dgs-info, Ausgabe 5, Januar-Februar 2006

Internetgestützter Rundbrief der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, erscheint 4.1.2006


Liebe Leserinnen und Leser,

zum Jahreswechsel konnte dgs-info das 1800. Abonnement verzeichnen. Nach einer freundlichen Erwähnung im Rundbrief der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat sich der Leserkreis noch einmal beträchtlich erweitert. Mittlerweile geht die Verbreitung weit über ärztliche Kreise hinaus, dem will dies Magazin auch 2006 Rechnung tragen.
Zuletzt haben wir die Rubrik Alkohol ausgebaut, dieses Jahr sollen psychosoziale Behandlung, Drogenberatung und die allerorten zu beobachtenden Auswirkungen gekürzter Sozialhaushalte auf die Suchthilfe genauer beobachtet werden.
Sollten Sie Anregungen, Beobachtungen oder Veröffentlichungen aus Ihrem Arbeitsumfeld haben, so wenden Sie sich gern an die Redaktion. Sollten Sie beispielsweise interne Fortbildungsmodule auch anderen Einrichtungen zur Verfügung stellen wollen, so nutzen Sie gern dgs-info. Mit Dank im Voraus!
Neue Rubriken ab dieser Ausgabe sind Stellenanzeigen und Nachrichten aus der Industrie.
Nicht verhehlen möchten wir, dass die DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin sich über jedes neue Mitglied freut. Die DGS ist offen auch für nichtärztliche Mitglieder, Näheres finden Sie unter

http://www.dgsuchtmedizin.de/ueber_uns/beitritt/index.html

Als Mitglied erhalten Sie pro Jahr kostenlos vier Ausgaben der Zeitschrift Suchttherapie und Sie können die Suchtkongresse in München, Hamburg und Berlin zu vergünstigten Bedingungen besuchen. Da zahlt sich der Jahresbeitrag schnell wieder aus.

Und nun wünschen wir ihnen viel Spaß und Nutzen beim Lesen dieses abermals umfangreichen Online-Magazins.




INHALT

DGS – DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR SUCHTMEDIZIN
DGS / AST – AntiSTigma
STELLENANZEIGEN
ARZT UND SUCHT
ARCHIDO
RECHT UND GESETZ
DROGENPOLITIK
PRÄVENTION
KONGRESSBERICHTE
BEGLEITKRANKHEITEN
SUBSTANZEN
SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG
MEDIZINISCHES CANNABIS
FORT- UND WEITERBILDUNG, KONGRESSTERMINE
INTERNATIONALES
HARM REDUCTION
INDUSTRIENACHRICHTEN
SERVICE - MATERIALIEN – LINKS – VERSCHIEDENES
IMPRESSUM

 
DGS – DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR SUCHTMEDIZIN

DGS 1

Mit über 300 Teilnehmern und Teilnehmern war der 14.Kongress der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (Berlin, 4.-6.11.05) gut besucht. Ausgewählte Vorträge finden Sie unter den Rubriken: Recht und Gesetz, Buprenorphin und Hepatitis C.

Die abstracts zu den Vorträgen.

http://www.thieme-connect.de/ejournals/toc/suchttherapie/4679/grouping/6893

Kongressbericht und Gespräch mit Dr. Jörg Gölz, Vorsitzender der DGS, im Deutschen Ärzteblatt.

DGS 2

Am 7. Dezember fand die Mitgliederversammlung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) mit den Vorstandswahlen statt. Vorsitzender ist wie
bisher Professor Dr. med. Jobst Böning, dem engeren Vorstand gehören
weiterhin Renate Walter-Hamann vom Caritasverband in Freiburg und
Dr. Thomas Redecker, Klinikleiter in Oerlinghausen für den Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe, an. Neu imVorstand ist Dr. Klaus Behrendt aus Hamburg, der die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin vertritt.
Als neues Mitglied der DHS wurde die Organisation "akzept e.V."
aufgenommen.

http://www.akzept.org/


DGS 3

Auf der DGS-Mitgliederversammlung am 5.11.2005 wurde der bisherige Vorstand entlastet und im Amt bestätigt. Der DGS-Vorsitzende Dr. Jörg Gölz dankte Dr. Rolf Peters für seine mehrjährige Vorstandstätigkeit. Neu in den Vorstand gewählt wurde Hans-Günter Meyer-Thompson.


DGS 4

Suchttherapie, Zeitschrift der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (Heft 04, Jahrgang 6, Dezember 2005), hat den Schwerpunkt „Arbeitslosigkeit und Suchtrehabilitation” - Special Issue “Unemployment and Addiction Therapy”.

http://www.thieme-connect.de/ejournals/toc/suchttherapie


DGS 5

In den zurückliegenden Ausgaben berichtete dgs-info mehrfach über die Weitergabe von Daten aus dem Substitutionsregister an die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden. Nach wiederholten Anfragen an das BfArM, an den Bundesbeauftragten für Datenschutz und zuletzt an die Drogenbeauftragte der Bundesregierung erhielt die Redaktion folgende Auskunft aus dem Bundesministerium für Gesundheit:

„Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Thematik bestätige ich, dass das Substitutions¬register im Rahmen anhängiger Ermittlungsverfahren auf der Grundlage des § 161 Strafpro¬zessordnung personenbezogene Daten an Strafverfolgungsbehörden übermittelte. Unter Würdigung aller datenschutzrechtlichen Aspekte hat das Substitutionsregister jedoch nun¬mehr seine Verwaltungspraxis geändert und wird diese Daten nicht mehr an Staatsanwalt¬schaften und Polizeibehörden weiterleiten.

Insofern hat das Anliegen der Ärzteschaft Berücksichtigung gefunden.“

dgs-info hat daraufhin nachgefragt, in welchem Umfang Auskünfte erteilt wurden, was für Ermittlungsverfahren diesen Anfragen zu Grunde lagen,
ob eine datenschutzrechtliche Überprüfung stattgefunden hat, ob nachträglich die Betroffenen, Substituierte wie behandelnde Ärztinnen und Ärzte, informiert werden und ob unter bestimmten Voraussetzungen auch zukünftig Ermittlungsbehörden Daten aus dem Substitutionsregister erhalten können. Wir werden über den Fortgang der Affäre berichten.


DGS 6

Vertragsmodell Integrierte Versorgung – auch in der Suchtmedizin? Brief der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin an die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

DGS / AST – AntiSTigma

Hintergrund der Ast-Gründung und links:

http://www.dgsuchtmedizin.de/kongress/antistigma/


Psychisch Kranke sind in Deutschland weiterhin stigmatisiert. Die Betroffenen müssen nach wie vor gravierende Nachteile befürchten, wenn sie ihre Erkrankung nicht verschweigen. Darauf hat der Ärztliche Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) am 23. November in Berlin hingewiesen (Deutsches Ärzteblatt online 24.11.05).

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=22145


Informed consent to undergo treatment for substance abuse: a recommended approach; Robert Walker M.S.W., L.C.S.W., TK Logan Ph.D., James J. Clark Ph.D. and Carl Leukefeld D.S.W.; Journal of Substance Abuse Treatment; Volume 29, Issue 4 , December 2005, Pages 241-251. Abstract.

Medical Methadone Maintenance: The Further Concealment of a Stigmatized Condition (Herman Joseph). This paper was prepared as a dissertation submitted to the Graduate Faculty in Sociology in partial fulfillment of the requirements of the degree of Doctor of Philosophy. City University of New York, 1995.

http://cdrwg.8k.com/stigma00.htm

 
STELLENANZEIGEN

Beginnend mit dieser Ausgabe bietet dgs-info einen neuen Service an: Stellenanzeigen für die Bereiche Suchtmedizin, Drogenhilfe, PSB u.a.

 
ARZT UND SUCHT

Substanzgebrauch bei jungen Ärzten und Ärztinnen. Studie der Ärztekammer Hamburg und des Universitätskrankenhauses Eppendorf.

http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1132052278.pdf

 
ARCHIDO / INDRO

Zum Jahreswechsel weist ARCHIDO auf den aktualisierten Bestand seines Archivs hin: Neuerscheinungen, Videographie, Literatur/Datenbank, ELISAD und (ab 2006) E-Publikationen.

 
RECHT UND GESETZ

Dr. Rainer Ullmann aus Hamburg schreibt:
Verfahren gegen substituierende Ärzte: Ich bekomme viele Informationen über Prozesse, Bußgelder und Regresse gegen substituierende Ärzte. Bußgelder werden verhängt, weil die Rezepte nicht mit "A" gekennzeichnet wurden, Regresse beantragt, weil außer dem Substitutionsmedikament andere Psychopharmaka (besonders Benzodiazepine) oder weil Buprenorphin oder Methaddict statt Methadonlösung verordnet wurden. In Strafverfahren werden Ärzte nach denselben gesetzlichen Regelungen wie Straßendealer strafrechtlich verfolgt, z.B. bei Mitgabe des Substitutionsmittels aus der Praxis. Besonders dramatisch ist es, wenn der Tod von Patienten den behandelnden Ärzten angelastet wird. In solchen Verfahren werden meist Rechtsmediziner als Gutachter befragt, keine substituierenden Ärzte. Diese Verfahren führen dazu, dass viele Ärzte die Substitution aufgeben. In NRW und Baden-Württemberg substituieren aktuell weniger als die Hälfte der Ärzte mit Genehmigung, in Bayern ein Viertel. Damit ist die Möglichkeit von Heroinabhängigen, sich ärztlich behandeln zu lassen, dramatisch eingeschränkt.
Akzept e.V. will diese Verfahren gegen substituierende Ärzte öffentlich
diskutieren. Ich bitte Sie deshalb, mich über solche Verfahren zu
informieren:

Rainer Ullmann, Curschmannstr. 10, 20251 Hamburg, Fax 040 - 43 80 82, e-mail r.ullmann@gmx.de

Ansprechpartner im Vorstand der DGS in Kooperation mit Dr. Rainer Ullmann und akzept e. V. ist Dr. Greif Sander, dr.sander@wahrendorff.de


Rechtslage in der substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger: Vortrag von Inge Hönekopp, Mannheim, auf dem 14.Kongress der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, Berlin, 4.-6.11.2005 (power-point-Präsentation).

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte prüft zwangsweisen Einsatz von Brechmitteln in Deutschland. Vertreterin der Bundesregierung: Verabreichung ist ungefährlich.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4982318_REF1,00.html

The European Court of Human Rights: Grand Chamber hearing 23 November 2005 at 9 a.m. in the case of Jalloh v. Germany (application no. 54810/00).

http://www.echr.coe.int/Eng/Press/2005/Nov/HearingGrandChamberJallohvGermany231105.htm


Geplatzter Deal voll strafbar. Auch ein geplatztes Rauschgiftgeschäft gilt als Drogenhandel und bleibt damit voll strafbar. Das hat der große Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe entschieden. (Az.: Bundesgerichtshof GSSt 1/05).

http://www.abendblatt.de/daten/2005/11/11/501975.html


Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht (Freiburg): Drogenkonsum und Strafverfolgungspraxis.

http://www.iuscrim.mpg.de/forsch/krim/schaefer.html

Der Deutsche Hanf Verband fordert die Veröffentlichung der abgeschlossenen Studie durch die Bundesregierung.

http://www.hanfverband.de/protestmailer/


Fahrt nach Drogenkonsum ist nicht zwangsläufig strafbar. Wer nach dem Konsum von Drogen Auto fährt, begeht nicht zwangsläufig eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat. Das geht aus einem Grundsatzbeschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor. Zwar sei laut Gesetz das Führen eines Fahrzeugs unter Drogeneinfluss strafbar, sobald die Substanz im Blut festgestellt werde. Da inzwischen aber schon geringste Mengen nachweisbar seien, müsse ausdrücklich festgestellt werden, dass die Fahrtüchtigkeit des Betroffenen beeinflusst gewesen sei (Az.: 1 Ss 189/05).

http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1156459


Alkoholabhängigkeit: Sozialversicherungsrechtlicher Schutz und Eigenverantwortung im Wandel der Zeit; Otto Ernst Krasney; SUCHT 51. Jahrgang 2005, Heft Nr. 5, Seiten 301–310

In einem Überblick wird die Entwicklung der Rechtsprechung zunächst des Reichsversicherungsamtes und später des Bundessozialgerichts zur Anerkennung der Alkoholabhängigkeit als Krankheit im Sinne des Sozialrechts – vornehmlich des Sozialversicherungsrechts – und gesetzliche Leistungsbeschränkungen bei Fällen fehlender Eigenverantwortung aufgezeigt. Abstract.

http://www.neuland.com/sucht/index.php?s=10&artikelnr=2005507

 
DROGENPOLITIK

Der frühere nordrhein-westfälische Arbeitsminister Hermann Heinemann ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Unter seiner Ägide wurde in Nordrhein-Westfalen das bundesweit beachtete Modellprojekt zum Einsatz des Substitutionsmedikaments Methadon gestartet.

