dgs-info, Ausgabe 28, Juli 2009

Liebe Leserinnen und Leser,

in Cloppenburg haben vergangene Woche jugendliche Testkäufer in örtlichen Geschäften versucht, hochprozentige Alkoholika zu kaufen. In mehr als der Hälfte waren sie erfolgreich. Jugendamt und Polizei feiern diese Aktion als erfolgreichen Schlag in der Prävention des jugendlichen Komasaufens ab. Ihnen zur Seite stehen prominente Befürworter: Bundesfamilienministerin von der Leyen, Bundesdrogenbeauftragte Bätzing, Niedersachsens Innenminister Schünemann und die Innenministerkonferenz.

Darf man Minderjährige als Lockspitzel einsetzen? Rechtfertigt der Zweck die Mittel? Der Deutsche Kinderschutzbund hat in einer scharfen Stellungnahme  „den Einsatz von Jugendlichen als Testkäufer in der Funktion eines Agent Provokateur“ abgelehnt, wenn aus ihrem Einsatz im Anschluss ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Kioskbesitzer und Tankstellenpächter erfolgt. Lesen Sie die Stellungnahme des DKSB im heutigen Leitkommentar. (Und: DROGENPOLITIK, ALKOHOL)

Rechtlich zweifelhaft sind auch die routinemäßig erhobenen Drogentests in deutschen Großbetrieben, meinen Datenschützer und IG Metall. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung deckte im Juni auf, dass es mittlerweile nicht nur Auszubildende und Mitarbeiter in sicherheitsgefährdenden Berufen sind, die zu Drogentests herangezogen werden. In vielen großen Unternehmen sind diese Tests längst Bestandteil von Eingangsuntersuchungen aller Beschäftigten geworden. (RECHT UND GESETZ)

Der illegale Handel mit Substitutionsmitteln nimmt zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Hamburger Zentrums für interdisziplinäre Suchtmedizin, die diese Woche auf dem 10.Interdisziplinären Kongress für Suchtforschung in München vorgestellt wird. (SUBSTITUTION)

Weltweit wird einer von 25 Todesfällen durch Alkoholkonsum verursacht, ebenso fünf Prozent aller Krankheiten. Die Krankheitslast steigt mit der durchschnittlich konsumierten Alkoholmenge unweigerlich an. Zu diesem Ergebnis kommt die Studiengruppe um Professor Jürgen Rehm, der am Institut für Klinische Psychologie der TU Dresden und am Centre for Addiction and Mental Health in Toronto lehrt und forscht. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen LANCET Edition veröffentlicht. (SUBSTANZEN – ALKOHOL).

Michael Jackson ist tot. Der „King of Pop“ starb an Herzversagen. Aus seiner Umgebung wurde bekannt, dass er zuletzt ein halbes Dutzend Medikamente eingenommen haben soll, darunter schwere Schmerzmittel. (Sex & Drugs & Rock 'N' Roll)

Die Verbreitung von dgs-info hat im Juni die Zahl von 2500 Abonnements überschritten. Wir danken für das Interesse.

Viel Spaß beim Lesen!

Die Rubriken der heutigen Ausgabe:

LEITKOMMENTAR
DGS – DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR SUCHTMEDIZIN
AST – AntiSTigma
JES - JUNKIES-EHEMALIGE-SUBSTITUIERTE
Bundesverband der Eltern und Angehörigen  für akzeptierende Drogenarbeit e.V.
AKZEPT
STELLENANZEIGEN
INDUSTRIENACHRICHTEN
RECHT UND GESETZ
DROGENPOLITIK
PRÄVENTION
BEGLEITKRANKHEITEN
SUBSTANZEN
MEDIZINISCHES CANNABIS
SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG
GENDER
FORT- UND WEITERBILDUNG, KONGRESSTERMINE
KONGRESSBERICHTE
HARM REDUCTION
INTERNATIONALES – WAR ON DRUGS
E-HEALTH – DATENBANKEN
NEUERSCHEINUNGEN
SERVICE - MATERIALIEN – LINKS – VERSCHIEDENES
Sex & Drugs & Rock 'N' Roll
IMPRESSUM

LEITKOMMENTAR

Deutscher Kinderschutzbund lehnt Jugendliche als Testkäufer ab - Behörden in der Verantwortung 

http://www.dksb.de/front_content.php?idcat=244&idart=1512

http://www.dksb.de/upload/dksb/downloads/Testkufe_DKSB.pdf

DGS – DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR SUCHTMEDIZIN

DGS 1 – 21. Juli 2009 - Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige: Menschenwürde in der Drogenpolitik - ohne Legalisierung geht es nicht!

Der Bundesverband der Eltern und Angehörigen
 für akzeptierende Drogenarbeit e. V. ruft auch in diesem Jahr auf, den Nationalen Gedenktag für verstorbene Drogenabhängge an vielen Orten zu begehen. Die Zentralveranstaltung findet in Wuppertal statt. Die Schirmherrschaft hat die Bundesdrogenbeauftragte, Sabine Bätzing, übernommen.

http://www.akzeptierende-eltern.de/news/13/84

http://www.akzeptierende-eltern.de/news/131/84

DGS 2 – Aktionswoche Alkohol 2009

In unzähligen Presse- und Medienberichten (Auswahl siehe: http://www.aktionswochealkohol.de/web/presseschau/presseschau.php ) wurden zwei Schwerpunktthemen auch in der Praxis deutlich. Das Konsumverhalten ist zu hoch und zu risikoreich – vor allem bei Erwachsenen, nicht nur bei Jugendlichen. Und ein Alkoholwerbeverbot ist überfällig. Dies forderten im Rahmen der Aktionswoche sowohl Experten der Suchtprävention und Suchthilfe, Wissenschaftler und Verbände.

Auch etwa Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) hat sich gegen Alkoholwerbung in Sportstätten ausgesprochen. Die Gesellschaft verhalte sich widersprüchlich gegenüber einem Zellgift, das bei jeder vierten Gewalttat, jedem dritten Verkehrsunfall und jedem zweiten Tötungsdelikt eine Rolle spiele, so der Minister anlässlich der hessischen Eröffnungsveranstaltung. (Quelle: DHS Newsletter vom 19.06.2009)

DGS 3 – Kongresse und Veranstaltungen 2009 mit Beteiligung der DGS

München. 10. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin, 2. - 4.7.2009.

http://www.m-i-c.de/micma/detailveran/programmnummer/180920602/reiter/ueberblick/auftritt/mic

2.Deutscher Suchtkongress. 16.-19. September 2009, Köln.

www.zi-mannheim.de/fileadmin/user_upload/pdfdateien/veranstaltungen/Ankuendigung_2DSK_Endfassung.pdf

18.DGS-Kongress, Berlin, 6.-8.11.2009. Thema: Rausch als Teil des Lebens.

http://www.dgsuchtmedizin.de/kongress/index.html

DGS 4 – Fachzeitschrift Suchttherapie

Suchttherapie, Zeitschrift der DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin. Der Thieme-Verlag hat die Jahrgänge 1 bis 5 (bis Ende 2006) freigeschaltet.

