor allem die Zahl der Neueinsteiger massiv zurückgegangen. Heroin hat überdies gerade für Junge die Faszination des Verruchten verloren, seit die Opiatsucht behandelt wird als das, was sie ist – eine Krankheit." (Verbrechen als Markt – Zur Ökonomie der Halbwelt und der Unterwelt, Orell Füssli, CHF 39.-)
Eine Audioversion der Kurzfassung finden Sie auf den Seiten der "Weltwoche":

http://www.weltwoche.ch/audio/mp3/Weltwoche_09032006_unterwelt.mp3

IRAQ: Officials note rise in drug trafficking, consumption. Officials at the Ministry of Labour and Social Affairs are concerned about a noticeable increase in drug trafficking and drug addiction, especially following the seizure of large quantities of "class A” narcotics by police. (IRIN, 27.3.2006)

http://www.irinnews.org/report.asp?ReportID=52443&SelectRegion=Middle_East&SelectCountry=IRAQ

USA. Prohibition: MUSINGS ABOUT THE WAR ON DRUGS. Economist Milton Friedman predicted in Newsweek nearly 34 years ago that Richard Nixon's ambitious "global war against drugs" would be a failure. Much evidence today suggests that he was right. But the war rages on with little mainstream challenge of its basic weapon, prohibition. (Wall Street Journal, 21.2.20006)

http://www.mapinc.org/drugnews/v06/n229/a09.html?5963

New Effort Spots Illegal Exports Masking Money Laundering. The U.S. government has quietly launched a program to crack down on the use of trade by drug lords, gangsters and terrorist financiers to mask money laundering. Law-enforcement agencies traditionally have focused on money-laundering activity through banks, but the use of international commerce to move money undetected from one country to another is one of the oldest techniques used by criminals to avoid government scrutiny. (Wall Street Journal, 11.3.06)

http://www.mapinc.org/drugnews/v06/n305/a04.html

Canada's biggest growth industry – dope. Report from the picturesque province of British Columbia, which is at the centre of the multi-billion dollar trade. Growers specialise in indoor operations, using private homes with powerful lights and carbon dioxide to make the plants grow faster and stronger. The result is some of the most powerful cannabis in the world, known as "BC Bud”. (abc, 14.3.06)

http://www.abc.net.au/foreign/content/2006/s1587037.htm

Money laundering in Netherlands amounts to €18.5 billion annually: Amounts to 5% of Dutch GDP. A study commissioned by the Dutch Finance Ministry estimates the amount of money laundered in the Netherlands at €18.5 billion. €17.7 billion comes from crimes committed abroad, €1.8 billion from domestic crimes. The most important money laundering channels are real estate investments, export under invoicing and import overpricing and money laundering through special purpose entities. The report puts the Netherlands on the 7th position in a world ranking, together with countries such as France and Germany. Money laundering accounts for about 5% of Dutch GDP. (Finfacts Team, 20.2.06)

http://www.cjpf.org/newsletter/spring_06/finfacts_dutchmoneylaundering_022006.htm

British police have begun using thermal imaging cameras in parts of London in an effort to detect indoor marijuana gardens. The hand-held devices detect and reveal the heat created by the powerful lighting systems used to grow weed indoors. Police reported patrolling residential streets in the capital's Haringey neighborhood looking for grow op heat signatures and seizing "a significant amount" of marijuana last week as a result. (stopthedrugwar.org, 31.3.06)

http://stopthedrugwar.org/chronicle/429/ukimaging.shtml

http://www.securitypark.co.uk/article.asp?articleid=25172&CategoryID=66

Africa: Morocco's Campaign Against Hashish Growing Has Peasants Grumbling, Protesting. The Moroccan government has won international praise for its campaign against cannabis cultivation in the country's Rif region, but the 100,000 Moroccan families who make a living supplying hashish for the insatiable European market are not so pleased. While peasants have largely limited their protests so far to grumbling, last week about 3,000 people demonstrated near the village of Boujdiane to demand the government help them replace lost incomes, Reuters reported. (10.3.06)

http://stopthedrugwar.org/chronicle/426/morocco.shtml

Afghanistan

AFGHAN DRUGS BARONS FLAUNT THEIR WEALTH AND POWER. The smugglers' trail crosses salt-encrusted plains, scrabbly farmland and hundreds of blossoming poppy fields. Suddenly a fortress-like structure looms. The high-walled mansion belongs to Haji Adam, an opium smuggler, locals say. Tales of his wealth are legion. "When he became sick he was flown straight to Germany," said a man in the next village, Garmser, speaking on condition of anonymity.