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1132121494729.shtml


Sabine Bätzing (SPD) zur Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt.

http://www.bmgs.bund.de/cln_040/nn_60 [...] eilungen/Presse-BMG-4-2005/PM-14-12-05,param=.html

Lebenslauf, offiziell.

http://www.bmgs.bund.de/cln_041/nn_600110/DE/Themenschwerpunkte/Drogen-und-Sucht/baetzing.html

Sabine Bätzing, geb. 13.02.1975 in Altenkirchen, verheiratet, katholisch, wohnhaft in Altenkirchen, leidenschaftliche Nichtraucherin, „Youngster“ und Mitglied im Ältestenrat.

Koalitionsvertrag (Seite 101): „Die Drogen- und Suchtpolitik steht weiterhin auf den vier bewährten Säulen Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression. Grundlage ist der geltende Aktionsplan Drogen und Sucht. Die in der EU-Drogenstrategie 2005-2012 niedergelegten Vorgaben zur Angebots- und Nachfragereduzierung werden konsequent umgesetzt.“

http://www.spd.de/servlet/PB/show/1589444/111105_Koalitionsvertrag.pdf


EU will Altersgrenze für Alkohol anheben.

http://www.praevention.at/news/index.php/action.view/entity.detail/key.164/nav.6/view.29/level.2/


Während »Bild« Stimmung gegen EU-Pläne gegen Alkoholmissbrauch macht, haben sich Union und SPD laut »Welt« geeinigt, einen im Bundesrat gestoppten rot-grünen Gesetzentwurf zur Einschränkung der Tabakwerbung zu beerdigen.

http://www.weinportal24.info/de/verzeichnis/weininfo/wirtschaft/1076859753


Akzept e.V. wendet sich gegen Bevormundung. „Drogenabhängige müssen von dem Punkt an unterstützt werden, an dem sie sich befinden. Hilfe, die erst bei völliger Abstinenz einsetzt, kommt oft zu spät,“ sagt Christine Kluge Haberkorn, Geschäftsführerin des Bundesverbandes für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik in Berlin, im Gespräch mit TM sozial (auch als podcast runterzuladen).

http://openpr.de/news/68024.html

http://www.tm-sozial.de/aktuell/home- [...] ticle/drogenarbeit-akzeptieren-statt-ausgrenzen-1/


Berliner Drogenbericht 2005.

www.berlin.de/sengsv/drogen_und_sucht/down.html

Stimmen aus der Lokalpresse.

http://www.taz.de/pt/2005/12/13/a0213.nf/text.ges,1

http://www.welt.de/data/2005/12/13/817178.html

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.12.2005/2234561.asp


Kahlschlag in der Hamburger Drogenpolitik: Ab 2006 gibt es im Schanzenviertel keine Hilfe für Süchtige illegaler Drogen mehr. Geschlossen wird die Beratungsstelle "Schance", die als Nachfolgeprojekt der früheren Fixerstube "Fixstern" 2003 eröffnet worden war.

http://www.taz.de/pt/2005/12/15/a0266.nf/text.ges,1

Psychosoziale Beratung für Suchtkranke wird reduziert. Zum Jahresende schließt "La Strada", 2006 die "Palette" in Eimsbüttel.

http://www.taz.de/pt/2005/12/16/a0015.nf/text.ges,1

5 Standorte weniger, berichtet auch „Der Eppendorfer“.

Prävention für Kinder und Jugendliche. Hamburger Senat plant verstärkte Aufklärung und Beratung. 2006 soll unter anderem ein Zentrum für Suchtfragen im UKE gegründet werden.

http://www.abendblatt.de/daten/2005/12/21/515717.html


Land NRW kürzt Suchthilfe-Förderung um fast ein Viertel
Düsseldorf/Münster ? Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen kürzt im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Förderung für die Sucht- und Drogenhilfe um 24 - 25 Prozent. Wirksam werden die Kürzungen überwiegend zum 2. Quartal 2006. Darüber informierten sich Wolfgang Rometsch, Leiter der Koordinationsstelle Sucht (Münster, Anm. dgs-info), und Hartmuth Elsner bei einem Besuch im Ministerium für Arbeit und Soziales am 14. Dezember. Im ersten Vierteljahr werden demnach landesgeförderte Einrichtungen der Sucht- und Drogenhilfe vom Land noch auf der Basis der Ansätze dieses Jahres bezuschusst.
Im Landeshaushalt 2006 werden die Kürzungen vor allem drei Bereiche betreffen: die erweiterte Grundförderung für frauenspezifische Angebote, die Arbeit mit Migranten und die Beratung in Justizvollzugsanstalten. Die Haushaltsansätze für die Grundförderung für Sucht- und Drogenberatungen bleiben ebenso unverändert wie die erweiterte Grundförderung für die Arbeit mit Spielsüchtigen, die Förderung von Prophylaxefachkräften und die Psychosoziale Begleitbetreuung Substituierter. Allgemein strebt das Land aber auch bei den nicht von den Mittelkürzungen betroffenen Bereichen an, die Personalbesetzung zu flexibilisieren und auf diese Weise den Trägern mehr Handlungsspielraum zu geben. Kürzungen haben auch Niedrigschwelligkeitszentren und Kontaktcafés zu erwarten.
Über die kurzfristigen Etatkürzungen hinaus strebt die Landesregierung an, die Förderrichtlinien für die Sucht- und Drogenhilfe komplett zu überarbeiten und zu vereinheitlichen. Möglichst zu Beginn des Jahres 2007 sollen bereits Richtlinien in Kraft gesetzt sein, bei denen eine stärker an Fachkriterien ausgerichtete Systematik anstatt der bisherigen segmentierten und kopfbezogenen Förderung zur Anwendung kommt. Mitte nächsten Jahres soll der Reformprozess bereits auf den Weg gebracht werden, damit er rechtzeitig wirksam werden kann.
Förderbescheide für das Jahr 2006 sollen zunächst vorläufig erteilt werden. Dazu hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zugesagt, Einrichtungen noch im Dezember schriftlich über die Veränderungen zu informieren. Zudem ist ebenfalls noch für Dezember ein Erlass des Finanzministeriums angekündigt, um die Rechtssicherheit der vorläufigen Förderbescheide zu gewährleisten.

http://www.inforum-sucht.de/seiten/mainframenewsdetail.asp?ID=75

Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe Koordinationsstelle Sucht, KS-Newsletter, Dezember 2005, 3. Jahrgang / 12-2005.


Die Zahl der Drogentoten ist 2005 voraussichtlich wieder gesunken. Das ergab eine dpa-Umfrage bei Landeskriminalämtern und Innenministerien. Nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, geht die Zahl der Todesfälle durch illegale Rauschmittel damit zum vierten Mal hintereinander zurück.

Die Zahl der Drogentoten ist in diesem Jahr in Köln stark angestiegen.

http://www.ksta.de/html/artikel/1132657979293.shtml

Zahl der Drogentoten erneut gesunken. Kontinuierlicher Rückgang in Deutschland seit 2000 - Bessere Versorgung der Abhängigen in Notfällen.

http://www.welt.de/data/2006/01/04/826567.html


Das Rauchverbot an Schulen in Deutschland soll im kommenden
Jahr ausgeweitet werden. In vielen Bundesländern wird der
Zigarettenkonsum auf den Schulhöfen und in Lehrerzimmern
eingeschränkt oder ganz verboten, ergab eine Länderumfrage der
Nachrichtenagentur ddp.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=22491


Europa: EMCDDA-Jahresbericht, Einleitung und Überblick auf Deutsch.

http://annualreport.emcdda.eu.int/de/ [...] 0&CFTOKEN=73792764&jsessionid=2e30516e25fc501dde14

Deutsche Version des Jahresberichts:

http://ar2005.emcdda.eu.int/en/page094-en.html

ENCOD-Bulletin 12, Dezember 2005.

ENCOD - European Coalition for Just and Effective Drug Policies.

http://www.encod.org
http://dgsuchtmedizin.de/fix/files/ENCOD_BULLETIN12.pdf

Podcast zur Drogenproblematik anlässlich des Jahresberichts der europäischen Drogenbeobachtungsstelle (u.a. mit Günther Amendt) zum Downloaden. Diese MP3 Datei hat ca. 12 MB (ca.50 min).

http://tinyurl.com/b9nxq

 
PRÄVENTION

Bundeszentrale startet neue Anti-AIDS-Kampagne. Eine neue Offensive in der Aidsaufklärung startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im kommenden Jahr. Sie reagiert damit auf die steigenden HIV-Neuinfektionen in Deutschland und auf die wachsende Sorglosigkeit beim Schutzverhalten. Die neuen Angebote konzentrieren sich vor allem auf Print-Anzeigen, TV/Kinospots, Großplakate und das Internet. „Mit der bis 2010 vereinbarten finanziellen Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung kann die BZgA ihre Kampagne um wichtige Elemente ergänzen und damit die Schutzbotschaft breit kommunizieren“, hieß es aus der Bundeszentrale (Deutsches Ärzteblatt online, 28.12.2005).

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=22509

www.gib-aids-keine-chance.de


Neue CD-ROM "Drogen im Gehirn" wurde entwickelt, um die Art und Weise, wie Drogen in unserem Gehirn wirken, zu veranschaulichen. Die CD eignet sich für Menschen ab 15 Jahren. Für weitere Informationen stehen Ihnen das Büro für Suchtprävention der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (bfs@suchthh.de) und ginko in Mülheim (j.gass@ginko-ev.de) zur Verfügung. "Drogen im Gehirn" ist eine Initiative von prev-net, einem europäischen Netzwerk zur Förderung des Einsatzes neuer Medien in der Suchtprävention.


Standards der Alkohol-, Tabak-, Drogen- und Medikamentenprävention in deutschen Unternehmen und Verwaltungen. Expertise der DHS.

www.optiserver.de/dhs/arbeitsfelder_betrieb.html

Die DHS will dazu Ende März 2006 eine Experten-Anhörung durchführen. Sollten Sie daran Interesse haben, mailen Sie bitte Ihre Anschrift (mit Mail-Adresse) an

boguszewicz@dhs.de

 
KONGRESSBERICHTE

Suchtverwaltung oder Autonomieförderung? Therapieziele und Indikationsstellung auf dem Prüfstand. A. Uchtenhagen (Hamburger Suchttherapietage 2005).

http://www.isgf.unizh.ch/


MIT conference on The Future of the Brain (1.12.2005). Speakers include neuroscientists/biologists/chemists: Dr. Richard Axel, Dr. Sydney Brenner, Dr. Eric Kandel, Dr. Christoph Koch; Dr. James Watson; Dr. Alexander Shulgin; author Oliver Sacks; MIT President Susan Hockfield, and many others.

http://web.mit.edu/picower/events/inaugural.html


Prägend-Tagung, in Windischgarsten/Österreich,3./4. Nov. 2005: Trends und Entwicklungen in der Sucht- und Drogenproblematik.