http://www.dgsuchtmedizin.de/fix/17/Suchttherapie.doc

AST – AntiSTigma

GROßBRITANNIEN. NICE PEOPLE TAKE DRUGS: that's the message being displayed on a number of London (UK) double decker buses in an obvious attempt to lessen the stereotype image of "users" and the stigmatization and discrimination to which it leads. (OpiateAdictionRx, 01.06.2009)

http://www.opiateaddictionrx.info/doubledeckerbus.jpg

http://www.release.org.uk/nice-people-take-drugs/

http://www.guardian.co.uk/society/joepublic/2009/jun/04/drugs-do-work

GROßBRITANNIEN. 'Nice people take drugs' ads pulled from London buses
. Chief executive of Release, the charity behind the adverts, accuses advertising regulators of censorship (The Guardian, 09.06.2009)

http://www.guardian.co.uk/media/2009/jun/09/nice-people-drugs-ads-pulled

GROßBRITANNIEN. This link will take you to a brand new cartoon film done by a volunteer for the Talking Drugs website. (Release, 25.06.2009)

http://www.talkingdrugs.org/nice-people-take-drugs-cartoon

GROßBRITANNIEN. Drugs ‚deck of cards’ mocks inhaling politicians

Charity's controversial Nice People Take Drugs campaign enters second phase with website quoting 'hypocritical' politicians, from George Bush to Barack Obama, on their own drug use. (Guardian, 26.06.2009)

http://www.guardian.co.uk/society/2009/jun/26/drugs-deck-of-cards-politicians

Thailand. Thai HIV/AIDS Advocates Urge Increased Treatment Access for IDUs

(...) According to the group, many IDUs are unable to access drug treatment and substitution therapy because of the stigma surrounding drug use in the country. Karyn Kaplan, director of development and policy for the group, said, "Health care workers have denied many injecting drug users access to an antiviral drug and the use of methadone." (kaisernetwork.org, 29.05.2009)

http://www.kaisernetwork.org/daily_reports/rep_index.cfm?DR_ID=58636

Hamburg. Eingliederungshilfe: Projekte auf der Kippe - Wandsbek: Streit um Klinik für abstinente Suchtkranke. (Hamburger Abendblatt, 16.06.2009)

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1053425/Wandsbek-Streit-um-Klinik-fuer-abstinente-Suchtkranke.html

Hamburg: Protest gegen Suchthilfeprojekt - Drogenklinik: Jaschke will vermitteln. Ehemals Süchtige sollen auf das Leben nach der Therapie vorbereitet werden. Weihbischof möchte den Konflikt lösen. (Hamburger Abendblatt, 18.06.2009)

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1056418/Drogenklinik-Jaschke-will-vermitteln.html

Hamburg. Montgomery rät zu sachlicher Diskussion: 
Sucht als Krankheit

In der Diskussion um den Standort für eine Fachklinik in Hamburg-Wandsbek für abstinente Drogenabhängige rät Dr. Frank Ulrich Montgomery (Präsident der Hamburger Ärztekammer, dgs-info) zu einer sachlichen Diskussion ohne Emotionen. „Die Patienten, um die es geht, kämpfen um eine Rückkehr in die Mitte unserer Gesellschaft. Dabei sollten wir ihnen helfen und sie nicht noch weiter ausgrenzen. Wir sollten sie so unterstützen, wie wir das bei Patienten mit anderen Krankheitsbildern auch tun.“

Sucht sei eine Krankheit. „Und wie jeder andere Patient haben auch Suchtkranke einen Anspruch auf eine gute und möglichst wohnortnahe Versorgung.“ Der Präsident der Ärztekammer Hamburg warnte davor, dass die Gesellschaft bestimmte Krankheitsbilder ausgrenze: „Wenn wir es ernst meinen mit der Reintegration dieser Menschen in die Gesellschaft, gehören auch die Einrichtungen, die ihnen helfen, in unsere Mitte.“ (Pressestelle der Hamburger Ärztekammer, 26.06.2009)

Assessment of Compulsory Treatment of People Who Use Drugs in Cambodia, China, Malaysia and Viet Nam: Application of Selected Human Rights Principles

This report deals with compulsory drug treatment centres in four countries in the WHO Western Pacific Region, namely, China, Cambodia, Malaysia and Viet Nam. It describes the treatment and HIV-related interventions provided at the centres, and attempts to assess these from a human-rights based perspective, in particular the '3AQ' criteria (of availability, accessibility, acceptability and quality) and the principles of equality and non-discrimination, participation and accountability. (ISBN 978 92 9061 417 3, World Health Organization 2009

http://www.wpro.who.int/publications/PUB_9789290614173.htm

Österreich. Experte tritt gegen die Diskriminierung von Alkoholkranken auf: "Sucht ist nicht anders als Diabetes"

Gegen die Diskriminierung von Abhängigen tritt der ärztliche Leiter des Anton Proksch-Instituts, der Wiener Psychiater Michael Musalek, auf. Die Sucht sei eine chronische Erkrankung wie auch Bluthochdruck oder Diabetes. Dort würde es ebenfalls regelmäßig zu "Rückfällen" kommen, die man den Kranken aber nicht anlasten würde, erklärte der Experte. (Wiener Zeitung, 21.06.2009)

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabId=4109&alias=wzo&cob=421002

HIV-Infektion als Abschiebegrund

Etwa ein Drittel aller Länder hat Regelungen geschaffen, um die Einreise von Menschen mit HIV-Infektionen zu erschweren. Dies geht aus einem Bericht von Human Rights Watch hervor. Die nicht staatliche Organisation sieht darin eine Verletzung grundlegender Menschenrechte. (aerzteblatt.de, 23.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37060/

JES - JUNKIES-EHEMALIGE-SUBSTITUIERTE

JES-Journal. Laufend aktualisierte Meldungen.

http://www.trio-media.de/jesjournal/

20 Jahre JES – Pressemitteilung zum Jubiläum: 20 Jahre JES-Netzwerk – Für ein menschenwürdiges Leben mit Drogen.

http://www.trio-media.de/jesjournal/pm_20jahre_jes.pdf

Berichte, Fotos, Reaktionen vom Fachtag in Berlin: 20 Jahre JES-Netzwerk – Für ein menschenwürdiges Leben mit Drogen.

http://www.trio-media.de/jesjournal/20jahrejes.html

http://www.trio-media.de/jesjournal/

Bundesverband der Eltern und Angehörigen  für akzeptierende Drogenarbeit e.V.

Zwei Berichte aus Wuppertal über die Arbeit des Elternverbandes.

http://s128542404.online.de/strasse_eltern.pdf

http://s128542404.online.de/strasse_gleis1.pdf

AKZEPT

Von der staatlichen Kontrolle zur Selbstverantwortung: Alternativen zur prohibitiv-repressiven Kontrollpolitik

9. Internationaler akzept Kongress, 25. und 26.September 2009 in Frankfurt/Main

In drei Themenblöcken (1.Analyse, 2.Alternativen zur staatlichenDrogenkontrolle: Stärkung der Selbstverantwortung, 3. Kontrollaltenativen) werden eine Bilanz der aktuellen Drogenpolitk gezogen und alternative Modelle vorgestellt und entwickelt.

http://www.akzept.org/pro_kongress.html

INDUSTRIENACHRICHTEN - ANZEIGEN

Gernsheim (Hessen) / Kathmandu (Nepal). Drogenhilfe auf dem Dach der Welt

Jede Minute infizieren sich weltweit fast zehn Menschen mit dem HI-Virus. Gerade in Entwicklungsländern sind die Behandlungschancen aufgrund der hohen Kosten begrenzt. Eine der Ursachen für die Infizierung im asiatischen Raum liegt in der Drogensucht und infizierten Fixerutensilien. In Nepal hat die deutsche Firma Compware Medical daher mit Hilfe der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH ein Methadon-Projekt ins Leben gerufen. (Umweltdialog.de, 18.05.2009)

http://www.umweltdialog.de/umweltdialog/soziales/2009-05-18_Drogenhilfe_auf_dem_Dach_der_Welt.php

USA / Großbritannien. STUDIE - Krankenversicherer sollen Milliarden in Tabakfirmen investiert haben

Eine Studie rückt große angelsächsische Kranken- und Lebensversicherer ins Zwielicht. Die Unternehmen halten demnach milliardenschwere Anteile an Tabakfirmen - und profitieren gleich doppelt. Eine Assekuranz bestätigt das Investment, andere Konzerne dementieren energisch. (Der Spiegel online, 04.06.2009)

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,628621,00.html

Köln. Kontroverse um Antidepressiva – IQWiG kritisiert Pfizer

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat einen Vorbericht zu drei neueren Antidepressiva vorgelegt. Für Bupropion von GlaxoSmithKline konstatiert das Institut einen Nutzen bei der sogenannten Winterdepression. Mirtazapin von Essex Pharma wird unter Vorbehalten positiv bewertet, während eine Wirkung von Reboxetin nicht ausreichend durch Studien belegt sei. Das IQWiG wirft Pfizer vor, nicht alle Daten zur Verfügung gestellt zu haben, was der Hersteller zurückwies. (aerzteblatt.de, 10.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36909/Kontroverse_um_Antidepressiva_-_IQWiG_kritisiert_Pfizer.htm