http://www.mapinc.org/drugnews/v06.n425.a03.html

'SCREW YOU,' SAY AFGHAN DRUG LORDS (Mail and Guardian (South Africa), 13.4.06)

http://www.mapinc.org/drugnews/v06/n464/a01.html

Lateinamerika

Bolivien

A POLITICAL DRUG WAR IN BOLIVIA. Is Coca the New Hemp? Bolivian President Evo Morales has put a stop to the eradication of coca plantations, triggering fears in Washington of a new wave in the illegal drug trade. (Spiegel international online, 28.3.06)

http://service.spiegel.de/cache/international/spiegel/0,1518,408364,00.html

Cocaína No, Coca Sí. A journey to Bolivia to explore the mystery of coca -- and launch a campaign to bring it to the United States -- has an unexpected conclusion. (Chellis Glendinning, AlterNet. 12.4.2006)

http://www.alternet.org/drugreporter/34525/

Kolumbien

U.S. government "counter narco-terrorism” forces in Colombia are heightening their ability to conduct river-based missions, the most recent step which involves the planned shipment of "mini armored troop carriers,” or MATCs, to Bogota. The U.S. Navy is arranging to deliver up to 10 of the titanium-reinforced, 14-troop capacity MATCs, beginning with four of the watercraft this year and possibly another six by 2007 (narcosphere, 15.3.06)

http://narcosphere.narconews.com/story/2006/3/15/161922/604

RIGHTWING NARCO'S FAMILY PAID $83 MILLION TO U.S. TO AVOID PROSECUTION (Dan Feder at Narconews.com).

http://narcosphere.narconews.com/story/2006/3/9/174557/4342

U.S.-Backed Eradication Campaign Fails to Curb Coca Cultivation. The latest U.S. government numbers on coca cultivation in Colombia indicate that production has increased over the last five years despite the U.S.-backed eradication program, Plan Columbia. (Drug Policy Alliance, 18.4.2004)

http://www.drugpolicy.org/news/041806coca.cfm

 
HARM REDUCTION

Das Harm Reduction Journal bietet freien Online-Zugang und laufend hochinteressante Artikel aus aller Welt.

http://www.harmreductionjournal.com/

Die monatlichen Rundbriefe der IHRA – International Harm Reduction Association in fünf verschiedenen Sprachen (Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch, Farsi).

http://www.ihra.net/index.php?option=displaypage&Itemid=176&op=page&SubMenu=

Newsletter des AHRN – Asian Harm Reduction Network.

http://www.ahrn.net/index.php?option=content&task=view&id=2115&Itemid=2#newsletter

Sex-work harm reduction; Michael L Rekart; The Lancet 2005; 366:2123-2134

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS014067360567732X/fulltext

Harm reduction in Iran (Online Video). At the instigation of President Ahmadinejad, Iran's theocratic government has adopted a surprising drugs policy. It's radical and stands in stark contrast to many Western drugs policies.
In a squalid back alley in Tehran, addicts are shooting up. "I have no hope in my life any more”, despairs one. Iran has the highest heroin addiction rate in the world. No other country even comes close. Back in the days of Ayatollah Khomeini, addicts were executed. But faced with an HIV epidemic, the current government has adopted a more enlightened approach. "People think the current government is more conservative and fundamentalist. But it supports our programmes much more than previous governments”, states drugs counsellor, Bijan Nassirimanesh. Addicts are now treated as patients not criminals. The state subsidises free syringes, medical care and treatment programmes. "The needle exchange programme has massively brought down the number of HIV cases”, praises one addict. And it's a policy that has the long term support of Ahmadinejad. "When Ahmadinejad was mayor of Tehran, he ordered the city authorities to build 40 drop-in centres. Now that he's President, he's always talking about methadone treatment.” (Iran - A New Approach - 9 min 27 sec, 6 März2006)

http://www.journeyman.tv/?lid=56073

Iran's AIDS-prevention program among world's most progressive. (Knight Ridder Newspapers, 13.4.2006)

http://www.realcities.com/mld/krwashington/news/columnists/hannah_allam/14336567.htm