Dr. Alfred Uhl (LBI Wien): Alkohol - Trends und Entwicklungen bezüglich Problemausmaß und gesellschaftlichen Interventionen.

Vortrag Dr. Karl-Heinz Reuband (Uni Düsseldorf): Cannabis - Problemausmaß und gesellschaftlicher Umgang im internationalen Vergleich.

Dr. Karina Weichhold (Uni Jena): Pubertät und Konsum/Missbrauch
von psychoaktiven Substanzen.

Vortrag Dr. Hubert Poppe (API Wien): Internetsucht - Epidemiologie, Ursachen, Empfehlungen für die Prävention.

http://www.praevention.at/seiten/inde [...] evel.2/?PHPSESSID=6be40b66a8198c84e7f16b35080eecff


Unter dem Titel "Brennpunkt Drogenpolitik" fand vom 26. bis 28. September 2005 im Schloss Seggau in der Südsteiermark die diesjährige Fachtagung der "Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung" statt.
Die gesamte Dokumentation zur Tagung (inklusive Downloads) finden Sie auf den Tagungs-Seiten von "VIVID", der Fachstelle für Suchtprävention in der Steiermark.

http://www.vivid.at/de/news/?news_id=285


Überleben in Drogenszenen - 10. Fachtagung zur Praxis akzeptierender Drogenarbeit 23. bis 25.11.2005 in Nürnberg. Beiträge ab Februar 06 online.
http://www.iska-nuernberg.de/ueberleben/index.htm

11.Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 18./19.11.2005.

http://www.gesundheitberlin.de/index.php4?request=themen&topic_id=648


Auf dem diesjährigen Kongress der DGPPN – Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nevenheilkunde vom 23.-26-11.05 in Berlin wurden über 70 Vorträge aus Plenarvorträgen, State-of-the-Art-Symposien und Hauptsymposien aufgezeichnet und stehen als Multimedia-DVD zur Verfügung.

http://www1.dgppn2005.de/


Fachtage des Fachverbandes Drogen und Rauschmittel (fdr) 2005:

Fachtag: "Kursveränderungen in der ambulanten Suchthilfe" - Hart am Wind am 23. November 2005 in Frankfurt.

Fachtag: "Geht nicht gibts nicht" - Impulse für Arbeits- und Beschäftigungsprojekte der Suchthilfe am 22. November 2005 in Frankfurt.

Fachtag: "Vernetzung praktisch - Menschen mit Doppeldiagnosen begleiten".

Fachtag: "Wie kommt Gender in den Mainstream?" am 09. Mai 2005 in Berlin.

2. Geraer Suchtsymposium am 31. August 2005.

http://fdr-online.info/fdr-seminare.php

 
BEGLEITKRANKHEITEN

Substance Abuse and Bipolar Disorder. Marcia L. Verduin, MD; Bryan K. Tolliver, MD, PhD; Kathleen T. Brady, MD, PhD. Medscape Psychiatry & Mental Health. 2005;10(2). This article reviews the epidemiology, etiology, course of illness, and treatment of co-occurring bipolar and substance-use disorders, highlighting areas in need of further exploration.

http://www.medscape.com/viewarticle/515954


Epidemic of tuberculosis in the former Soviet Union: Social and biological reasons. Olga S. Toungoussovaa, Gunnar Bjuneb and Dominique A. Cauganta. Tuberculosis, Volume 86, Issue 1 , January 2006, Pages 1-10 (doi:10.1016/j.tube.2005.04.001). Abstract.

Tuberkulose: Neue Kombination verkürzt Behandlungszeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hofft, die Dauer der Tuberkulosebehandlung von sechs auf vier Monate verkürzen zu können. Möglich wird dies durch eine neue Kombinationsbehandlung, die in Südafrika erfolgreich getestet wurde. Das Regime war in der Phase-II-Studie sogar dem derzeitigen Standard überlegen, wie auf der Interscience Conference on Antimicrobial Agents and Chemotherapy in Washington mitgeteilt wurde (Deutsches Ärzteblatt online, 19.12.2005).

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=22426

Pressemitteilung der WHO.

http://www.who.int/tdr/diseases/tb/press_release_051216.htm

Progress-Report der TDR.

http://www.who.int/tdr/publications/publications/pdf/pr17/tuberculosis.pdf


BKK Gesundheitsreport 2005 "Krankheitsentwicklungen - Blickpunkt: Psychische Gesundheit", 29. Jahresband: Im aktuellen Bericht liegt das besondere Augenmerk auf psychischen Erkrankungen, denen mittlerweile im Krankheitsgeschehen eine herausgehobene Bedeutung zukommt. So stellen sie die einzige Krankheitsart dar, bei der seit Anfang der neunziger Jahre eine Zunahme der AU-Tage (nämlich um + 28 %) zu verzeichnen war. Damit sind psychische Störungen mittlerweile die viertwichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit - bei Frauen nehmen sie sogar den dritten Rang ein. Detaillierte Informationen über das psychische Erkrankungsgeschehen werden in den verschiedenen Kapiteln dieses Berichts ausführlich dargestellt und in Spezialbeiträgen vertieft. Dabei werden erstmals in der Berichtsreihe neben AU- und Krankenhausdaten auch Arzneimittelverordnungen von Antidepressiva zur Analyse herangezogen.

http://www.bkk.de/bkk/powerslave,id,855,nodeid,.html


USA: Paracetamol häufigste Ursache für akutes Leberversagen – Schwellenwert bereits bei 7,5 Gramm? Etwa die Hälfte der Intoxikationen sind dabei die Folge einer unbeabsichtigten Überdosierung des frei verkäuflichen Schmerzmittels. US-Mediziner fordern deshalb in Hepatology (2005; 42: 1364-1372) bessere Warnhinweise für die Verbraucher und kleinere Packungsgrößen, die in Großbritannien bereits Wirkung gezeigt haben (Deutsches Ärzteblatt online 30.11.2005).

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=22206

PDF der Studie

http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/112161379/PDFSTART

Pressemitteilung von Hepatology

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2005-11/jws-iro112905.php

Acute Liver Failure Study Group

http://www8.utsouthwestern.edu/utsw/cda/dept25203/files/89624.html


WUNDBOTULISMUS NRW 2005

Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW, Standort Münster. Rundschreiben mit dem Stand vom 15.12.06.

EUROSURVEILLANCE mit Querverweisen auf Veröffentlichungen des RKI – Robert Koch Institut (Eurosurveillance weekly releases 2005 > Volume 10 / Issue 12).

http://www.eurosurveillance.org/ew/2005/051215.asp#4



HIV

Deutscher Teil der europaweiten Untersuchung „Living with the Daily Dose: comparing national policies and pratices to improve access and adherence of HIV-infected drug users to antiretroviral treatment” (A.Leicht / Berlin; H.Stoever / Bremen). Das Ziel der Studie ist es, „Best Practice“ – Modelle zu identifizieren und Empfehlungen für einen verbesserten Zugang und Förderung der Adhärenz von DrogengebraucherInnen in der antiretroviralen Therapie zu formulieren.

RKI – Robert-Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin 47 / 2005 zum Welt-AIDS-Tag 2005. Stand und Entwicklung der HIV-Epidemie in Deutschland. Zur Situation in Deutschland – Eckdaten. Zur Situation weltweit – Eckdaten.

http://www.rki.de/cln_011/nn_226734/D [...] ekt/EpidBull/Archiv/2005/2005__node.html__nnn=true

GENF. Die Weltgesundheitsorganisation hat im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember einen umfangreichen Status-Bericht zur Aids-Epidemie vorgelegt. Nicht erwähnt wird das bisherige Leitprogramm der WHO „3 in 5“, dessen Scheitern der Leiter des Programms, Jim Yong-Kim, jetzt bekannt gab. (Deutsches Ärzteblatt online, 28.11.05)

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=22177

3 in 5 der WHO.

http://www.who.int/3by5/en/

Welt-Aidstag: Auf den Seiten von UNAIDS ist ein AIDS epidemic update Dezember 2005 online erhältlich.

http://www.unaids.org/epi2005/doc/report_pdf.html

Pressemitteilung des Landesverbands JES – Junkies-Ehemalige-Substituierte Nordrhein-Westfalen zum Welt-Aids-Tag am 01. Dezember 2005.

HIV-Medikamente und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen. Übersichtsartikel mit Auflistung im hiv-net 2005.

http://hiv.net/2010/inter.htm

Interaktionshotline des Hamburger IfI – Institut für Infektiologie.

www.ifi-interaktions-hotline.de

Laufend aktualisierte online-data-base von HIV InSite (UCSF, USA) mit Auflistung der Interaktionen von Methadon und Buprenorphin mit HIV-Medikamenten.

http://hivinsite.ucsf.edu/InSite?page=ar-00-02


Clinical Management of Depression and Anxiety in HIV-Infected Adults; Sanjay Basu; Lydia A Chwastiak; R Douglas Bruce; AIDS. 2005;19(18):2057-2067.

http://www.medscape.com/viewarticle/517764


Effectiveness of substitution maintenance in hiv prevention reaffirmed by an extensive review paper published in Int J Drug Policy (16S(2005) S67-S75 by Michael Farrell and colleagues. Highlights of conclusions: "There is evidence that MMT is associated with a significant decrease in inejcting drug use and sharing of injecting equipment . . . [T]here is strong evidence that substitution treatment with either methadone or buprenorphine suppresses illicit opioid use. There is also evidence that substitution treatment for HIV-positive IDUs is associated with better compliance with anti-retroviral treatment and improved health otucomes." Those who continue to insist that methadone has been discredited in "the western world" should note that the authors refer to "over half a million people in receipt of methadone maintenance and it is estimated that this number will double in the coming decade." (R. Newman, New York, OpiateAddictionRx)


Die 3. Ausgabe des Retrovirus-Bulletins 2005, herausgegeben vom Institut für Klinische und Molekulare Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg, ist gerade erschienen.

http://hiv.net/2010/news2005/n1230.htm




HEPATITIS

Hepatitis C bei Suchtpatienten mit Substitution - Interdisziplinäre Therapie: Überschaubare Risiken, verbesserte Heilungschancen. HCV-Symposium von Hoffmann-La Roche auf dem DGS-Jahreskongress in Berlin (November 2005). Benutzername roche, Passwort roche (CME-Punkte ? zertifizierte Fortbildung).

http://www.hepatitis-care.de/content/ [...] /literatur/Literatur_pegIFNalfa2a/DGS05/DGS_05.htm

http://www.hepatitis-care.de/content/aerzte/login/index.htm


Verkürzte Therapiedauer bei chronischer Hepatitis C. Bei Superrespondern mit Genotyp-1-Infektion reicht 24-Wochen-Therapie. Bei Genotyp 2 und 3 bald nur noch 12 bis 14 Wochen Therapie? Ärzte Zeitung, 09.12.2005.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/12/09/223a0402.asp?