Deutschland. Zigaretten kosten am Automaten erstmals fünf Euro - Packung wird teurer und auch größer - BAT-Konzernchef fordert höhere Steuern für Feinschnitt

Raucher müssen im Laufe des Jahres mehr Geld ausgeben. Eine Packung der gängigen Marken am Automaten kostet künftig fünf statt bisher vier Euro. Alle großen Tabakkonzerne heben die Preise um etwa 20 bis 30 Cent an. Gleichzeitig wird aber auch der Inhalt der Packungen von jetzt 17 auf dann 20 Zigaretten erhöht. British American Tobacco (BAT) nannte diesen Preis jetzt für seine Hauptmarke Lucky Strike. (Die Welt, 18.06.2009)

http://www.welt.de/die-welt/article3946884/Zigaretten-kosten-am-Automaten-erstmals-fuenf-Euro.html

RECHT UND GESETZ

SUBSTITUTIONSRECHT

Leserbriefe zum Artikel von

Ullmann, Rainer

Substitutionsbehandlung Heroinabhängiger: Behandlung wird wieder kriminalisiert

Dtsch Arztebl 2009; 106(18): A-874 / B-747 / C-727

THEMEN DER ZEIT

finden Sie auf der Seite mit dem Originalartikel am rechten Rand

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&p=ullmann&id=64437

Bitte melden Sie Verfahren gegen substituierende Ärzte weiterhin an:

Dr. Rainer Ullmann, e-mail r.ullmann@gmx.de

Ansprechpartner im Vorstand der DGS in Kooperation mit Dr. Rainer Ullmann und akzept e. V. ist Dr. Gabi Jungbluth (Bernburg), g.jungbluth@t-online.de

500 Fragen zu Substitution und Recht.

http://www.500fragen.de/

BERUFSRECHT

Hamburg. Ärzte nennen Fehler - Studie zum Qualitätsmanagement 2009

Die Fehlerkultur in der Ärzteschaft wandelt sich: Ärzte diskutieren "critical incidents" (unerwünschte Ereignisse). Das ist ein Ergebnis der noch unveröffentlichten Studie "Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis 2009" der Stiftung Gesundheit. An der Studie haben 985 Ärzte teilgenommen; 935 Responder (94,3 Prozent) haben zu den Themen "Fehler" und sogar "Fehler mit Patientenschaden" Auskunft gegeben. (Stiftung Gesundheit, Stiftungsbrief-News Juni 2009)

http://www.stiftung-gesundheit.de/forschung/studien.htm

VERKEHRSRECHT

Tutzing. Suchtexperte fordert Drogen-Grenzwerte im Verkehr

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) fordert im Straßenverkehr Grenzwerte für illegale Drogen. "Bis jetzt galt: Wenn bei jemandem Cannabis-Konsum nachgewiesen worden ist, gilt er als fahruntüchtig aus 'charakterlichen Gründen'", sagte der Geschäftsführer Raphael Gaßmann am Rande eines DHS-Symposiums am Montag im bayerischen Tutzing. "Das geht aber an unserer Lebenswirklichkeit vorbei." Drogen wie Cannabis könnten auch noch nach Wochen nachgewiesen werden. "Nicht jeder, der einmal auf einer Party kifft, ist aber charakterlich ungeeignet, ein Fahrzeug zu führen", betonte Gaßmann. Deshalb seien Grenzwerte für die illegalen Suchtmittel notwendig, genau wie für Alkohol. (Ärzte Zeitung online, 09.06.2009)

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/?sid=552141

Verschärfung ab 1. Juli: Drogenteste auf Nummer sicher

Strengere Nachweisgrenzen für Suchtstoffe und ein Verbot von Schnelltests – das sind die wesentlichen Änderungen bei der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), soweit sie die Drogenanalytik betreffen. Die neuen Beurteilungskriterien treten ab 1. Juli in Kraft. (Bio Life News, 26.06.2009)

http://news.netpro.de/2009/06/verscharfung-ab-1-juli-drogenteste-auf-nummer-sicher/

Medizinisch-Psychologische Untersuchung

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (abgekürzt MPU) beurteilt die Fahreignung des Antragstellers. Im Volksmund mit dem diskriminierenden Begriff „Idiotentest“ belegt, lautet die gesetzliche Bezeichnung „Begutachtung der Fahreignung“ (entsprechend: Begutachtungsstelle für Fahreignung).

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?top=Ref&dokname=WIKI2_Medizinisch-Psychologische_Untersuchung&suchbegriff=führerscheintourismus&titel=Medizinisch-Psychologische+Untersuchung

VERSCHIEDENES: (Deutschland)

Düsseldorf. Rauschgiftbekämpfung - Drogenhunde suchen bald im Knast

NRW will den Rauschgift-Konsum in den Haftanstalten mit Hilfe von Drogenhunden eindämmen. Jeder dritte Häftling in NRW ist drogenabhängig - sogar jede zweite weibliche Inhaftierte. (Der Westen, 04.06.2009)

http://www.derwesten.de/nachrichten/wp/2009/6/3/news-121696497/detail.html

Flensburg. Illegaler Tablettenhandel - Deutscher Apotheker belieferte dänische Dealer

Ein 46 Jahre alter Flensburger Apotheker wird des illegalen Medikamentenhandels mit dänischen Drogendealern beschuldigt. Er habe gestanden, in den vergangenen zwei Jahren mindestens 530 000 Tabletten des Beruhigungsmittels Rohypnol für den Schwarzmarkt in der dänischen Discotheken-Szene besorgt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Flensburg in Schleswig- Holstein mit. Der Apotheker sei den Behörden aufgefallen, weil er das Mittel in ungewöhnlich großen Mengen bestellte. (Handelsblatt, 18.04.2009)

http://www.handelsblatt.com/journal/nachrichten/deutscher-apotheker-belieferte-daenische-dealer;1065288

Nordrhein-Westfalen. Drogentests bei Bewerbungen erhitzen die Gemüter. Persönlichkeitsrechte in nicht-sicherheitsrelevanten Berufen gefährdet. (Pressetext.de, 16.06.2009)

http://pressetext.de/news/090616021/drogentests-bei-bewerbungen-erhitzen-die-gemueter/

Essen. IG Metall kritisiert Drogentests bei Bewerbern

Datenschützer und Gewerkschafter kritisieren die Praxis, Bewerber vor einer Einstellung auf Drogen zu testen. (Finanznachrichten.de, 16.06.2009)

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-06/14177976-waz-ig-metall-kritisiert-drogentests-bei-bewerbern-007.htm

Niedersachsen. Kokain-Cola hält Landtag wach

Nach dem Verbot des Getränks Red Bull Simply Cola in Niedersachsen hat die Fraktion der Linken Fragen an die Landesregierung. In der Cola waren Spuren von Kokain nachgewiesen worden. (Die Tageszeitung, 16.06.2009)

http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2009%2F06%2F16%2Fa0166&cHash=b97d4eee87

Bielefeld. Drogenstreit endet in Massaker - Mord mit 108 Messerstichen

Lange Haftstrafen: Weil ein Aidskranker sein Fixerbesteck im selben Glas wie sie reinigte, haben ihn zwei Drogensüchtige bestialisch massakriert. (sueddeutsche.de, 22.06.2009)

http://www.sueddeutsche.de/panorama/468/472987/text/

EUROPA UND DIE WELT

Portugal. In 2001 Portugal became the only European country to decriminalise all drugs from cannabis to heroin. Eight years later Claudia Hammond reports from Lisbon to find out how the policy has affected drug use. (BBC, Health Check, 31.05.2009, Podcast)

http://www.bbc.co.uk/podcasts/series/healthc

Großbritannien. Dope farmers feeling the heat of police technology


Thermal imaging equipment is being used by police in the Lothians to home in on Asian drug gangs who are turning residential properties into cannabis farms. (Evening News, 02.06.2009)

http://edinburghnews.scotsman.com/edinburgh/Dope-farmers-feeling-the-heat.5324215.jp