Since 2002, IHRA has gradually increased its activities in the area of Alcohol and Harm Reduction. (...) Alcohol is the world's favorite psychoactive drug. It brings pleasure to many people and plays a key role in many societies – as an aid to celebration, sociability and relaxation. Although alcohol is mainly consumed in a responsible manner, in all societies where it is consumed there is a variety of alcohol-related harms. These include physical harms and dependence, and acute harms associated with intoxication.

http://www.q4q.nl/alcohol/ihra/

Drugchecking mit Marquis Farbtest - Videodokumentation zur Drogenthematik. Für alle die Drug-Checking noch nicht ausprobiert haben: Übliche Partydrogen wie Speed (Amphetamin) und Ecstasy (MDMA) können mit einem kurzem Farbtest überprüft werden. Dadurch kann Mensch erkennen, was die Pille oder das Pulver sein kann und was nicht. Dieser Test ist ein reiner qualitativer Test und hat keine Aussagen über Gehaltsmengen.
Ein Video von PSI-TV, wie so ein Marquis Test aussieht und was es macht.

http://www.archive.org/details/Drugchecking_mit_Marquis

Drug-Checking. Seit geraumer Zeit gibt es in deutschen Head Shops und bei diversen anderen Händlern sogenannte EZ Tests zu kaufen. Durch eine Chemikalie, die auf die entsprechende Droge oder einen Abrieb davon getropft wird, verfärbt sich diese. Anhand einer Farbtabelle ist ersichtlich, um welche Substanz es sich handeln könnte. Diese Tests reagieren sehr ungenau. Sie geben keinerlei Aufschlüsse über Verunreinigungen und tatsächlichen Wirkstoff-Gehalt. Die gelieferten Ergebnisse können KonsumentInnen nur ''eine scheinbare Sicherheit'' liefern. Sicherer ist es, eine Pille oder etwas davon an eine Drug-Checking stelle zu senden.

Weblinks

http://www.eve-rave.net/abfahrer/drugchecking.sp

http://de.wikipedia.org/wiki/Drug-Checking

http://wiki.offeneuni.tk/wiki/Drug-Checking-Programme_-_Entwicklung,_Durchführung,_Ergebnisse,_Nutzen_und_Nutzung

http://www.eve-rave.ch/drugchecking/drugchecking.htm

http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/chemie/drugchecking.html

 
SERVICE - MATERIALIEN – LINKS – VERSCHIEDENES

Substance Abuse Treatment, Prevention, and Policy. An online journal published by BioMed Central. Open access.

http://www.substanceabusepolicy.com/

CentreLines is a joint publication from the National Drug Research Institute, Perth and the National Drug and Alcohol Research Centre, Sydney. It is published bi-monthly and produced alternately by each centre.

http://www.ndri.curtin.edu.au/publications/centrelines.html

Zürich: Die Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen (Arud), Presseschau (->Presse/Medien).

http://www.arud.ch/uberuns/index.htm

Das abhängige Gehirn: Neue Perspektiven für die Therapie von Suchterkrankungen. Radiosendung im Deutschlandfunk – Wissenschaft im Brennpunkt, 5.3.06, 16.30 Uhr.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/475146/

Der Bundesverband für Stationäre Suchtkrankenhilfe mit Sitz in Kassel hat ein neues Verzeichnis der Fachkliniken für Suchtkranke herausgegeben.

http://www.suchthilfe.de

http://www.suchthilfe.de/kliniken/bundesuebersicht.htm

"Mehr Gesundheit für alle" – eine Initiative des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen. Materialien wie "Gesundheitsförderung für Migranten", "Gesundheitsförderung für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit Bedrohte" u.a.