Treatment of Hepatitis B Virus Infection: More Drugs, More Choices - It's Getting Complicated (Heiner Wedemeyer, MD, PD). This report briefly reviews some of the studies presented during this year's meeting of the American Association for the Study of Liver Diseases (AASLD) that may help address some of these questions.

http://www.medscape.com/viewprogram/4734_pnt


56th Annual Meeting of the American Association for the Study of Liver Diseases November 11 - 15, 2005, San Francisco, California.

http://www.medscape.com/viewprogram/4734_pnt


Gastroenterology Expert Column - Noninvasive Diagnosis of Liver Fibrosis in Patients With Chronic Hepatitis C. The prognosis and management of chronic liver diseases greatly depends on the degree and progression of liver fibrosis. Until recently, liver biopsy was the only way to evaluate fibrosis in the liver.

http://www.medscape.com/viewarticle/516246?src=sr


Patienten mit chronischer Hepatitis C, die zunächst erfolglos mit pegyliertem Interferon (peg-IFN) alfa -2b behandelt wurden, profitieren von einem zweiten Zyklus mit peg-IFN alfa-2a. Dies deuten die Ergebnisse einer Studie an, die Privatdozent Thomas Berg von der Charité Berlin gemacht hat (Ärzte Zeitung, 15.12.2005).

http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/12/15/227a1803.asp


MEDICAL MANAGEMENT OF HIV&HEPATITIS C VIRUS COINFECTION IN INJECTION DRUG USERS. Clinical Infectious Diseases 1 July 2005, Volume 41, Supplement 1.

http://www.journals.uchicago.edu/CID/journal/contents/v41nS1.html


Ausgewählte abstracts aus dem online-Dienst AMEDEO.

 
SUBSTANZEN

LSD - Sorgenkind und Wunderdroge: Internationales Symposium (Basel, 13. - 15. Januar 2006) zum 100. Geburtstag von Albert Hofmann, der auf dem Kongress persönlich über seine Entdeckung berichten wird. Infos und Anmeldung:

http://www.lsd.info/symposium/lsd

Engl. Text von A.Hoffmann über die LSD-Entdeckung.

www.drogeninfo.de/files/ahofmann.zip


Die DHS gibt, gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung, mehrere Schriftenreihen heraus. Das ist zunächst die
Reihe "Faltblätter zu Stoffen", dann gibt es dazu jeweils eine
Basisinformation, in der umfangreicher über diese Stoffe geschrieben
wird und zusätzlich die "Suchtmedizinische Reihe", die für
Professionelle gedacht ist.
In der Reihe Basisinformationen erschien neu die Broschüre
"Medikamente", die DHS-Mitarbeiterin Karin Mohn geschrieben hat.

www.optiserver.de/dhs/veroeffentlichungen_broschueren.html


Großbritannien stuft Ketamin als Droge ein.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=22531

Vom "König aller Drogen" und anderen Heilpflanzen - Heilpflanzen-Buch eines französischen Pharmazeuten mit kunstvollen Fotos. "König aller Drogen" nennt der französische Pharmazeut und Botaniker Jean-Marie Pelt den Mohn: "Noch bevor man wusste, wie Krankheiten wirksam zu heilen sind, kannte man seine Fähigkeit, Schmerzen zu lindern. Die Kunst, Leiden zu mildern, war zweifellos der erste Sieg der Medizin - und dieser ist dem Mohn zu verdanken, der zur Recht als König aller Drogen bezeichnet werden kann", schreibt Pelt in seinem Buch "Die Geheimnisse der Heilpflanzen", das auf Deutsch im Knesebeck Verlag, München, erschienen ist.
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/12/20/230a1905.asp?cat=/magazin


ALKOHOL

Fachpresseschau, zusammengestellt und kommentiert von PD Dr.Ulrich W. Preuss (Greifswald): Veröffentlichungen zu Grundlagen, Prävention, Diagnostik, Praxis, Epidemiologie, Kommentar, Übersicht und Therapie.

Qualifizierter Entzug bei Alkoholabhängigen in internistischen Abteilungen – notwendiges Angebot vor dem Aus? G. Poppele, D. R. Schwoon, E. Maylath, Petra Schulz; Hamburger Ärzteblatt, Dezember 2005, S.590-592.

Elders With Alcohol Dependence Receive Less The 2nd Conference of INEBRIA (International Network on Brief Interventions for Alcohol Problems) held in Munster, from the 15th and 16th September 2005, and was co-sponsored by the World Health Organitzation and the Health Departament of the Government of Catalonia. Tagungsbeiträge und Poster.

http://www.inebria.net/Du14/html/en/dir1338/doc10592.html


Advances in alcoholism research in Germany. Schmidt LG, Bleich S, Boening J, Buehringer G, Kornhuber J, Weijers HG, Wiesbeck GA, Wolfgramm J, Havemann-Reinecke U. Alcohol Clin Exp Res. 2005 Jul;29(7):1282-7.

http://www.dg-sucht.de/archiv/paper_advances_alcohol_research.pdf


Konsumkontrolle statt Verzicht auf Alkohol. «Wer einmal vom Alkohol abhängig war, muss fortan abstinent leben», so lautete während Jahrzehnten der Tenor in der Selbsthilfe- und Therapielandschaft. In den letzten Jahren wurden in der Schweiz nun aber mehr und mehr Kurse in «Kontrolliertem Trinken» angeboten. Konsumkontrolle statt Verzicht - kann das gut gehen? Und für wen eignen sich solche Therapieansätze?

http://www.sfa-ispa.ch/CMS/Sommaire.php?IDpub=389&langue=D


Krebs und Alkohol lautet das Thema des Newsletter Prävention Nr. 7 der Deutschen Krebsgesellschaft (Alkoholkonsum und Krebs bei Frauen; Interview mit Prof. Dr. H.K. Seitz, Ärztlicher Direktor Krankenhaus Salem, Heidelberg und Präsident der europäischen Gesellschaft für Biomedizinische Alkoholforschung; Neues Risikogen für alkoholassoziierte Krebserkrankungen; French Paradox - Gesundheitsförderung durch Alkohol?; Alko-Pops und neue Biersorten; Forderungen der Deutschen Krebsgesellschaft (Download am unteren Bildrand).

www.krebsgesellschaft.de/wub_praeventions_newsletter,7061.html


Alcohol and Health: Current Evidence (November-December 2005, -> past issues).

Alcohol and Health Outcomes:
The Perils of Weekend and Holiday Partying
Cannabinoids, GABA-Benzodiazepine Receptors, and Alcoholism
Alcohol’s Role in Fall-Related Injuries in Younger and Older Adults
Abstainers and Coronary Heart Disease: Are Unknown Risk Factors to Blame?
Does Drinking Affect Pneumoconiosis?
Alcohol Use and Subclinical Carotid Atherosclerosis

Interventions:
The Cost-Effectiveness of Alcohol Interventions
Can Folate Block Some of Alcohol’s Potential Harms?
Predicting Alcohol Withdrawal in Medical Inpatients
Written Advice for Emergency Care Patients: Does It Work?

Special Populations:
Aftercare

http://www.alcoholandhealth.org


Lowering the drinking age causes a dramatic increase in alcohol-related car crashes among young people, according to a new study based on data from New Zealand, where the government dropped the drinking age to 18 six years ago.

http://www.jointogether.org/y/0,2521,578654,00.html?U=164137

http://www.ascribe.org/cgi-bin/behold [...] 51128.082640&time=09%2024%20PST&year=2005&public=1


Jugendliche trinken mehr Alkohol. Während in der Gesamtbevölkerung der Pro-Kopf-Verbrauch von Alkohol in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, nahm der Konsum von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen deutlich zu. Das erklärte die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) am 17. November in Berlin.
Nach Angaben der Fachgesellschaft nehmen 12- bis 25-Jährige pro Woche durchschnittlich etwa 69 Gramm reinen Alkohol zu sich. Das entspricht einer Menge von knapp 3,5 Litern Bier. Im Jahr 2001 seien es noch 54 Gramm gewesen. 34 Prozent hätten Umfragen zufolge in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal fünf oder mehr alkoholische Getränke hintereinander konsumiert. Dementsprechend hätten knapp 40 Prozent in den letzten zwölf Monaten ein- oder mehrmals einen Alkoholrausch. Das Durchschnittsalter für den ersten Rausch liege mittlerweile bei 15,5 Jahren.

http://www.dgppn.de


Leipzig. Eine besorgniserregende Zunahme des Konsums hochprozentiger alkoholischer Getränke unter Kindern und Jugendlichen konstatiert der „Suchtreport 2005“ der Stadt Leipzig.

http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/sci_pol/download/suchtbericht-leipzig-2005.pdf

Aus Leipzig stammt eine der meist besuchten Suchtpräventions-Internetseiten. Mehr als 805 000 Zugriffe verzeichnete die „Drugscouts“-Seite im Jahr 2004. Initiiert wurde sie vom Verein „Suchtzentrum Leipzig“.

http://www.drugscouts.de


The report, "Youth drinking rates and problems: A comparison of European countries and the United States," is available in PDF format online.

http://www.pire.org/newsroom/Euroyouth.pdf


Fachtagung Alkohol im Alter (Schweiz). Referat von Dr. Richard Müller (ehemaliger Direktor der SFA – Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) (pdf, 33S., 714kb).

http://www.bernergesundheit.ch/dt/angebot/agenda2.shtml


Früherfassung - Frühintervention (Sekundäre Prävention bei Alkoholproblemen); A. Uchtenhagen / Mai 05.

http://www.isgf.unizh.ch/


„Arbeiter meide den Alkohol!“, hieß es früher. Heutzutage lautet der Weihnachtsaufruf: „Firmen, verschenkt keinen Alkohol!“.

http://www.lbk-hh.de/html/presse/pressemit/index_1922.php



AMPHETAMINE

A new study led by researchers at UCLA's Semel Institute suggests the antidepressant bupropion may help treat methamphetamine addiction. No medications presently are approved for treating methamphetamine addicts.

http://newsroom.ucla.edu/page.asp?RelNum=6648&menu=fullsearchresults


A Popular Treatment for Nicotine Addiction Can Also Cut Cravings
Among Crystal Meth Addicts, a US Study Suggests.

http://www.mapinc.org/drugnews/v05/n1899/a06.html


Gespräch mit Ann und Sasha Shulgin (mp3).

http://www.drugpolicy.org/docUploads/dpaChat_Shulgins_022205.mp3


Macht Ecstasy das Gehirn weich? Welche Schäden Spaßdrogen anrichten
können, hat Jörg Berger, 21, erfahren. Sein Abi schaffte der Hamburger
Partygänger und Pillenwerfer noch mit links. Aber dann trat sein
Gedächtnis in den Dauerstreik.

http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,387649,00.html


Die Partydroge Ecstasy durchbricht den Schutzwall des Gehirns und macht es damit verwundbar etwa gegenüber Viren und anderen Erreger. Das hat ein Forscherteam um Bryan Yamamoto von der Boston University in einer Studie an Ratten nachgewiesen.

http://www.wissenschaft.de/wissen/news/259263.html

http://www.newscientist.com/channel/health/dn8314


CANNABIS

Evidenzbasierte Behandlung der Cannabisabhängigkeit - Evidenz-based treatment of cannabis-dependence; Bonnet, Udo; Scherbaum, Norbert; Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 48 vom 02.12.2005, Seite A-3334.

http://aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=49345


Cannabis intoxication and fatal road crashes in France: population based case-control study; Bernard Laumon, Blandine Gadegbeku, Jean-Louis Martin, Marie-Berthe Biecheler, and the SAM Group; BMJ 2005 331: 0.

http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/full/331/7529/1371

Kommentar und Auszug aus einem Leserbrief von F.Grotenhermen (IACM) an bmj – british medical journal.