Kroatien. Urteil des kroatischen Höchstgerichts - Kriegsveteranen dürfen Cannabis rauchen - Bei posttraumatischen Belastungsstörungen Anbau erlaubt

Kroatische Kriegsveteranen dürfen jetzt ungestraft Cannabis  rauchen. Das geht aus einem Urteil des Obersten Gerichtshofes des  Balkanstaates hervor, wie die Zeitungen in Zagreb am Donnerstag  berichteten. Das Gericht reagierte auf die Berufung eines Veteranen,  der in seinem Hinterhof Cannabis für den eigenen Gebrauch gezüchtet  und dafür ein Jahr Gefängnis bekommen hatte. Der Mann ist nun frei. (Der Standard, 04.06.2009)

http://derstandard.at/?url=/?id=1244116938849

http://www.substanceabusepolicy.com/content/4/1/12

Chile. SCHMUGGLERTRICK - Polizei entdeckt Koffer aus Kokain

Kreativ getüftelt, doch der Trick funktionierte nicht: Auf einem chilenischen Flughafen hat eine Frau versucht, Kokain durch den Zoll zu schmuggeln - in Form ihrer Koffer. (Der Spiegel online, 03.06.2009)

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,628275,00.html#ref=rss

Polen. Gefährliche Party-Drogen locken an Grenze

Der kleine Laden liegt etwas versteckt in einer Nebenstraße der polnischen Grenzstadt Slubice rund 400 Meter von der Stadtbrücke nach Frankfurt (Oder) entfernt. In Glasvitrinen liegen Packungen mit Pillen und Mitteln aus, die rauschgiftähnliche Substanzen enthalten.

Seit der Eröffnung des Geschäfts werden dort sogenannte Partydrogen und auch die "Modedroge" Spice verkauft, die in Deutschland verboten sind. „Alle angebotenen Mittel sind bei uns legal“, versichert der Verkäufer. (Volksstimme.de, 02.06.2009)

http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/zerbst/?em_cnt=1414214

Großbritannien. Torches highlight cocaine users.


Ultra-violet light is being used by Cumbria Police as the latest weapon in the battle against illegal drugs use. (BBC, 13.06.2009)

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/cumbria/8098787.stm

USA. Legal Pot in California in 2010? "Oaksterdam" Provides the Model. Pot entrepreneur Richard Lee envisions a professional marijuana industry much like the one that exists in Amsterdam. (Alternet drugreporter, 15.06.2009)

http://www.alternet.org/drugreporter/140642/legal_pot_in_california_in_2010_%22oaksterdam%22_provides_the_model/

Großbritannien. Robo-Frettchen jagt Drogen und Waffen. (pcopen.de, 16.06.2009)

http://www.pcopen.de/cgi-bin/news/news_show.cgi?titel=Robo-FrettchenjagtDrogenundWaffen&news=1245132692

End the Death Penalty for Drug-Related Offenses


Joint Statement by The Anti Death Penalty Asia Network (ADPAN), of which Amnesty International is a member, Human Rights Watch and the International Harm Reduction Association. (Transform Drug Policy Foundation, 22.06.2009)

http://www.ahrn.net/index.php?option=content&task=view&id=2839#_1

USA. SUPREME COURT SAYS CHILD'S RIGHTS VIOLATED BY STRIP SEARCH

A strip search of a 13-year-old girl by officials at her middle school violated the Constitution, the Supreme Court ruled Thursday in an 8-to-1 decision.

The student, Savana Redding, had been suspected of bringing prescription-strength ibuprofen to the school, in Safford, Ariz. (New York Times, 26.06.2009)

http://www.mapinc.org/drugnews/v09.n656.a03.html

USA. US-SCHULE FILZTE MÄDCHEN - Oberstes Gericht verbietet Intimuntersuchungen

Weil Lehrer Drogen bei ihr vermuteten, musste ein 13-jähriges Mädchen aus Arizona sich bis auf die Unterwäsche ausziehen. Gefunden wurde nichts. Ist eine solche Durchsuchung zulässig? Nein, urteilte nun der Supreme Court - und schloss zugleich Schadensersatz aus. (Spiegel online, 26.06.2009)

www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,632778,00.html

Cjhina. 20 Drogendealer in China hingerichtet - Hunderte von Menschen wegen Drogendelikten vor Gericht

In China hat es in den vergangenen Tagen Hinrichtungen von mindestens 20 Drogenhändlern gegeben. Auch wurden hunderte wegen Drogendelikten vor Gericht gestellt. (NZZ Online, 26.06.2009)

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/china_hinrichtungen_dealer_1.2823860.html

USA. Marijuana Legalization Drive Fueled by Current Events

Ongoing drug violence in Mexico and state budget deficits are driving optimism among supporters of marijuana legalization, the Associated Press reported June 16. Legalization supporters argue that legalization will cut Mexican drug cartels out of the business and provide a new vehicle for generating state tax revenues. "This is the first time I feel like the wind is at my back and not in my face," said long-time drug reformer Ethan Nadelmann of the Drug Policy Alliance. (jointogether, 23.06.2009)

http://www.jointogether.org/news/headlines/inthenews/2009/marijuana-legalization-drive.html

DROGENPOLITIK (siehe auch INTERNATIONALES – WAR ON DRUGS)

Tabaksteuer, Rauchverbot, Nichtraucherschutz

(siehe auch: SUBSTANZEN -> NIKOTIN)

GLOBALink, die website von global tobacco control, mit deutschsprachiger Ausgabe:

http://www.globalink.org/

http://newsde.globalink.org/

Weltnichtrauchertag: EU-Kommission startet mit HELP 2.0 eine neue Kampagne gegen das Rauchen. (EU-Pressemitteilung vom 28.05.2009)

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/848&format=HTML&aged=0&language=DE

Brüssel. HELP – Für ein rauchfreies Leben. Eine Initiative der Europäischen Union.

http://www.help-eu.com/

http://de-de.help-eu.com/pages/index-3.html

Heidelberg. Rauchfreie Gaststätten in Deutschland 2009: Steigende Zustimmung in der Bevölkerung - Fast drei Viertel (73,7 Prozent) wünschen sich eine bundesweit einheitliche Regelung des Rauchverbots in Gaststätten.

Die Zustimmung zu einem Rauchverbot ist keine Frage der Parteipräferenz: Unter den Wählern aller Parteien besteht eine große Mehrheit für ein Rauchverbot in Gaststätten. (DKFZ – Deutsches Krebsforschungszentrum, o.D., 2009)

http://www.tabakkontrolle.de/pdf/AdWfP_Rauchfreie_Gaststaetten_2009.pdf

Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2008. Eine Wiederholungsbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Köln. Verbreitung des Tabakkonsums bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. (BZgA, Mai 2009)

http://www.bzga.de/?uid=c483c1836587158bfd08feebf230c6dd&id=Seite1417

USA. Senate Votes to Impose U.S. Regulation on Tobacco.