http://www.bkk.de/bkk/powerslave,id,747,nodeid,747.html

Aktuelle Informationen zur integrierten Versorgung in der Psychiatrie. Nach Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes, das mit dem § 140 ff auch für das psychiatrische Fachgebiet Chancen bietet, die bekannten Defizite zu reduzieren, sind im Jahre 2004 in verschiedenen Arbeitsgruppen Konzepte zur integrierten Versorgung (IV) entwickelt worden. Seit November 2004 sind die damals noch geplanten sowie die damals bereits realisierten Projekte auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vorgestellt. Diese Darstellung der ersten IV-Projekte und die Informationsplattform auf eben dieser Website wie auch die Erarbeitung von Rahmenkonzepten durch die zentrale Arbeitsgruppe "Integrierte Versorgung für psychische Erkrankungen" haben als Hilfestellung für regionale Gruppen fungiert und zu einer beachtlichen Erhöhung der Anzahl von psychiatrischen IV-Projekten geführt. Deshalb sind wir bestrebt, die Übersichten laufend zu aktualisieren.

http://www.dgppn.de/aktuell/integr_versorgung_aktuell.htm

KAMPAGNE GEGEN ÖKONOMISIERUNG IM GESUNDHEITSWESEN
Seit Anfang März gibt es die außergewöhnliche und lesenswerte Internet-Kampagne zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Von März bis Juli werden "Wahre Geschichten über die Ware Gesundheit" sammelt: Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse in denen der wachsende ökonomische und kommerzielle Druck im Alltag deutlich wird. Mitmachen können alle, die im Gesundheitswesen tätig sind oder dieses als Patient/in oder Angehörige kennen gelernt haben.
Das Ziel ist hoch gesteckt: Bis zum Sommer sollen "1001 Geschichten und kein einziges Märchen" gesammelt werden. Initiiert hat die Kampagne das Vorbereitungsteam für den IPPNW-Kongress "Medizin und Gewissen - im Streit zwischen Markt und Solidarität" im Oktober in Nürnberg.

http://www.kein-einziges-maerchen.de

In den USA wurde jetzt ein miniaturisiertes Dopplerultraschallgerät entwickelt. Es hilft bei der Suche nach dem besten Ort für den intravenösen Zugang.

http://newsletter.doccheck.com/generator/292/1262/xhtml

Ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle bei Sozialhilfequoten - Bei der Sozialhilfequote gibt es in Deutschland ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle. Dagegen ist anders als bei der Arbeitslosigkeit beim Anteil der Sozialhilfe-Empfänger an der Bevölkerung kein wesentlicher Unterschied zwischen Osten und Westen festzustellen. Die höchsten Quoten wurden Ende 2004 fast ausnahmslos in kreisfreien Städten in den alten Bundesländern verzeichnet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die höchste Empfängerquote unter den 439 kreisfreien Städten und Landkreisen Deutschlands hatte Bremerhaven mit 12,1 Prozent, die niedrigste der Kreis Unterallgäu mit 0,4 Prozent. (Ärzteblatt online, 23.3.06)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23557

Glücksspiel: Staatliches Sportwettenmonopol ist verfassungswidrig. Bislang machte der Staat fast allein das fette Geschäft mit den Sportwetten. Damit könnte es jetzt vorbei sein. Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass das staatliche Monopol in seiner gegenwärtigen Form nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Privatanbieter sitzen schon in den Startlöchern.

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20060328_1bvr105401

Pressemitteilung:

http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg06-025.html

Erläuterungen und Presseveröffentlichungen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,408381,00.html

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.03.2006/2439032.asp

Elektronische Gesundheitskarte: Eine neue Broschüre des BMG beschreibt die Funktionen der Karte, erklärt den Unterschied zwischen Pflichtanwendungen und freiwilligen Anwendungen und gibt Erläuterungen zum Datenschutz (mit Begriffsliste):

http://www.die-gesundheitskarte.de/download/broschueren/index.html

Neuer Internetauftritt für Nationale Versorgungsleitlinien. Auf die neue Internetseite für das Programm der Nationalen Versorgungs-Leitlinien (NVL) hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hingewiesen. Träger des Programms sind die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.