R.Thomasius: Haschisch und Zentrales Nervensystem. Die Rate komorbider Störungen liegt bei Cannabisabhängigen insgesamt bei etwa 70%.

http://www.medreports.de/medpdf05/mreport37_05.pdf


Der Deutsche Hanf Verband äußert Bedenken gegen die Erteilung eines Gutachtenauftrages des Gesundheitsministeriums an Prof. R. Thomasius zum Thema Cannabis.

http://www.hanfverband.de/start.php


Mindzone, ein Projekt des Landescaritasverbandes Bayern e.V. hat eine
neue bayernweite Präventionskampagne zu Cannabis gestartet. Anhand von speziellen Mitmach-Aktionen sollen sich Jugendliche mit dem Thema Cannabis kritisch auseinander setzen und ein Problembewusstsein entwickeln (mit online Kiffertest).

www.weiterstattbreiter.info


"Cannabis – ein Problem?" heißt eine Fachtagung, die die Drogenberatung Bielefeld in Kooperation mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe am 25. Januar 2006 anbietet. Inhalt der Veranstaltung wird es sein, auf der Basis der aktuellen Datenlage zu überprüfen, ob die zwischen Hysterie und Verharmlosung schwankende Medienberichterstattung den Tatsachen entspricht. Präsentiert werden Nutzungsdaten, Informationen zu psychischen Störungen durch Cannabis-Konsum, Forschungserkenntnisse für die Praxis und neue Ansätze, um Jugendlichen den Zugang zum Beratungsnetz zu erleichtern. Anmeldungen bis zum 16. 1.2006 an die Ärztekammer Westfalen-Lippe, Abteilung Qualitätssicherung, Referat "Sucht und Drogen", Gartenstraße 210 – 214, 48147 Münster, Tel.: 0251 929-2641, Fax: 0251 929-2649 bksucht@aekwl.de
Die Veranstaltungsankündigung finden Sie auch als PDF-Datei im Internet.
http://www.aekwl.de/public/sucht-drogen/download/pdf/flyer_cannabis_25_1_2006.pdf

KOKAIN

Flusswasser-Studie - Deutsche koksen ungeahnte Mengen. Erstmals haben Forscher das Wasser deutscher Flüsse in einer umfangreichen Studie auf Kokainspuren untersucht. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Deutschen weit mehr Kokain konsumieren als bisher vermutet - allein am Rhein jährlich im Wert von 1,6 Milliarden Euro.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-383687,00.html

"Kokain, auch du bist Deutschland" - Der Financial Times Deutschland Autor fühlte sich irgendwie angesprochen.

http://www.ftd.de/me/tl/29905.html?nv=cd-rss

Zum Nachtisch Kokain - In Großbritannien werden harte Drogen gesellschaftsfähig.

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/23.11.2005/2191841.asp

Europäer koksen immer mehr.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,386737,00.html


NIKOTIN

Tobacco Industry Influence on Science and Scientists in Germany. Thilo Grüning, Anna B Gilmore, Martin McKee. American Journal of Public Health, 10.2105/AJPH.2004.061507.

The extent of tobacco industry influence over the scientific establishment in Germany is profound. The industry introduced serious bias that probably influenced scientific and public opinion in Germany. This influence likely undermined efforts to control tobacco use.

http://www.ajph.org/cgi/content/abstract/AJPH.2004.061507v1


Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat als erste Forschungseinrichtung Deutschlands einen Ethischen Kodex zur Ablehnung von Tabakindustriegeldern verabschiedet. Stiftungsvorstand und wissenschaftlicher Rat haben einstimmig entschieden, dass das Zentrum und seine Mitarbeiter jegliche finanziellen Mittel der Tabakindustrie für Forschungsförderung, Gutachterhonorare, Vortragshonorare, Reisekosten, Wissenschafts- und andere Preise ablehnen. Ferner wird die Mitwirkung an Veranstaltungen der Tabakindustrie oder Dritter, die von der Tabakindustrie maßgeblich gesponsert werden, ebenso abgelehnt.

http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/dkfz_pm_05_64.php


Italy’s ban on smoking in public places has led to 8% drop in consumption (R. Dobson. BMJ, November 19, 2005; 331(7526): 1159 – 1159).

http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/full/331/7526/1159-a/DC1


Early Study Finds Nicotine Vaccine Helps Smokers Abstain.

http://www.medscape.com/viewarticle/518236


Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen. Deutsches Krebsforschungszentrum stellt neue Studie vor.

http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/download/Passivrauchen_Band_5.pdf

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,389121,00.html


Informationen für Ärzte zum Rauchen und zur Tabakentwöhnung.

http://www.bundesaerztekammer.de/30/Praevention/05Weltnichtrauchertag/index.html

Eine Seite für Jungendliche und junge Erwachsene: Just be smokefree.

http://www.ift-nord.de/ift/jbsf/


Ärzte fordern Gesetze gegen Tabakkonsum. Arzneimittelkommission und Bundesärztekammer (BÄK) haben die Bundesregierung aufgefordert, mit der Tabakindustrie zu brechen.
"Jährlich über 3300 Todesfälle sowie vielfacher 'Plötzlicher Kindstod' in Folge von Passivrauchen allein in Deutschland sind das erschreckende Ergebnis tatenloser Politik", heißt es dazu in einer Erklärung der BÄK.
Statt ein konsequentes Rauchverbot in Schulen, Krankenhäusern, Gastwirtschaften und generell am Arbeitsplatz durchzusetzen, bleibe die Regierung Schulter an Schulter mit der Zigarettenindustrie.
Gelegentliche Aufklärungskampagnen und wiederholte Appelle zur Prävention seien ohne Bedeutung, wenn die Regierung andererseits gegen ein europäisches Tabakwerbeverbot zu Felde ziehe (Ärzte Zeitung, 13.12.2005).

http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/12/13/225a0604.asp?cat=/medizin/rauchen


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ab sofort keine Raucher mehr ein. Wer in seiner Bewerbung angebe, Raucher zu sein und nach seiner Einstellung bei der WHO weiterrauchen zu wollen, werde nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen, sagte WHO-Sprecher Ian Simpson am 1. Dezember in Genf. Wer nach seiner Einstellung wieder mit dem Rauchen beginne, werde entlassen. "Für uns ist das eine Frage des Prinzips", sagte Simpson. „Die WHO führt eine Kampagne gegen den Tabak und die Tabakindustrie.“ Deshalb stehe die Glaubwürdigkeit der Organisation auf dem Spiel.

Auf den Bewerbungsformularen der WHO steht jetzt: "Die WHO ist eine Nichtrauchereinrichtung. Sie rekrutiert daher keine Tabakkonsumenten." Simpson betonte, Altverträge seien von den neuen Richtlinien nicht betroffen. Rauchenden Mitarbeitern werde vielmehr Hilfe beim Entzug angeboten. Die WHO habe die Aufgabe übernommen, den im Februar in Kraft getretenen internationalen Anti-Tabakvertrag umzusetzen. Die Einstellungspolitik sei daher nicht diskriminierend (Deutsches Ärzteblatt online, 2.12.2005).


OPIATE / OPIOIDE

Genetik. Evolution mit Drogen? Ein Unterschied zum Schimpansen: eine DNA-Sequenz, die Schmerz und Gedächtnis regelt. Hat der Umgang mit Schmerzmitteln oder gar mit Drogen die Evolution des Menschen geprägt? Eine soeben in der Public Library of Science (PLoS) erschienene Arbeit enthält diese faszinierende Spekulation. "Seit Jahrtausenden verwenden Menschen Opiate, um ihr Bewusstsein zu ändern und Schmerz zu lindern", heißt es: "Unsere Daten deuten darauf hin, dass in der Evolution unserer Art Veränderungen in der Produktion eines endogenen Opioid-Vorläufers stattfanden, und dass diese Veränderungen durch natürliche Selektion getrieben wurden."

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=h&ressort=ws&id=520285

Ancient and Recent Positive Selection Transformed Opioid cis-Regulation in Humans. Rockman MV, Hahn MW, Soranzo N, Zimprich F, Goldstein DB, et al. (2005) Ancient and Recent Positive Selection Transformed Opioid cis-Regulation in Humans. PLoS Biol 3(12): e387.

http://biology.plosjournals.org/perls [...] -document&doi=10%2E1371%2Fjournal%2Epbio%2E0030387


User perceptions of occasional and controlled heroin use, While it is recognised that heroin is a dangerous drug causing considerable damage to individuals and communities, there are some people who appear to be able to control their use of the drug. A study, by the Institute for Criminal Policy Research, King’s College London, focused on a population of non-dependent and controlled dependent heroin users who saw their use as relatively problem-free.

http://www.jrf.org.uk/knowledge/findings/socialpolicy/0695.a

 
SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG

Behandlung und Betreuung von drogenabhängigen Schwangeren in Berlin.

http://www.aerztekammer-berlin.de/30_Qualitaetssicherung/20_Clearingst/50_DrogenSchwangersch.html


Befragung zum Spritzen von Substitutionsmitteln, durchgeführt von Fixpunkt - Verein für suchtbegleitende Hilfen e. V.
Auswertung und Bericht: Astrid Leicht. Berlin, 2005.

http://www.fixpunkt.org


Substitutionsbehandlung im Strafvollzug. Das europäische Netzwerk der Drogendienste in Haftanstalten hat eine umfassende Studie über Politik und Praktiken der Substitutionsbehandlung im Strafvollzug in 18 europäischen Ländern - den 15 alten EU-Mitgliedsstaaten sowie Polen, Slowenien und Tschechien - herausgegeben. Die zentrale Fragestellung, die auf insgesamt 530 Seiten eingehend beleuchtet wird, bezieht sich auf das Angebot von Substitutionsbehandlungen für Straftäter im Gefängnis im Vergleich zu den jeweiligen Behandlungsangeboten außerhalb von Haftanstalten. In vielen europäischen Ländern ist der Zugang zu Substitutionsprogrammen beispielsweise mit Methadon oder Buprenorphin für Gefängnisinsassen stärker limitiert als für opiatabhängige Personen in Städten und Gemeinden. Selbst in Ländern mit hohen Zahlen von Substitutionsbehandlungen (wie in den Niederlanden oder Deutschland) geht deren Zahl bei Haftantritt dramatisch zurück.
Substitutionsbehandlungen können Risiken für drogenabhängige
Inhaftierte in unterschiedlicher Hinsicht verringern. Studien zur
Bedeutung von Substitutionsbehandlungen im Vollzug haben u.a. gezeigt, dass Patienten ihren Heroingebrauch, Injektionen und die gemeinsame Benutzung von Spritzen und Nadeln reduzieren, weniger in Drogenhandel im Gefängnis verwickelt sind und in geringerem Maße unmittelbar nach Haftentlassung versterben.
Substitutionsprogramme im Strafvollzug können zudem zur Teilnahme an einer weiterführenden Drogenbehandlung nach der Haftentlassung und bei Drogendelikten zu entscheidender Haftminderung führen.
Der nun veröffentlichte Untersuchungsbericht beinhaltet
Länderberichte, Studienergebnisse und Empfehlungen. Sie können den
Bericht kostenfrei herunterladen unter

http://www.endipp.net

-> research reports. Der Bericht in englischer Sprache umfasst 518 Seiten.


Methadone-Buprenorphine Comparison. Am J Psych 2005; 162:340-349. Conclusion: "Methadone-treated subjects [dose 65-85mg/day] remained in treatment significantly longer and achieved significantly longer periods of sustained abstinence and a greater proportion of drug-free tests" compared to buprenorphine recipients (12-16mg/day). "Contingency management" was also studied, and "no significant differences between groups [receiving and not receiving contingency management were found] during the entire 24-week study.

http://www.opiateaddictionrx.info/whatsnew.asp?id=966


Bundesärztekammer (Substitutionsrichtlinien, Qualitätskontrolle u.a.).

http://www.bundesaerztekammer.de/30/Praevention/20Sucht/65Opiat/index.html


BUPRENORPHIN

Review on buprenorphine published by the emcdda.

http://issues05.emcdda.eu.int/en/page031-en.html


Amass L., Studien und praktische Erfahrungen mit der Kombination
Buprenorphin plus Naloxon in den USA. Power-Point-Präsentation auf dem 14.Jahreskongress der DGS.

http://dgsuchtmedizin.de/text.10/index.html


Das Opioid-Analgetikum Buprenorphin gibt es bereits seit den 70er Jahren. Ein neues Lehrbuch faßt nun die Pharmakologie dieser Substanz und deren klinischen Anwendungsgebiete auf der Grundlage neuerer Erkenntnisse zusammen: Budd, Keith; Raffa, Robert (Hrsg.): "Buprenorphine - The Unique Opioid Analgesic". Pharmacology and Clinical Application, Thieme, Stuttgart, 2005, 160 Seiten, 23 Abb., 39.95 Euro, ISBN 3-13-134211-0 (GTV) / ISBN 1-58890-432-6-(TNY).