The Senate voted overwhelmingly Thursday to impose federal regulation on cigarettes and other forms of tobacco, passing a landmark bill to empower the Food and Drug Administration to control products that eventually kill half their regular users. (…) The Family Smoking Prevention and Tobacco Control Act, as it is called, would empower the F.D.A. to set standards for cigarettes, regulating chemicals in cigarette smoke and outlawing most tobacco flavorings (

The New York Times, 11.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/12/business/12tobacco.html

Schlag gegen Tabakindustrie - USA verbieten Light-Zigaretten

Nach jahrelangem Kampf bahnt sich ein historischer Schlag gegen die Tabakindustrie an: Per Gesetz wollen die USA den Nikotingehalt von Zigaretten begrenzen und fruchtig-süße Geschmackszusätze untersagen. Die Anti-Raucher-Lobby triumphiert. (Financial Times Deutschland, 12.06.2009)

http://www.ftd.de/politik/international/:Schlag-gegen-Tabakindustrie-USA-verbieten-Light-Zigaretten/526093.html?nv=cd-rss200

Brandenburg. Tabakanbau nach 400 Jahren vor dem Aus. (Nordkurier, 13.06.2009)

http://www.nordkurier.de/index.php?objekt=nk.nachrichten.uckermark&id=548832

Haina / Hessen. Interview mit Rüdiger Müller-Isberner (Ärztlicher Direktor der Klinik für forensische Psychiatrie Haina): Ohne Zigaretten weniger Medikamente. Als das hessische Nichtraucherschutzgesetz im Oktober 2007 in Kraft trat, führte die Klinik ein Rauchverbot auf dem gesamten Gelände ein. Das hat ein Gericht jüngst untersagt. (Frankfurter Rundschau online, 13.06.2009)

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1795248_Ohne-Zigaretten-weniger-Medikamente.html

USA. "Recht auf Kommunikation" - US-Werber kämpfen für Tabakbranche

Keine Zigarettenwerbung mehr im Umfeld von Schulen: So will die US-Regierung Schüler vor Nikotinkonsum schützen. Dagegen läuft die Werbebranche Sturm: Die Wirtschaft habe ein Recht auf Kommunikation mit Erwachsenen. (Financial Times Deutschland, 17.06.2009)

http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Recht-auf-Kommunikation-US-Werber-k%E4mpfen-f%FCr-Tabakbranche/528021.html?nv=cd-topnews

Hamburg. Angst vor dem rauchenden Wähler

Seit Monaten streiten CDU und GAL über ein neues Gesetz zum Nichtraucherschutz. Bislang ohne Ergebnis. Denn im Wahljahr nehmen die Parteien Rücksicht auf die Raucherlobby. Bis Jahresende aber verlangt das Verfassungsgericht eine neue Regelung - so lange gilt die von den Richtern eingeführte Übergangslösung. (welt.de, 2.06.2009)

http://www.welt.de/wams_print/article3965647/Angst-vor-dem-rauchenden-Waehler.html

Heidelberg. Weltnichtrauchertag 2009 - Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Kombinierte Warnhinweise aus Bild und Text auf Tabakprodukten

Für 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation das Thema "Tobacco Health Warnings" gewählt und damit einen Schwerpunkt auf die gesundheitsgefährdenden Auswirkungen des Tabakrauchs gelegt.

Schriftliche und bildliche Warnhinweise sollen zur weiteren Aufklärung über die Gefahren des Tabakrauchens auf den Tabakverpackungen eingesetzt werden. Das diese Kombination wirksamer ist als ein Text allein, ist ein Ergebnis von Studien, die im neuen Report des Deutsche Krebsforschungszentrums  "'Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Kombinierte Warnhinweise aus Bild und Text auf Tabakprodukten" vorgestellt werden. (DKFZ 2009)

http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Band_10_Kombinierte_Warnhinweise_2009.pdf

Anti-Raucher-Gesetz - Obama bekämpft Zigarettenkonsum

Sein persönliches Gefecht gegen den blauen Dunst hat ihn belehrt. Der amerikanische Präsident unterzeichnete jetzt das strengste Gesetz der USA gegen Tabakkonsum. Auf die Schachteln werden Warnbilder gedruckt und der "light"-Begriff abgeschafft. (Financial Times Deutschland, 23.06.2009)

http://www.ftd.de/politik/international/:Anti-Raucher-Gesetz-Obama-bek%E4mpft-Zigarettenkonsum/530618.html

Wieso Rauchen verboten wird

Rauchverbote dienen nicht in erster Linie dazu, das Rauchen einzudämmen. Es verhält sich genau umgekehrt: Rauchverbote sind eine Folge davon, dass der Tabakkonsum rückläufig ist.

Ja, es stimmt. Durch unzählige Studien bewiesen. Rauchen ist ungesund. Das bestreitet heute niemand mehr. Darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass das Rauchen hinhalten muss für etwas, was gar nicht so sehr mit dem Rauchen, sondern vielmehr mit veränderten Werten in der Gesellschaft zu tun hat. Wer sagt, was sich gehört? (Berner Zeitung, 27.06.2009)

http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Wieso-Rauchen-verboten-wird/story/21557124

ALKOHOLSTEUER – ALKOHOLPOLITIK (siehe auch SUBSTANZEN – ALKOHOL)

Länder wollen härter gegen Alkoholverkauf an Minderjährige vorgehen

Die Innenminister der Länder wollen härter gegen den illegalen Verkauf von Alkohol an Jugendliche vorgehen. Minderjährige Testkäufer sollen Verstöße gegen den Jugendschutz flächendeckend entlarven. (aerzteblatt.de, 03.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36812/Laender_wollen_haerter_gegen_Alkoholverkauf_an_Minderjaehrige_vorgehen.htm

Berlin. Kinderschutzbund: Einsatz junger Testkäufer rechtswidrig

Der Deutsche Kinderschutzbund ist strikt gegen den Einsatz junger Testkäufer im Kampf gegen illegalen Alkoholhandel. Präsident Heinz Hilgers wandte sich im ZDF-Morgenmagazin dagegen, Händler zu Straftaten produzieren: “Es ist schon ein Unterschied, ob ich einen anderen Menschen zu einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit provoziere und ihn anschließend anzeige, oder ob ich ihm einen Denkzettel überreiche”, sagte Hilgers. Nur Testkäufe, die mit einer Denkzettelfunktion endeten, seien nach geltendem Recht zulässig. (Yahoo Nachrichten, 04.06.2009)

http://de.news.yahoo.com/1/20090604/tde-kinderschutzbund-einsatz-junger-test-61556ad.html

Cloppenburg. Schüler kommt ohne Probleme an Schnaps - Jugendamt und Polizei überprüfen 30 Verkaufsstellen - In 17 Fällen Hochprozentiges an Minderjährige abgegeben.

Mitarbeiter des Jugendamtes im Landkreis Cloppenburg und der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta haben bei Alkohol-Testkäufen in Kiosken, Tankstellen, Getränke- und Supermärkten erneut zahlreiche Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt. Überprüft wurden 30 Verkaufsstellen im gesamten Kreisgebiet. Nach Mitteilung der Kreisverwaltung wurde in 17 Fällen hochprozentiger Alkohol an die minderjährigen Testkäufer abgegeben. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 56 Prozent. (Nordwest Zeitung online, 27.06.2009)

http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_cloppenburg_cloppenburg_artikel.php?id=2042090

Großbritannien. Safe. Sensible. social. Selling alcohol responsibly: A consultation on the new code of practice for alcohol retailers. 
The Home Office are running a series of ten events around England and Wales as part of the consultation on the code of practice for alcohol retailers. If you work in the alcohol retail industry, a licensing authority, health bodies or enforcement, they want you to take part in one of these events. (Home Office, London, Juni 2009)

http://www.alcoholconsultation.co.uk/

New Eurocare report on Alcohol market trends – Asia leads the way

As some companies continue to see stagnation and falling sales in Western Europe, their main focus has now shifted to the emerging markets – in particular, Asia and Russia but also Eastern Europe.