http://www.versorgungsleitlinien.de

Die ambulanten Hilfen für Suchtkranke sind in Bedrängnis. Unverbindliche Finanzierungsgrundlagen sind für unliebsame Überraschungen gut und manches wichtige Arbeitsfeld steht plötzlich vor dem Aus. Der Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. ist der Überzeugung, dass Suchtberatung keine freiwillige Leistung ist sondern Teil der Daseinvorsorge und vor allem die kommunalen Kostenträger für ein funktionsfähiges Hilfesystem in der Region verantwortlich sind. Dieses zu beschreiben helfen die "Mindeststandards der ambulanten Suchthilfe des (fdr)", die Sie im Internet finden unter:

http://fdr-online.info/pdf/FDRMindeststandardsAmbSH.pdf

Die Unklarheit wird durch die unterschiedliche Anwendung des SGB II verstärkt. Über die Gesetzesrealität und den Veränderungsbedarf informiert eine Stellungnahme des (fdr), die ebenfalls im Internet zu finden ist:

http://fdr-online.info/pdf/fdrStellungnahmeSGBII0206.pdf

Landesstelle für Suchtfragen Mecklenburg-Vorpommern – Materialien mit freiem Zugang: u.a. Die Versorgung "Chronisch-mehrfachbeeinträchtigter-Abhängigkeitskranker" in Mecklenburg-Vorpommern und Hartz IV- Zusammenstellung von Materialien und Gerichtsurteilen. Oktober 2005.

http://www.lsmv.de/materialien.html

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) ist die gemeinsame Repräsentanz der Verbände der Rehabilitationsträger, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesländer, der Spitzenverbände der Sozialpartner sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zur Förderung und Koordinierung der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen.
Die BAR ist zuständig für die Umsetzung des SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen). Durch die Rehabilitation sind auch die ambulante und stationäre medizinische Rehabilitation Suchtkranker von den Regelungen dieses Gesetzes betroffen.
Die BAR hat eine neue "Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen" herausgegeben.

Auf der BAR-homepage ist ebenfalls zu finden die Gemeinsame Empfehlung "Sozialdienste":
Am 1. März 2006 ist die Gemeinsame Empfehlung nach § 13 Abs. 2 Nr. 10 SGB IX über die Zusammenarbeit mit Sozialdiensten und vergleichbaren Stellen (Gemeinsame Empfehlung "Sozialdienste") in Kraft getreten. Diese Gemeinsame Empfehlung trifft - immer gedacht im Sinne der medizinischen Rehabilitation Suchtkranker - natürlich auch Abhängigkeitskranke.

Und der ICF-Praxisleitfaden:
Eine wesentliche Basis des SGB IX ist die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO für den Bereich der Rehabilitation und an deren Schnittstellen. Die BAR hat nun einen ICF-Praxisleitfaden für niedergelassene Ärzte herausgegeben, der sicherlich - zumindest für die ärztlichen Dienste in den Beratungsstellen und Fachkliniken – von Interesse ist.

http://www.bar-frankfurt.de

Behandlungsleitlinien Substanzbezogener Störungen: Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Medizinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaften (AWMF) wurden verschiede Leitlinien entwickelt (dg-sucht.de -> Praxis, -> Suchtforschung und Suchttherapie).

Akutbehandlung Alkoholbezogener Störungen (gültig bis 02/2008)
Riskanter schädlicher und abhängiger Alkoholkonsum: Screening, Diagnostik, Kurzintervention (gültig bis 03/2009)
Akutbehandlung opioidbezogener Störungen (gültig bis 12/2008)
Postakutbehandlung bei Störungen durch Opioide (gültig bis 03/2009)
Cannabis-Bezogene Störungen (gültig bis 03/2009)
Tabakbedingte Störungen – "Leitlinie Tabakentwöhnung" (gültig bis 03/2009)
Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain, Amphetamine, Ecstasy und Halluzinogene (gültig bis 10/2009)

http://www.dg-sucht.de

Veröffentlichungen der Nationalen Armutskonferenz (NAK) zu Sozialpolitische Bilanz 2005 "Hartz IV ... und die Betroffenen?", Statement I: Hartz IV – Armut breitet sich aus, Sozialpolitische Bilanz 2005 "Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" und Statement II: Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.

http://www.nationale-armutskonferenz.de/

Die Bibliothek der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. ist die umfassendste deutschsprachige Fachbibliothek zu Suchtfragen.