Datenbank zu Buprenorphin bei Reckit Benckiser (Subutex-Hersteller).

http://www.coretext.org/search_db.asp


GROWING BLACK MARKET FOR BUPRENORPHINE in Countries Lacking Substitution Treatment.

http://www.opiateaddictionrx.info/whatsnew.asp?id=960


Drogenersatzstoff geschmuggelt – größte Sicherstellung von Subutextabletten in Süddeutschland.

DIAMORPHIN

Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger.

http://www.heroinstudie.de/

Die Zulassung von Heroin als Arzneimittel bis Mitte nächsten Jahres gilt nach ersten Ergebnissen eines bundesweiten Modellprojekts, an dem sich auch die Stadt Frankfurt beteiligt, als wahrscheinlich.

Die heroingestützte Behandlung (HeGeBe) im Jahre 2004: Publikation des Bundesamtes für Gesundheit (BAG, Schweiz). Der Jahresbericht gibt Auskunft über die wichtigsten Ergebnisse der Behandlung und die durch das BAG gesetzten Schwerpunkte.

http://www.suchtundaids.bag.admin.ch/ [...] doku/downloads/index.html?language=de&schriftgrad=


Heroin Study Struggles for Test Subjects. On Vancouver's skid row, one of the most heroin-addicted neighborhoods in Canada, researchers offering a free prescription version of the drug have been struggling to find test subjects.

http://www.mapinc.org/drugnews/v05/n1798/a07.html


Development of pharmaceutical heroin preparations for medical co-prescription to opioid dependent patients; Marjolein G. Klousa, Wim Van den Brink, Jan M. Van Reeb and Jos H. Beijnena; doi:10.1016/j.drugalcdep.2005.04.008 (abstract).

Heroin maintenance treatment for chronic heroin-dependent individuals: A Cochrane systematic review of effectiveness. Journal of Substance Abuse Treatment, Volume 30, Issue 1, Pages 63-72; M. Ferri, M. Davoli, C. Perucci (abstract).

http://www.journals.elsevierhealth.com/periodicals/sat/article/PIIS0740547205001984/abstract


METHADON

Patterns of heroin, cocaine, and alcohol abuse during long-term methadone maintenance treatment. Anja Dobler-Mikola Ph.D., Josef Hättenschwiler M.D., Daniel Meili M.D., Thilo Becka, Edi Bönia and Jiri Modestin M.D.; Journal of Substance Abuse Treatment, Volume 29, Issue 4 , December 2005, Pages 259-265.

www.arud.ch/forschung/publikationen/Patterns_of_heroin_2005_29.pdf


Benefits and costs of methadone treatment: results from a lifetime simulation model. Zarkin GA, Dunlap LJ, Hicks KA, Mamo D.; Health Econ. 2005 Nov; 14(11):1133-50 (abstract).

Angemessenheit der Methadon-Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigkeit – Evaluation durch ein Expert/inn/en-Panel. John-Paul Vader, Robert Hämmig, Jacques Besson, Christopher Eastus, Christina Eggenberger, Bernard Burnand.

www.suchtundaids.bag.admin.ch/imperia/md/content/drogen/substitution/5.pdf


"Methadon und dosisabhängiges Risiko von Kammertachykardien und QT-Verlängerung", deutschsprachige Fassung.

http://www.arud.ch/fachbeitraege/substitution/SAEZ2004_03_methadon.pdf

Methadone-induced Torsade de pointes tachycardias; Christian Sticherlinga, Beat A. Schaera, Peter Ammannb, Micha Maederb, Stefan Osswalda; SWISS MED WKLY 2005;135:282–285.

http://www.smw.ch/pdf200x/2005/19/smw-10939.pdf


RETARDIERTE MORPHINE / SUBSTITOL

In Österreich haben langwirksame Morphine (Retardzubereitungen) Methadon und Subutex den Rang abgelaufen. In Wien wurden 2005 im ersten Halbjahr 3000 Patienten mit retardiertem Morphin substituiert, gerade 1500 mit D-L-Methadon und knapp 1000 mit Subutex (Quelle: Fonds Soziales Wien/Stabsstelle Dokumentation (Hrsg.), (2005). Dokumentation Aktuell, Nr. 19, Juni 2005, S. 9.). Jüngste Fachveröffentlichungen zeigen, dass klinisch-pharmakologische Beobachtungen in vielen Fällen die Wahl von Morphinen geeigneter erscheinen lassen im Vergleich mit den in Deutschland zugelassenen Substanzen (Abstract).

In einer power-point-Präsentation zeigt die Wiener Kollegin, Frau Dr. Kristina Lion, was für Vor- und Nachteile die drei Substitutionsmedikamente aufweisen (Report on Addiction Treatment: Experience of a Viennese GP).

http://seminar.osf.sk/docs/klion-present.ppt


Der Hersteller, Mundipharma Österreich, gibt auf seiner homepage weitere Hinweise zur Zubereitung, Wirkweise und Pharmakologie von retardierten Morphinen in der Substitutionsbehandlung. Einige ältere Fachveröffentlichungen können bestellt werden.

http://www.mundipharma.at


Die österreichische Ärzte Woche hat auf ihrer homepage weitere Texte anzubieten.

Missbrauch retardierter Morphine rückläufig.

http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=3028

Opiate auf Rezept: Quo vadis?

http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=3579

Substitutionstherapie soll sicherer werden.

http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=3127


In jüngster Zeit zeigte sich, dass vermehrt Morphin auf den österreichischen Schwarzmarkt gelangt. Das österreichische Gesundheitsministerium will deshalb die Substitutionsbehandlung neu regeln.

http://www.praevention.at/news/index.php/action.view/entity.detail/key.181/nav.6/view.29/level.2/

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=521866

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3885&Alias=wzo&cob=211620

http://www.vol.at/engine.aspx/page/vo [...] ffl-20051219-091920/dc/tp:vol:vorarlberg/ag/tp-vol


Bestandteil von Substitol ist unter anderem Talkum. Beim Injizieren der aufgelösten Tabletten kommt es deshalb nicht selten zu Komplikationen.

http://megaphon.at/_forum/forum.php?fb_id=107

Die Literaturstudie zu den Auswirkungen injizierten Talkums.

Safer-use Faltblatt von INDRO-Münster zu den Risiken intravenöser Injektion von Tabletten.

http://www.indro-online.de/talkumflyer.htm

 
MEDIZINISCHES CANNABIS

Sativex. GW Pharmaceuticals PLC is to supply its cannabis-based
pain-relieving medicine Sativex to 600 people in Catalonia for compassionate use, the first time the treatment has been available in Europe outside clinical trials.

http://www.forbes.com/business/feeds/afx/2005/11/08/afx2323967.html

Respectable Reefer: Sativex, a pulverized, liquefied, and doctor-prescribed form of marijuana, has the potential to transform the drug-war landscape.

http://alternet.org/drugreporter/27996/

Der Tod einer 70-jährigen Frau, die während der Teilnahme an einer Studie mit Sativex starb, verursachte unter anderem mit Artikeln in den Zeitungen "The Guardian" und "The Times" Interesse in den Medien. Eine gerichtliche Untersuchung zu diesem Sachverhalt fand im Dezember 2005 statt. Frau Rene Anderson starb im März 2004. Im Oktober 2003 nahm sie über einen Zeitraum von 3 Wochen an einer Studie mit Sativex teil. Während der Studie entwickelte sie psychotische Symptome, die sich nicht bessern ließen. Im Krankenhaus bekam sie nach 10 Wochen zudem körperliche Symptome, darunter eine Lungenentzündung und Nierenversagen. Am Schluss der
gerichtlichen Untersuchung erklärte der Untersuchungsrichter, dass "unter Abwägung der Wahrscheinlichkeiten eine nicht vorhersehbare Reaktion auf das in der Studie verwendete Medikament (entweder allein oder in Kombination mit anderen Medikationen) einen entscheidenden Faktor bei der Auslösung der Krankheit darstellte." (Quellen: The Guardian vom 12.
Dezember 2005, Pressemitteilung von GW Pharmaceuticals vom 16. Dezember 2005); aus:IACM-Informationen vom 24. Dezember 2005.

http://www.timesonline.co.uk/article/0,,2-1936405,00.html

Stellungnahme des Herstellers.

http://www.gwpharm.com/


Bundesverwaltungsgericht öffnet Weg für Ausnahmegenehmigungen zur medizinischen Verwendung von Cannabis. In einem Urteil vom 19. Mai 2005, das Mitte November 2005 bekannt wurde, weist das Bundesverwaltungsgericht darauf hin, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Anträge auf die medizinische Verwendung von Cannabis nicht pauschal ablehnen kann. Es bestätigt den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Januar 2000, nachdem die medizinische Behandlung von Kranken im öffentlichen Interesse liegt, und damit eine Ausnahmegenehmigung für die therapeutische Verwendung von Cannabis nach § 3 des Betäubungsmittelgesetzes möglich ist. Das Urteil erging im Fall eines 56-jährigen Rechtsanwalts, der unter multipler Sklerose leidet und medizinisch von Cannabis profitiert.

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Mai 2005.

www.cannabis-med.org/german/BVerwG.pdf

Formulierungsvorschlag für einen Antrag an das BfArM.

www.cannabis-med.org/german/antrag.pdf

Informationen der IACM – Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin.

http://www.cannabis-med.org/german/nav/home-archive.htm


Medikamente plus Änderung des Lebensstils reduzieren Körpergewicht am effektivsten. Ein selektiver Cannabinoid-1 Rezeptor-Blocker hat in einer randomisierten kontrollierten Studie zu einer beachtlichen Reduktion des Körpergewichts geführt. Noch besser sind die Ergebnisse allerdings, wenn die medikamentöse Therapie mit einem Programm zur Änderung des Lebensstils kombiniert wird, was eine weitere randomisierte kontrollierte Studie am Beispiel des Wirkstoffs Sibutramin, der in Deutschland 1999 eingeführt wurde, zeigt (Deutsches Ärzteblatt online, 17.11.2005).

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=22069


Patient gerettet, Arzt gibt auf - Schmerz-Doktor soll 76 000 Euro zahlen. Knud Gastmeier muss einer sachsen-anhaltinischen Krankenkasse 76 000 Euro überweisen, weil er einem mutmaßlichen Todeskandidaten ein so teures wie überraschend hilfreiches Medikament verschrieb: das Cannabis-Präparat Dronabinol, das die Kasse nicht bezahlt. Der Prüfungs- und Beschwerdeausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung und der Verbände der Krankenkassen gab Gastmeier in seiner Therapie zunächst Recht, nach der Beschwerde der Kasse dann aber Unrecht.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10601688/60709/


New antidepressant drug increases „brains’s own cannabis“: Researchers have discovered a new drug that raises the level of endocannabinoids - the 'brain's own cannabis' - providing anti-depressant effects. The new research published in this week's Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), suggests the new drug, called URB597, could represent a safer alternative to cannabis for the treatment of pain and depression, and open the door to new and improved treatments for clinical depression--a condition that affects around 20% of Canadians.