Interestingly, despite problems in the global economy, market analysts are forecasting a solid global growth in the industry’s income for the next three years. (Eurocare, 04.06.2009)

http://www.eurocare.org/press/newsletter/april_may_2009/news_from_eurocare/new_eurocare_report_on_alcohol_market_trends_asia_leads_the_way

Data map of trans-European surveys on alcohol consumption and related matters. (Eurocare, 04.06.2009)

http://www.eurocare.org/press/newsletter/april_may_2009/news_from_members/data_map_of_trans_european_surveys_on_alcohol_consumption_and_related_matters

Hannover. Koma-Saufen Schock-Kampagne gegen Alkohol-Missbrauch. (BILD, 05.06.2009)

http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/aktuell/2009/06/05/koma-saufen-1/schock-kampagne-gegen-alkoholmissbrauch.html

Bayreuth. Brauer begrüßen Aus für Programm gegen Alkohol

Die oberfränkischen Brauer sind erleichtert über das vorläufige Scheitern des nationalen Aktionsprogramms gegen Alkohol und Tabak. (BILD, 05.06.2009)

http://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/dpa/2009/06/05/brauer-begruessen-aus-fuer-programm-gegen.html

Deutschland, ein Trinkervolk? - Jugendliche und Komasaufen

Aktionswoche gegen Komasaufen: Der Suchtforscher Professor Falk Kiefer sieht die Ursache von Alkoholexzessen Jugendlicher auch im gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol. (sueddeutsche.de, 15.06.2009)

http://www.sueddeutsche.de/panorama/612/472139/text/

Stuttgart. "Rechtswidrig" - Bierbrauer wollen Alkoholverbot zu Fall bringen

Bierbrauer und Tankstellen wollen das in Baden-Württemberg geplante nächtliche Verkaufsverbot für Alkohol im Einzelhandel zu Fall bringen. "Das Gesetzesvorhaben ist aus unserer Sicht rechtswidrig", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Peter Hahn, am Montag. Man behalte sich rechtliche Schritte vor. (Stuttgarter Nachrichten, 15.06.2009)

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2069771_0_8163_--rechtswidrig-bierbrauer-wollen-alkoholverbot-zu-fall-bringen.html

Hamm. Hoher Konsum - Suchtexperte fordert Verbot von Alkoholwerbung

Für ein generelles Verbot von Alkoholwerbung hat sich die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) ausgesprochen. "Es ist nachgewiesen, dass nicht trinkende Jugendliche durch Werbung zum Alkoholtrinken verführt werden und bereits alkoholkonsumierende Jugendliche durch Werbung noch mehr trinken", sagte DHS- Geschäftsführer Raphael Gaßmann in Hamm. (fr-online, 19.06.2009)

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1803845_Suchtexperte-fordert-Verbot-von-Alkoholwerbung.html

Impact of Alcohol Advertising and Media Exposure on Adolescent Alcohol Use: A Systematic Review of Longitudinal Studies

Peter Anderson; Avalon de Bruijn; Kathryn Angus; Ross Gordon; Gerard Hastings

Alcohol and Alcoholism. 2009;44(3):229-243.

http://www.medscape.com/viewarticle/704094?src=mp&spon=12&uac=62838EX

Wiesbaden. Unter der Lupe: Diageos Alkoholwerbung unterzieht sich Vorprüfung. Bätzing: Vorbildlicher Schritt für die gesamte Branche.

Diageo Deutschland, Tochter des weltweit größten Herstellers von Premiumspirituosen, unterzieht seine Werbekampagnen ab sofort freiwillig einer Vorprüfung durch den Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft ZAW. Die Vorprüfung soll Unternehmen dabei unterstützen, die Verhaltensregeln über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke einzuhalten. Ziel ist es vor allem, sicherzustellen, dass sich Werbung für Alkohol nicht an Kinder und Jugendliche richtet oder missbräuchliches Konsumverhalten fördert. (presseportal.de, 19.06.2009)

http://www.presseportal.de/pm/53705/1425655/diageo_deutschland_gmbh

Marburg. Studie über Saufgelage in Marburg - Forscher: Trinker nicht vertreiben

Geduld und Gelassenheit angesichts der saufenden Jugendlichen in Marburgs neuer Mitte empfiehlt Jugendforscher Benno Hafeneger. Keinesfalls solle man sie von ihrem Treffpunkt rund um den Elisabeth-Blochmann-Platz vertreiben: "Die Stadt kann froh sein, dass sie so einen attraktiven Ort hat", sagt Hafeneger. Auch von Alkoholverboten rät er ab. Dann werde nur andernorts getrunken: "Die Jugendlichen müssen ja lernen, mit Alkohol umzugehen", meint der Erziehungswissenschaftler.

Hafeneger hat die Milieustudie über die jungen Leute erarbeitet, deren Saufgelage seit zwei Jahren zum politischen Zankapfel in der Universitätsstadt geworden sind. Dabei handele es sich um die bundesweit erste Studie dieser Art, berichtet der Forscher. (Frankfurter Rundschau online, 19.06.2009)

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1803960_Studie-ueber-Saufgelage-in-Marburg-Forscher-Trinker-nicht-vertreiben.html

Baden-Würtemberg. Geplanter Verkaufsstopp - Tankwarte kontern Alkoholverbot mit Jugendschutz Immer öfter sind Tankstellen zu später Stunde Treffpunkt für Jugendliche und deren Versorgungsstätte mit Alkohol. Deshalb plant Baden-Württemberg ab kommendem Jahr ein Verkaufsverbot für alkoholische Getränke nach 22 Uhr. Weil dies die Existenz einiger Tankstellen gefährden könnte, bietet die Branche besseren Jugendschutz an. (welt.de, 24.06.2009)

http://www.welt.de/wirtschaft/article3987156/Tankwarte-kontern-Alkoholverbot-mit-Jugendschutz.html

EUROPA:

Zürich. Monitoring Drogen und Sucht 2009 der Stadt Zürich Der städtische Monitoringbericht Drogen und Sucht steht 2009 zum fünften Mal in Folge zur Verfügung. Er zeigt die Angebote, welche die Stadt Zürich und private Institutionen im Bereich des problematischen Umgangs mit Drogen und Sucht zur Verfügung stellen. Nach wie vor steht der Umgang mit Alkohol und damit verbunden die vermehrte Gewaltbereitschaft vor allem auch im Umfeld der Jugendlichen im Vordergrund. Insgesamt setzen sich jedoch die bekannten Trends bei den legalen und illegalen Drogen fort.

http://www.stadt-zuerich.ch/content/gud/de/index/gesundheit/gesundheitspolitik/drogen_suchtpolitik/aktuell.html

PRÄVENTION

Aids ist nicht besiegt - aber Prävention zeigt Erfolge

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Kondomabsatz auf Rekordniveau

Die neuen Daten der Repräsentativerhebung „Aids im öffentlichen Bewusstsein 2008“ der  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigen einen weiteren Anstieg des Schutzverhaltens in der Bevölkerung. Auch die Kondomabsatzzahlen liegen im Jahr 2008 auf dem Rekordniveau von 215 Millionen Stück. (Pressemitteilung der BZgA vom 25.05.2009)

http://www.bzga.de/?uid=c483c1836587158bfd08feebf230c6dd&id=presse&nummer=523

Gemeinsam gegen Alkoholmissbrauch Jugendlicher. Private Krankenversicherung und BZgA starten neues Präventionsprojekt. (PRESSEMITTEILUNG VERBAND DER PRIVATEN KRANKENVERSICHERUNG E.V., 08.06.2009)

http://gesundheit-adhoc.de/index.php?m=1&showPage=1&id=6532

Köln. Kampagne gegen Komasaufen gestartet

Mit jährlich zehn Millionen Euro unterstützt der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) eine neue Informationskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (aerzteblatt.de, 08.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36869/Kampagne_gegen_Komasaufen_gestartet.htm

Hamburg. Familie wird bei Drogenprävention eingebunden. Studie bestätigt: erhöhter Drogenkonsum bei psychisch kranken Jugendlichen / Präventionsprogramm im Test. (Ärzte Zeitung, 18.06.2009)

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/?sid=553388

Aktuelle Ergebnisse der Aidsprävention in Deutschland

Unter dem Motto "Prepare for the long run" findet vom 24. bis 27. Juni 2009 der Deutsch-Österreichisch-Schweizerische-Aids-Kongress (SÖDAK) in St. Gallen statt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung präsentiert sich auf dem ersten, alle deutschsprachigen Länder umfassenden Kongress mit ihrer neuen "Liebesorte"- Kampagne als zentralem Bestandteil von "GIB AIDS KEINE CHANCE".Aktuelle Forschungsergebnisse der BZgA-Repräsentativerhebung "Aids im öffentlichen Bewusstsein 2008" werden vorgestellt. (Pressestelle Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 23.06.2009)

http://idw-online.de/pages/de/news321989

Österreich. PartyFit wendet sich an Jugendliche und junge Erwachsene die gerne feiern und Spaß haben. Wir sind bei Veranstaltungen direkt vor Ort und informieren dich rund um das Thema Alkohol.