www.optiserver.de/dhs/bibliothek.html

Projekt "Eltern von Kindern mit Doppeldiagnosen – Suchterkrankung und psychische Störung - in der Selbsthilfe". Der Bundesverband der Elternkreise drogengefährdeter und drogenabhängiger Jugendlicher e.V. (BVEK), hat gerade die Dokumentation seiner Tagung vom 21. bis 23. Oktober 2005 zum obigen Thema publiziert. Enthalten sind zwei Vorträge zum Thema Psychose und Sucht, einmal aus Sicht eines Arztes aus der Psychiatrie und zum anderen aus der Sicht eines Sozialarbeiters aus der Suchtkrankenhilfe. Außerdem: Schilderungen von betroffenen Eltern, die - ohne Schuldzuweisung - über ihre Erfahrungen mit den Hilfesystemen der Suchtkrankenhilfe und der Psychiatrie berichten und aus denen deutlich wird, dass es gerade ihre Kinder (Jugendliche und junge Erwachsene) mit Doppeldiagnosen sind, die aus aller Versorgung herausfallen.

Die Broschüre kann (gegen Portoerstattung) angefordert werden bei der Geschäftsstelle des Bundesverbandes der Elternkreise drogengefährdeter und drogenabhängiger Jugendlicher e.V. (BVEK), Ansbacher Str. 11, 10787 Berlin, Mail: bvek@snafu.de

Erste Berliner Schule mit Drogen-Test

http://bz.berlin1.de/aktuell/berlin/060401/ruetli1.html

Interview mit einem Dealer:

http://de.geocities.com/oettingjuergen/Dealer.html

Women and drug use in Europe: 8th March 2006. Herausgegeben vom EMCDDA – European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction, Lissabon.

http://www.emcdda.eu.int/index.cfm?fuseaction=public.Content&nNodeID=16437&sLanguageISO=EN

Forschung - Drogenbogen: Im Rahmen eines Projektes über die Bedingungen des Gebrauchs illegaler psychoaktiver Substanzen (Cannabis, Kokain, Halluzinogene, Amphetamine, Ecstasy) im Zusammenhang mit Ritualen werden Testpersonen gesucht. Ziel dieser Fragebögen ist, zum einen den Grad des Wissens von Usern und auch Nichtusern einschätzen zu können als auch den Grad des Gesundheitsrisikos, wenn diese Substanzen konsumiert werden. Die Forscher vom Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg suchen eine große Anzahl von Menschen, die ihn bearbeiten. Dazu gehören vor allem User, aber auch Nichtuser.

http://www.drogenbogen.de

Psychiatrie: Jeder zweite Autor des DSM-IV mit Interessenskonflikten. Mehr als die Hälfte aller Autoren des aktuellen Diagnostic and Statistical Manual (DSM-IV), des weltweit einflussreichsten Handbuchs in der Psychiatrie, hatten wirtschaftliche Interessenskonflikte mit der Pharmaindustrie. Dies ergab eine Studie in Psychotherapy and Psychosomatics, die in den US-Medien für große Aufregung sorgte. (Ärzteblatt online, 20.4.2006)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23907

Addiction Relapse Literature Reviewed, New Directions Suggested. Research Institute on Addictions (RIA), University at Buffalo - The State University of New York. (Research Press Release, 4.4.06)

http://www.jointogether.org/news/research/pressreleases/2006/new-directions-suggested-for.html

Anhang: Abstracts aus Clinical Psychology Review

Suchtmittel-Studie: Bevölkerungsbefragung Wien (Okt/Nov 2005). Im Auftrag des Fonds Soziales Wien. Durchgeführt von IFES – Institut für empirische Sozialforschung GmbH, April 2006.

http://www.ifes.at/upload/1144228374_Presseunterlage.pdf

DHS-Neuerscheinung: Du bist schwanger - und nimmst Drogen? Informationen und Hilfen für drogenabhängige Schwangere.

http://www.dhs-intern.de/pdf/Brosch_Schwangerschaft.pdf

 
AUS DEM REDAKTIONSPAPIERKORB

Wüstenrennmaus auf Dope. Die bayerische Polizei hat einen tierischen Drogenfund in einer Wohnung gemacht. Bei der Durchsuchung der Räume entdeckten die Beamten im Wohnzimmer eine kleine Menge Cannabis - und ein Terrarium mit einer Wüstenrennmaus unter Drogen. (Rheinische Post, 15.3.06)

http://tinyurl.com/jyncy

"Donner-Rap" zur Suchtprävention. Der niederländische Justizminister Piet Hein Donner ist in die Rolle eines Rappers geschlüpft. Unter dem Alias "De Don" hat der eher als förmlich und trocken geltende Politiker einen Song gegen Drogenmissbrauch komponiert und gesungen. Er landete damit einen Volltreffer. Der rappende Minister und sein Song sind in aller Munde, werden überall in Radio und Fernsehen gespielt. Der Rap-Song wurde von der Website des Haager Justizministeriums innerhalb von nur drei Tagen schon mehr als 100.000mal heruntergeladen.