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2005-12/mu-nad121305.php


Cannabis has medical benefits but needs further investigation, says report. Zosia Kmietowicz; BMJ. 2005; 331(7530): p. 1424.

http://bmj.com/cgi/content/extract/331/7530/1424?ct


Großbritannien: Ein neuer Bericht der königlichen Ärzteakademie, der im Dezember 2005 veröffentlicht wurde, stellt fest, dass auf Cannabis und seinen Abkömmlingen basierende Medikamente das Potenzial zur Behandlung einer großen Zahl von Symptomen besitzt, dass jedoch weitere klinische Forschung notwendig ist. "Es gibt einige Hinweise für eine Linderung der Spastik und neuropathischer Schmerzen sowie für eine Verbesserung des Schlafes," heißt es in dem Bericht. "Es gibt Hinweise, dass eine Exposition mit Cannabis im Jugendalter mit psychotischen Erkrankungen assoziiert ist. Allerdings ist die Patientenpopulation, die Cannabis als Medizin nutzen könnte, im Allgemeinen älter als jene, die ein Risiko für eine Cannabis-induzierte Psychose aufweisen." Die Zusammenfassung und eine Patienteninformation des 44-seitigen Berichts "Cannabis and cannabis-based medicines" ist online verfügbar unter

http://www.rcplondon.ac.uk/pubs/books/cannabis/


Reportage aus Kalifornien: Bringing in the Harvest.

http://www.alternet.org/story/27785/

 
FORT- UND WEITERBILDUNG, KONGRESSTERMINE

Doctors working in prison: human rights and ethical dilemmas. The World Medical Association has developed the first on-line course for prison doctors. The course presents relevant topics in ethics and human rights that are important to doctors and other health personnel working in prisons.

http://www.endipp.net/

http://www.endipp.net/index.php?option=com_content&task=view&id=25&Itemid=45


Das Kompetenznetz Depression, Suizidalität erstellt zertifizierte Fortbildungen. Themenangebot: Depression beim Hausarzt; Suizidalität: Phänomenologie, Epidemiologie und Ursachen; Suizidalität: Diagnose und Therapie.

http://www.psychiatriekonsil.de/


Kongresse 2006

 
INTERNATIONALES

Nachrichten aus aller Welt aus dem International Center for Advancement of Addiction Treatment (The Baron Edmond de Rothschild Chemical Dependency Institute), New York, USA. The OpiateAddictionRx.Info Newsletter.

http://opiateaddictionrx.info/enews/Enewsnov05.htm

http://opiateaddictionrx.info/enews/Enewsdec05.htm


Drogenbericht Österreich.

http://www.oebig.at/index.php?set_lan [...] blikationen=130&set_kategorie_detail_gespeichert=8


Czech Lower House Passes Drug Reform Measure, Including Decriminalization of Marijuana Possession and Personal Grows.

http://stopthedrugwar.org/chronicle/414/czechrepublic.shtml


In association with Action on Alcohol and Drugs in Edinburgh, the Edinburgh Lectures series presented international drug policy expert, Ethan Nadelmann, of the Drug Policy Alliance, USA.

http://www.actionalcoholdrugsedinburgh.org/aade/aade_dt_display_wide.jsp?pContentID=72


Geographer Pierre-Arnaud Chouvy has released two new papers at his website

http://www.geopium.org/

which were originally published in Jane's Intelligence Review.

Morrocco said to produce nearly half of the world's hashish supply.

http://www.pa-chouvy.org/Chouvy-JIR-N [...] duce_nearly_half_of_the_worlds_hashish_supply.html

Morocco's smuggling rackets: hashish, people and contraband.

http://www.pa-chouvy.org/Chouvy-JIR-D [...] uggling_rackets_hashish_people_and_contraband.html


UNODC (2005). Afghanistan. Opium Survey 2005.

http://www.unodc.org/pdf/afg/afg_survey_2005.pdf

AFGHANISTAN: New figures on drug use cause alarm. UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (28.11.2005).

http://www.irinnews.org/print.asp?ReportID=50296

Afghanistan baut wieder Cannabis an - Steigende Opiumproduktion erwartet (26. 11 2005, Neue Zürcher Zeitung).

http://www.nzz.ch/2005/11/26/wi/articleDCXDP.html


Ausblick auf das neue Bolivien unter Morales: Evo Morales, der mit überraschend großer Mehrheit gewählte Präsident Boliviens, hat die Nationalisierung des Erdöls und des Erdgases angekündigt. Er hat sich überdies «für Koka und gegen Kokain» ausgesprochen, womit er eine Drogenpolitik in Aussicht stellt, die die Verantwortung der Länder der Konsumenten ins Licht rückt. (21.12.2005, Neue Zürcher Zeitung).

http://www.nzz.ch/2005/12/21/al/articleDFI7M.html


USA: Number in Jail or Prison, on Probation or Parole Nears 7 Million, 1.8 Million of Them Drug Offenders.

http://stopthedrugwar.org/chronicle/410/7million.shtml

 
HARM REDUCTION / Internationales

Fixpunkt e. V. (Berlin) hat verschiedene schriftliche Informationsmaterialien, u. a. eine Safer-Use-Info-Reihe, ein Substitutions- und ein Drogennotfall-Handbuch entwickelt. Alle Materialien werden regelmäßig aktualisiert (-> Infomaterial).

http://www.fixpunkt.org/


Die monatlichen Rundbriefe der IHRA – International Harm Reduction Association in fünf verschiedenen Sprachen (Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch, Farsi).

http://www.ihra.net/index.php?option=displaypage&Itemid=176&op=page&SubMenu


Sex-work harm reduction. Michael L Rekart. The Lancet 2005; 366:2123-2134.

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS014067360567732X/fulltext


Harm Reduction Cuts OD Deaths in San Francisco. Drug overdoses have increased statewide in California, but fewer addicts are dying in San Francisco since the city adopted a harm-reduction approach to overdose prevention, the Los Angeles Times reported Oct. 31.

http://www.jointogether.org/y/0,2521,578549,00.html


Toronto, Canada: Dramatic Impact on Newborns of Homelessness and Untreated Substance Use in Pregnancy. Canad Med Assoc Journ 2005; 173(6):615-618
A compelling study documenting the need for Treatment of substance use for all pregnant women, and the implicit message that a punitive, prosecutorial approach to this problem is counter-productive.
Relative to a comparable control group, homelessness was associated with a 40-fold incidence of "little or no antenatal care" and about 8% lower newborn birthweight. For untreated substance use (not defined, but according to lead author "mostly crack cocaine"), a 110-fold (!) likelihood of inadequate or absent antenatal care, and average birthweight 15% lower. It's obvious that lack of well publicized availability of housing for the homeless, and of treatment for every drug user who needs and wants it, is a catastrophic disservice to mothers, babies and the community (OpiateAddictionRx).


Bluthenthal, R. N., M. R. Malik, et al. (2004). "Sterile syringe access conditions and variations in HIV risk among drug injectors in three cities." Addiction 99 (9): 1136-1146.

http://www.ihra.net/index.php?option=displaypage&Itemid=178&op=page&SubMenu


Harm reduction associated with great benefits in France - From 1996 to 2003 heroin-related arrests in France declined from 17,328 to 4,025 (77%), and overdose deaths dropped 465-89 (81%)! During the same time cocaine-related arrests more than doubled, from 1,184 to 2,511. During these years SEP-distributed syringes remained stable at 1.5million, and those sold in pharmacies initially increased (from 13,180,000 in 1996 to 16,230,000 in 1999), but then decreased to 9,400,000 in 2003. "Replacement therapy," however, increased steadily and dramatically: 24,000 to 101,300 recipients of buprenorphine or methadone. (Emmannuelli and Desenclos, Addiction 100,1690-1700, 2005). (OpiateAddictionRx).


Methadone Treatment Upon Release From Incarceration: An Opportunity (J Addict Dis 24(3), 2005). Rich and colleagues note that recently released inmates with a history of opioid dependence "are at particularly high risk for overdose and disease transmission and argue that "helping people to begin or maintain their methadone treatment upon release" is an opportunity that should be seized.

http://www.opiateaddictionrx.info/whatsnew.asp?id=1016

 
INDUSTRIENACHRICHTEN

Apple Store eröffnet Online-Shop speziell für medizinische Fachkreise. Im neuen Apple Store Gesundheit können deutsche Gesundheitprofis auf die gesamte Apple Produktpalette zugreifen. PowerMacs, iMacs, Laptops und mehr können zu besonderen Konditionen erworben werden. Klicken Sie hier, um direkt zum offiziellen Apple Store Angebot zu gelangen.

http://store.apple.com/Apple/WebObjects/deBusiness?type=bizdePRO&qprm=88361

Apple Computer International hat in Deutschland die Firma BCC als Apple Solution Expert Medical autorisiert. BCC betreut neben Arztpraxen auch die Hamburger Drogenambulanzen (ProVivere Hamburg GmbH) und die Hamburger Heroinambulanz.

RUMA – Marker-Test. Der Ruma Marker Test stellt in der Doping- und Urinkontrolle eine einzigartige Innovation dar, die die Probleme und Bedenken bisheriger Verfahren gänzlich beseitigt.
- Geringer organisatorischer Aufwand
- Sichere Erkennung von Fremdurinabgaben und Manipulationen
- Urinkontrolle ohne Aufsicht
- Keine Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses durch Sichtkontrolle
- Keine Verzögerung durch Harnverhalten bei Sichtkontrolle (psychogenes Harnverhalten).
Der Vorteil der Urinmarkierung unter Verwendung der Markersubstanz Polyethylenglycol ist es, dass auch ohne Sichtkontrolle des Patienten beim Urinieren eine Probenvertauschung analytisch nachgewiesen werden kann.

http://www.marker-test.de/


Die Firma KeRa-Pharma teilt mit, dass Naltrexon HCl AOP 50mg die deutsche Zulassung zum Einsatz als Opiatantagonist erhalten hat.

 
SERVICE - MATERIALIEN – LINKS – VERSCHIEDENES

Versorgung von Opiatabhängigen: Eine Untersuchung der Versorgung von Opiatabhängigen in Hamburg unter Berücksichtigung ihrer Lebensqualität – Die Sicht der Klienten und Experten. Diese Arbeit untersucht, welche Konzepte und Strategien geeignet sind, um möglichst viele Opiatabhängige frühzeitig zu erreichen und ihnen ein akzeptables, bedarfsgerechtes und effizientes Hilfsangebot zu machen. Dissertation (pdf, 260S., 2.2mb) von Anke Lachmann.

http://www.akzept.org/pdf/volltexte_pdf/nr15/diss_lachmann_05.pdf


Die psychische Gesundheit der Bevölkerung verbessern – Entwicklung einer Strategie für die Förderung der psychischen Gesundheit in der Europäischen Union (Grünbuch der EU-Kommission, Generaldirektion Gesundheit & Verbraucherschutz).

http://europa.eu.int/comm/health/ph_determinants/life_style/mental/green_paper/mental_gp_de.pdf

Meta-Analyse: Häufige psychische Leiden der Europäer. Bericht in Deutsches Ärzteblatt online (7.12.05) mit zahlreichen links.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=22304


Every dollar spent on substance abuse treatment generates $7 in monetary benefits for society, according to a new study from researchers at the University of California at Los Angeles (UCLA). Does Substance Abuse Treatment “Pay for Itself”? Dr. Susan Ettner, et al. Health Services Research, UCLA. 2005.

http://www.cjpf.org/newsletter/november/benefit-costinCAtreatment.pdf


DHS-Broschüren (PDF-Dateien): Basisinformation, Suchtmedizinische Reihe, Die Sucht und ihre Stoffe u.a.m.

http://www.optiserver.de/dhs/veroeffentlichungen_broschueren.html


Nature - Neurobiology of addiction. This focus contains a series of specially commissioned reviews and perspectives on the neurobiology of drug abuse, decision making and habit formation, as well as a commentary on how these basic science insights should guide public policy on addiction and its treatment. Thanks to generous support from our sponsors, the National Institute on Drug Abuse and the National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism, this focus will be freely available online through January 2006.