Ein Projekt von: Sucht und Drogenkoordination Wien und CheckYourDrugs.at

http://www.partyfit.at/

Berlin. Bundesweiter Wettbewerb: Zehn Preisträger für vorbildliche Suchtprävention für Kinder und Jugendliche vor Ort ausgezeichnet. (Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, 30.06.2009)

http://www.akos.de/?uid=c85225586df8df3b23c32aff022f608d&id=presse&nummer=533

BEGLEITKRANKHEITEN

VERSCHIEDENES

"Behandlung von Personen mit Substanzstörungen und ADHS in den Polikliniken der ARUD Zürich 2/2" (Empirischer Teil).

"Behandlung von Personen mit Substanzstörungen und ADHS in den Polikliniken der ARUD Zürich 1/2"

("Info Evaluation und Forschung", ARUD, Zürich, Juni 2009)

http://www.arud.ch/uberuns/index.htm

MANAGEMENT OF COMMON HEALTH PROBLEMS OF DRUG USERS (World Health Organization, Regional Office for South-East Asia. (Technical Publication Series No. 56). New Delhi 2009

http://www.searo.who.int/LinkFiles/HIV-AIDS_Primary_care_guidelines.pdf

Accumulation of major depressive episodes over time in a prospective study indicates that retrospectively assessed lifetime prevalence estimates are too low

Scott B Patten

BMC Psychiatry 2009, 9:19doi:10.1186/1471-244X-9-19

http://www.biomedcentral.com/1471-244X/9/19

Quarterly Recovery Management Checkups to Treat Chronic Substance-Use Disorders

http://www.bu.edu/aodhealth/issues/issue_may09/friedmann_scott.html

CME. Alcohol Dependence, Psychosis, and Diabetes: Oh My! (MedScapeCME, 28.05.2009)

http://cme.medscape.com/viewarticle/703014?src=cmemp

Health Consequences of Illegal Drug Use

Chuan-Yu Chen; Keh-Ming Lin

Curr Opin Psychiatry. 2009;22(3):287-292.

http://www.medscape.com/viewarticle/703478?src=mp&spon=12&uac=62838EX

CME. Violence in Schizophrenia Rare in the Absence of Substance Abuse

The increased risk for violent crime associated with schizophrenia is largely due to the subgroup of patients who are also substance abusers, according to a study in the May 20 issue of the Journal of the American Medical Association. (MedScape CME, 02.06.2009)

http://cme.medscape.com/viewarticle/703641?src=cmenews

Cannabis. SMOKED CANNABIS’ EFFECT ON LUNGS

Does regular marijuana smoking cause COPD, Emphysema and/or Lung Cancer? In part 1, Donald Tashkin, MD examines risk of Chronic Obstructive Pulmonary Disease.

http://www.youtube.com/watch?v=PXKhHv5VuEI

Cannabis verändert DNA stärker als Tabak

Zu den unter Cannabiskonsumenten verbreiteten Mythen gehört, dass die sogenannte weiche Droge im Gegensatz zu Tabak nicht krebserregend ist. Eine Studie in Chemical Research in Toxicology (2009; 22: 1181-1188) weist in die entgegengesetzte Richtung. (aerzteblatt.de, 19.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37014/Cannabis_veraendert_DNA_staerker_als_Tabak.htm

Studie widerlegt Existenz eines Depressions-Gen

Ob Menschen auf Lebenskrisen mit einer Depression reagieren, scheint doch nicht in den Genen festgelegt zu sein. Dies zeigt eine Meta-Analyse im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 301: 2462-2471), welche die Ergebnisse einer früheren einflussreichen Studie nicht reproduzieren kann. (aerzteblatt.de, 17.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36996/Studie_widerlegt_Existenz_eines_Depressions-Gen.htm

The context of illicit drug overdose deaths in British Columbia, 2006

Jane A Buxton, Trevor Skutezky, Andrew W Tu, Bilal Waheed, Alex Wallace, and Sunny Mak

Harm Reduct J. 2009; 6: 9.

Published online 2009 May 29. doi: 10.1186/1477-7517-6-9.

PMCID: PMC2694163

http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?tool=pubmed&pubmedid=19480677

Wiesbaden. Statistik: Mehr Kranke durch legale Drogen

Legale Drogen wie Alkohol, Tabak oder Tabletten machen weitaus mehr Menschen krank als illegale Drogen wie Heroin, Kokain, Opium oder Cannabis.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch (26. Juni) mitteilte, wurden 2007 knapp 532 000 Menschen infolge des Konsums legaler Drogen im Krankenhaus behandelt. Illegale Drogen seien in rund 80 000 Fällen Anlass für einen Klinikaufenthalt gewesen. An alkoholbedingten Krankheiten und Krebserkrankungen, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden können, starben 2007 knapp 58 000 Menschen, an den Folgen des Konsums illegaler Drogen 1 375. (sueddetsche.de, 23.06.2009)

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/661679

TUBERKULOSE

Neuer Wirkstoff hilft bei MDR-Tuberkulose

Ein neuartiges Chinolon-Antibiotikum könnte die schwierige Behandlung der multi-resistenten (MDR)-Tuberkulose verbessern. Die Ergebnisse einer ersten klinischen Studie im New England Journal of Medicine (NEJM 2009; 360: 2397-2405) sind vielversprechend. Es gibt aber offene Fragen zur Sicherheit und zur Pharmakokinetik. (aerzteblatt.de, 04.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36840/Neuer_Wirkstoff_hilft_bei_MDR-Tuberkulose.htm

Promising new drug to treat TB

For the first time in nearly half a century, the world may be on the verge of adding a new drug to its arsenal against tuberculosis (TB) – one that would not only drastically improve the treatment of TB and its multidrug-resistant strains, but also shorten it. (Plus News, 17.06.2009)

http://www.plusnews.org/Report.aspx?Reportid=84888

USA. Substance Abuse Linked to Tuberculosis Transmission and Treatment Failure in the United States

Researchers from the Centers for Disease Control and Prevention analyzed records of tuberculosis (TB) cases in the United States from 1997-2006 to assess the role of substance abuse in the transmission and treatment of TB. (jointogether, Treatment Practitioner's Research Bulletin: May/June 2009)

http://www.jointogether.org/news/research/tprb/mayjun09/delaney-substance-abuse-linked.html

SCHMERZBEHANDLUNG

Bonn. Zunehmend Komplikationen unter Metamizol

Die steigenden Verordnungszahlen des Schmerzmittels Metamizol haben zu einer Zunahme von schweren Komplikationen geführt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mahnt deshalb die Beachtung der Indikationen an. (aerzteblatt.de, 03.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36823/Zunehmend_Komplikationen_unter_Metamizol.htm

HEPATITIS

Ausgewählte abstracts zum Stichwort Hepatitis können Sie wöchentlich kostenlos beziehen über den Online-Dienst AMEDEO.

http://www.amedeo.com

HIV

Deutsche AIDS-Hilfe: HIV.Report (ehemals FaxReport) ist online und erscheint zum Monatswechsel.

http://www.hivreport.de/

When to Start ART: Two Major Cohort Studies Published

While the studies may differ in when exactly to begin treatment in asymptomatic HIV patients, both add to a substantial body of evidence showing that untreated HIV infection has negative consequences. One study suggests that treatment should be started before the CD4 count falls below 350 cells/mm3; the other suggests before 500 cells/mm3. (AIDS.Clinical Care 2009. Medscape Today, 03.06.2009)

http://www.medscape.com/viewarticle/703308?src=mp&spon=1&uac=62838EX

Port-au-Prince – Johannesburg. Earlier ARV treatment saves lives

Findings from a clinical trial in Haiti bring the first conclusive evidence that HIV-positive people in developing countries have a significantly better chance of survival if they start antiretroviral (ARV) treatment earlier. (IRIN, 10.06,2009)

http://www.plusnews.org/Report.aspx?Reportid=84791

Mortality is Influenced by Locality in a Major HIV/AIDS Epidemic

An increase was seen in the risk of death among HIV-infected people on HAART in a neighborhood with a high concentration of injecting drug users relative to one with a high concentration of gay men. (Mortality is Influenced by Locality in a Major HIV/AIDS Epidemic; E.F. Druyts; B.S. Rachlis; V.D. Lima; S.S. Harvard; W. Zhang; E.K. Brandson; S.A. Strathdee; J.S.G. Montaner; R.S. Hogg, HIV Medicine. 2009;10(5):274-281)

http://www.medscape.com/viewarticle/703456?src=mp&spon=1&uac=62838EX

Afrika. Lives to save: PEPFAR, HIV, and injecting drug use in Africa

Joanne Csete, Anne Gathumbi, Daniel Wolfe, Jonathan Cohen

The US President's Emergency Plan for AIDS Relief (PEPFAR) is credited with provision of antiretroviral therapy to 2·1 million people with HIV, almost all of whom live in sub-Saharan Africa, and has spent more than US$18 billion on the continent. The achievements of this programme have, unfortunately, not reached thousands of injecting drug users in PEPFAR countries in Africa, many of whom have HIV.