Donner reagierte auf den Song des Maastrichter Bürgermeisters Gerd Leers, der eine Legalisierung der Cannabislieferanten für niederländische Coffeeshops forderte ("De problematiek van de illegale achterdeur van de coffeeshops").

Hintergrund und Textauszüge auf Deutsch und Niederländisch, die rappenden Politiker auf den Servern der Stadt Maastricht und des Justizministeriums:

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=544694

DA'S TOCH DOPE MAN! (Gerd Leers & HEIDEROOSJES)

http://www.maastricht.nl/maastricht/s [...] cht.client.http.GetFile?id=223003&file=dopeman.mp3

"De Don" (Piet Hein Donner, alias "De Don"):

http://www.justitie.nl/organisatie/mi [...] er/Nieuwsberichten/60225Donner_rap_drugsbeleid.asp

Rap Listeners Prone to Alcohol, Drugs, Violence; Study Raises Questions About Alcohol Industry Marketing Through Hip Hop
(Pacific Institute for Research and Evaluation, April 17, 2006)

Young people who listen to rap and hip hop music are more likely to have problems with alcohol, drugs and violence than listeners of other types of music, a new study shows. The link to these problems raises serious questions about the alcohol industry's use of rap and hip hop to market products, the study author said.

A survey of more than 1,000 community college students found that rap music was consistently associated with alcohol use, potential alcohol use disorder, illicit drug use and aggressive behavior. Alcohol and illicit drug use were also associated with listening to techno and reggae. The results were not affected by the respondents' gender or ethnicity. (Marin Institute Alcohol, 25.4.2006)

http://www.marininstitute.org/alcohol_industry/digests/archive.htm#6

http://www.prnewswire.com/cgi-bin/sto [...] =104&STORY=/www/story/04-17-2006/0004340897&EDATE=

http://www.prnewswire.com/cgi-bin/sto [...] =104&STORY=/www/story/04-17-2006/0004340897&EDATE=


Wie sich ein DEA-Agent beim Drogenkundeunterricht einmal in den Fuß schoss.

http://www.thesmokinggun.com/archive/0411061foot1.html


In wenigen Wochen beginnt die Fußball Weltmeisterschaft. Wir beenden
diese Ausgabe deshalb mit einem Sketch, den die hessische Gruppe Badesalz ( http://www.badesalz.de/ ) für dgs-info freigeschaltet hat, quasi als suchtmedizinisch orientierte Vorberichterstattung:

Zuletzt in eigener Sache: Sind Sie eigentlich schon Mitglied der DGS?

http://www.dgsuchtmedizin.de/ueber_uns/beitritt/index.html

Und die übliche Bitte: Schauen Sie doch mal in Ihr Adressbuch und empfehlen Sie diese Ausgabe Ihren Kolleginnen und Kollegen per Mausklick. Vielen Dank!

Die nächste Ausgabe erscheint Anfang zum Monatswechsel Juni/Juli.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

dgs-info, Redaktion
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dgs-info wird herausgegeben vom Vorstand der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin und erscheint alle zwei Monate. Der Bezug ist kostenlos.

Verbreitete Auflage (26.4.2006): 1872 Abonnements.

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Die Redaktion erreichen Sie über: redaktion@dgsuchtmedizin.de
Leserbriefe richten Sie bitte an: dgs-info@dgsuchtmedizin.de

Verantwortlicher Redakteur: Hans-Günter Meyer-Thompson (Hamburg). Mitarbeit an dieser Ausgabe: Colin Brewer (London), Ernst Buning (Amsterdam), Mathias Häde (JES-Bielefeld), Inge Hoehnekopp (Mannheim), Ingo-Ilja Michels (Schanghai), Robert Newman (New York), Ulrich W. Preuss (Halle/Saale), Albrecht Ulmer (Stuttgart).