http://www.nature.com/neuro/focus/addiction/index.html


RKI – Robert-Koch-Institut: Infos zu Schlafstörungen. In dem 50seitigen Themenheft werden die Grundlagen des normalen und des gestörten Schlafs behandelt und ein Überblick über Prävention, Diagnostik und Therapie schlafmedizinischer Erkrankungen gegeben.
Bezug des kostenlosen Heftes: RKI, GBE, Seestraße 10, 13353 Berlin; Fax: 0 18 88/7 54-35 13; E-Mail: gbe@rki.de


Serotonin and Depression: A Disconnect between the Advertisements and the Scientific Literature. Jeffrey R. Lacasse, Jonathan Leo. PLoS Med 2(12): e392.
Many ads for SSRI antidepressants claim that the drugs boost brain serotonin levels. Lacasse and Leo argue there is little scientific evidence to support this claim.

http://medicine.plosjournals.org/perl [...] -document&doi=10%2E1371%2Fjournal%2Epmed%2E0020392


Neue Informationsplattform zum Thema Spielsucht.

www.spielsucht-forum.de


Bundesministerium bündelt QS-Materialien im Internet. Zwischen 1995 und 2001 hat das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend die 36 Hefte umfassende Reihe „Materialien zur Qualitätssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe“ herausgegeben. Wegen der weiterhin großen Nachfrage nach den Heften hat die Behörde nun über eine Internet-Adresse den Online-Zugriff auf alle jemals erschienenen Ausgaben ermöglicht. Ein Glossar und eine Stichwort-Datenbank ermöglichen die zielgerichtete Suche in den Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis.

http://www.qs-kompendium.de


Kieler Fachambulanz legt Leitfaden für Drogenfamilien vor. Zahlreiche Informationen zum Umgang mit Kindern drogenabhängiger Eltern bündelt ein Leitfaden, den die Fachambulanz Kiel herausgegeben hat. Der Schwerpunkt der Veröffentlichung liegt in der Darstellung der Hilfsmöglichkeiten in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Enthalten sind aber auch zahlreiche Informationen darüber, wie Fachkräfte damit umgehen können, wenn sie bei Kindern aus Symptomen wie Unruhe, Konzentrationsstörungen oder Aggressionen auf den Hintergrund eines Drogenproblems in der Familie schließen. Die Autoren des Leitfadens sprechen sich dafür aus, das Problem umfassend anzugehen. Es müsse sich in einem Kooperationsprozess verschiedener Institutionen um Kinder und Eltern gleichermaßen gekümmert werden. Der Leitfaden für Kinder drogenabhängiger Eltern "HIKIDRA" (PDF-Dokument) ist zu finden unter ? Projekte.

http://www.fachambulanz-kiel.de

Die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe führen mit dem Bundesverband der Betriebskrankenkassen das Projekt "Kindern von Suchtkranken Halt geben" durch.

http://www.freundeskreise-sucht.de/homepage/kinder/index.html


Die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie
(DG-Sucht e.V.) verleiht 2006 im Rahmen eines zweijährigen Turnus
einen Forschungspreis an Nachwuchswissenschaftlicher. Die Verleihung
erfolgt anlässlich der 16. Wissenschaftlichen Tagung in Regensburg
(29.03.-31.03.2006). Die Forschungsergebnisse können sich auf
neurobiologische, pharmakologische oder epidemiologische, therapeutische oder präventive, klinische oder nicht klinische Studien beziehen. Die Ergebnisse müssen in den letzten zwei Jahren publiziert oder zur Publikation angenommen worden sein. Der Forschungspreis ist mit 3000,-- Euro dotiert. Bewerber/innen sollten nicht älter als 40 Jahre sein.
Bewerbungen nimmt bis 01.02.2006 entgegen: DG-Sucht e.V., Postfach 1453, 59004 Hamm, z. H. Herrn Prof. Dr. L.G. Schmidt, Präsident der DG-Sucht und Vorsitzender des Preisgutachtergremiums. Einzusenden sind: Publikationen oder Manuskript, Publikationsliste des Bewerbers und Lebenslauf.


Ihre Internetseite zur Suchtprävention www.drugcom.de hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) neu gestaltet.

http://www.drugcom.de


Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für Sera und Impfstoffe, hat einen neuen Internetauftritt.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=22405

http://www.pei.de


Jahrbuch Sucht 2006 erschienen. Die neuesten Zahlen, Fakten und Trends und eine ausführliche Adressenliste machen das Jahrbuch Sucht zu einer praktischen Arbeitshilfe. Näheres auf der Verlags-Internetseite.

www.neuland.com/

Sie können das Jahrbuch Sucht zum Preis von 15,90 Euro bestellen unter

www.neuland.com/katalog/index.php?s=10&BestNr=000260


Sucht-Selbsthilfegruppen und Bescheinigungen über den Besuch. Es kommt immer wieder - und jetzt auch immer häufiger - vor, dass Behörden und Institutionen von Selbsthilfegruppen Bescheinigungen verlangen. Deshalb hat sich der Vorstand der DHS mit diesem Thema befasst und als Orientierungshilfe "Empfehlung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zur Ausstellung von Bescheinigungen über den Besuch von Sucht-Selbsthilfegruppen" beschlossen.

www.dhs-intern.de/pdf/Bescheinigung_Vorstand.pdf


Universität Würzburg. Inhaltsverzeichnis BLICK 2/2005. Der schädliche Gebrauch von Nikotin, Alkohol und Drogen sowie süchtige Ess-Störungen stellen in Deutschland ein gesundheitspolitisches Problem ersten Ranges dar. Die dadurch bedingten Folgeschäden sind für die Hälfte der jährlichen Ausgaben im Gesundheitssystem verantwortlich. In den vergangenen Jahren ist diese Problematik immer deutlicher ins Bewusstsein getreten, was 2000 nicht zuletzt zur Gründung des Interdisziplinären Zentrums für Suchtforschung an der Uni Würzburg führte. BLICK stellt die Arbeit des Zentrums vor.

http://www.uni-wuerzburg.de/blick/052a.html


Gedenktafel für Drogentote im Frankfurter Bahnhofsviertel.

http://www.trio-media.de/jesjournal/rheinmain_12.10.05.html


Exzessives Computerspielen kann zu einer Sucht werden, die auf vergleichbaren Mechanismen wie Alkohol- oder Cannabis-Abhängigkeit beruht. Das berichten Wissenschaftler von der Interdisziplinären Suchtforschungsgruppe der Charité in Berlin. „Exzessives Computerspielen aktiviert vermutlich gleiche Strukturen im Hirn wie stoffliche Drogen“, erklärte Dr. Sabine Grüsser aus der Arbeitsgruppe (Deutsches Ärzteblatt online, 10.11.05).

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=21994

http://idw-online.de/pages/de/news135816

Interdisziplinären Suchtforschungsgruppe der Charité.

http://www.isfb.org

BRITAIN'S PETS FACE DRUG CRISIS. Dogs gnawing on joints, not bones. 'Puppies fed marijuana' – poll shows. Britain's drug crisis is not just confined to supermodels, rock stars and bored teenagers. There’s growing evidence that household pets are increasingly suffering from the deliberate or accidental effects of drug abuse.
A recent survey of vets by the UK's leading pet insurance provider, Petplan, has revealed that frightening numbers of pet owners appear to be feeding their animals mood-enhancing drugs such as cannabis.
Petplan's shock findings reveal that a staggering half of the country's vets have treated domestic pets for drug-related incidents, with a quarter reporting between 1 and 4 incidents a year.

http://www.petplan.co.uk/about/press/petsanddrugs2005.asp


AIDS-Hilfe kritisiert Einführung der Praxisgebühr für Gefangene.

Neue Internetseite der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) soll auch Laien leicht verständliche Antworten auf Fragen rund um die Psychotherapie bieten. "Psychotherapie ist vielen Patienten immer noch zu wenig bekannt", erklärte Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der BPtK in Berlin. "Das möchten wir mit einem neuen Internetportal ändern, das aktuell und kompetent darüber informiert, was moderne Psychotherapie leisten kann."

http://www.bptk.de

http://www.bptk.de/aktuelles/presse/93787.htm
l
BINAD-factum. Das Büro für grenzübergreifende Zusammenarbeit für die Bereiche Sucht- und Drogenhilfe, Prävention und Politik (BINAD) geht zu Weihnachten mit einem besonderen Angebot ins Internet: Am 23. Dezember 2005 wird die zweisprachige Datenbank "BINAD-factum" online gestellt. Nutzerinnen und Nutzern stehen dann zahlreiche Informationen zur Sucht- und Drogenhilfe, zur Prävention und zur Drogenpolitik beider Länder zur Verfügung. Alle Informationen sind auf Deutsch und Niederländisch verfügbar.

http://www.lwl.org/LWL/Jugend/KoopSucht/


BM für Bildung und Forschung: Schneller Drogennachweis im Speichel. Schon ein bisschen Spucke reicht bald aus, um schneller und genauer als bisher einen Drogenkonsum aufzudecken. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik im brandenburgischen Nuthetal entwickeln ein neues Testsystem in Form eines Biochips, das im Speichel bis zu zehn verschiedene Drogen gleichzeitig nachweisen kann. Es soll unter anderem Notärzten helfen, rasch zu erkennen, ob bei einem Patienten eine Drogenvergiftung vorliegt.

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=763659


"Früher waren das Penner für mich" (Hamburg). Die Medikamente sind Spenden, die Mediziner arbeiten unentgeltlich: Seit zehn Jahren verarztet die Mobile Hilfe der Caritas Obdachlose - ohne Praxisgebühr und Chipkarte. Meist ambulant, doch für den Notfall gibt es Betten im Gesundheitszentrum.

http://www.taz.de/pt/2005/12/29/a0252.nf/text.ges,1


KUNSTSUCHT – Internetgalerie. Der Suchtarbeitskreis Passau wird 25 Jahre. Aus diesem Anlass können Künstler aus der ganzen Welt arbeiten zum Thema "Sucht" einreichen. Vor allem sind jedoch die Künstler aus dem Landkreis Passau sowie den angrenzenden Ländern Tschechien und Österreich eingeladen, sich am Projekt "KUNSTSUCHT" zu beteiligen.

http://www.bbk-bayern.de/ndb/sucht/


Der britische Fotograf David Gillanders ist Sieger des internationalen Wettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres". Sein Foto zeigt ein Straßenkind in Odessa. Jana war aus Moldawien, dem ärmsten Land Osteuropas, in die ukrainische Hafenstadt gekommen. Abhängig von Drogen und mit dem HI-Virus infiziert starb sie an den Weihnachtstagen des vergangenen Jahres (2004). Sie wurde nur 13 Jahre alt.

http://www.unicef.de/3168.html


Zum Schluss noch die Bitte: Empfehlen Sie dgs-info weiter und leiten Sie diese Ausgabe Ihren Kolleginnen und Kollegen per Mausklick zu.

Die nächste Ausgabe von dgs-info erscheint Anfang März.


Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

dgs-info, Redaktion
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dgs-info wird herausgegeben vom Vorstand der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin und erscheint alle zwei Monate. Der Bezug ist kostenlos.

Verbreitete Auflage (4.1.2006): 1812 Abonnements.

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Verantwortlicher Redakteur: Hans-Günter Meyer-Thompson (Hamburg). Mitarbeit an dieser Ausgabe: Ralf Gerlach (Münster), Mathias Häde (JES-Bielefeld), Inge Hoehnekopp (Mannheim), Newshawks von MapDE, Robert Newman (New York), Ulrich W. Preuss (Greifswald), Greif Sander (Wahrendorf), Heino Stoever (Bremen).

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