The Lancet,  Volume 373, Issue 9680, Pages 2006 - 2007, 13 June 2009

doi:10.1016/S0140-6736(09)61092-8

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(09)61092-8/fulltext

As the HIV response represents one of the soundest of all possible global investments, it is critical that commitment to HIV efforts be maintained and strengthened in the midst of these economic challenges - Report of the Secretary-General to the 63rd General Assembly. (UNAIDS, 16.06.2009)

http://www.unaids.org/en/KnowledgeCentre/Resources/FeatureStories/archive/2009/20090612_UN_SG_AIDS_progress.asp

http://www.ahrn.net/library_upload/uploadfile/file3392.pdf

Substitution treatment of injecting opioid users for prevention of HIV infection.

Gowing L., Farrell M., Bornemann R.

Cochrane Database of Systematic Reviews: 2008, Issue 2, Art. No.: CD004145.

http://findings.org.uk/count/downloads/download.php?file=Gowing_L_12.txt

Large sharing networks and unusual injection practices explain the rapid rise in HIV among IDUs in Sargodha, Pakistan

Khan AA, Awan AB, Qureshi SU, Razaque A, Zafar ST

Harm Reduction Journal 2009, 6:13 (26 June 2009)

http://www.harmreductionjournal.com/content/6/1/13

SUBSTANZEN (verschiedene)

The God Chemical: Brain Chemistry And Mysticism. For much of the 20th century, mainstream science shied away from studying spirituality. (npr, 18.05.2009)

http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=104240746&ft=1&f=2&sc=emaf&sc=emaf

‚What is possible with benzodiazepines’ by Chris Ford

Audio, powerpoint and guidance for talk at 2009 National Drug Treatment Conference (Exchange Supplies, UK)

http://www.exchangesupplies.org/conferences/NDTC/2009_NDTC/speakers/chris_ford.html

BZP. Drogenprofile: BZP und andere Piperazine. (EMCDDA)

http://www.emcdda.europa.eu/publications/drug-profiles/bzp/de

Schweiz. Drogeninfo "Schlaf- und Beruhigungsmittel": Ein neues Drogeninfo der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenfragen (SFA).

http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/di_medikamente.pdf

Muskatnuss. Do You Know About the Narcotic Effects of Nutmeg?

Humanity has used nutmeg as a medicine, narcotic, aphrodisiac, dream enhancer and inebriant. (Entheogen Review. 05.06.2009)

http://www.alternet.org/drugreporter/140480/nutmeg%3A_an_exploration_of_the_narcotic_spice/

Die Pille davor - Warum so viele Deutsche Tabletten schlucken, um ihre Leistungen im Job zu steigern. (Süddeutsche Zeitung, 06.06.2009)

http://www.sueddeutsche.de/i5y38J/2920777/Die-Pille-davor.html

Sibutramin – Appetitzügler. MAHLZEIT: Schlank durch Pillen? Gefahr durch Appetitzügler

Abnehmen ohne Anstrengung und Risiko. Dieses Versprechen weckt Hoffnung bei vielen Übergewichtigen. Doch teilweise verbergen sich hinter den als Naturprodukten angebotenen Präparaten Appetitzügler mit massiven Nebenwirkungen. (Deutschlandradio, 14.06.2009)

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/980884/

Mind-enhancing drugs: Are they a no-brainer?
 Advocates say they are an irresistible way of improving students' performance. Critics argue they are a dangerous fad. (The Independent, 19.06.2009)

http://www.independent.co.uk/news/science/mindenhancing-drugs-are-they-a-nobrainer-1708988.html

Cognitive Enhancers. Is it acceptable for people to take methylphenidate to enhance performance? Yes

John Harris, Lord Alliance professor of bioethics and director

BMJ 2009;338:b1955

http://www.bmj.com/cgi/content/full/338/jun18_2/b1955

Naturdrogen - Hortensien zum Rauchen

Pflanzen mit Rauschwirkung begegnen einem fast überall: Im Wald wachsen Fliegenpilze, in Parkanlagen und Vorgärten Hortensien und Engelstrompeten. Was in Deutschland nicht gedeiht, kann man im Internet bestellen. Begehrt sind zurzeit „Buttons“, getrocknete Kakteenscheiben. (Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 17/2009)

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=29651

K.-o.-Mittel: Häufigkeit, Wirkungsweise, Beweismittelsicherung

Knock-Out Drugs: Their Prevalence, Modes of Action, and Means of Detection

Madea, Burkhard; Mußhoff, Frank

Dtsch Arztebl Int 2009; 106(20): 341-7; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0341

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&p=madea&id=64656

Khat. Prevalence of khat chewing in students of Jazan region

Hussein M Ageely

Harm Reduction Journal 2009, 6:11doi:10.1186/1477-7517-6-11

http://www.harmreductionjournal.com/content/6/1/11

Effects of Modafinil on Dopamine and Dopamine Transporters in the Male Human Brain: Clinical Implications

Nora D. Volkow; Joanna S. Fowler; Jean Logan; David Alexoff; Wei Zhu; Frank Telang; Gene-Jack Wang; Millard Jayne; Jacob M. Hooker; Christopher Wong; Barbara Hubbard; Pauline Carter; Donald Warner; Payton King; Colleen Shea; Youwen Xu; Lisa Muench; Karen Apelskog-Torres

JAMA 301: 1148-1154.

Abstract

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19293415

ALKOHOL (Siehe auch DROGENPOLITIK -> ALKOHOLSTEUER – ALKOHOLPOLITIK)

Die Fachpresseschau Alkohol des Kollegen Dr. Ulrich Preuss (Halle/Saale) erscheint alle zwei Monate, die nächste also in dgs-info 30 (September 2009)

Anlage: Fachpresseschau_dgs-info_28

Internetdienst Alcohol and Health: Current Evidence - Alcohol and Health Outcomes, Interventions, Special Populations. Die Ausgaben können zu Unterrichtszwecken auch als Power-Point-Präsentationen runtergeladen werden.

http://www.alcoholandhealth.org

http://www.bu.edu/act/alcoholandhealth/index.html

Studie: Alkohol der wichtigste Risikofaktor für Darmkrebs

Eine neue Meta-Analyse sieht im Alkoholkonsum den wichtigsten Risikofaktor für das Kolorektalkarzinom. Die Übersicht im International Journal of Cancer (2009; 125: 171-180) bestätigt außerdem die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht. (aerzteblatt.de, 02.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36803/Studie_Alkohol_der_wichtigste_Risikofaktor_fuer_Darmkrebs.htm

USA. APA 2009: Alcoholism Is Not What It Used to Be, Expert Says

Recent findings from the National Epidemiologic Study on Alcohol and Related Conditions (NESARC) are challenging traditional views of alcoholism and point to the need for a paradigm shift in prevention and treatment strategies, a leading expert says.

Among other findings, recent data from NESARC, a prospective, population-based study that surveyed 43,000 US adults in 2001–2002 and again in 2004–2005, show that more than half of alcohol-dependent individuals are healthy, functional, young adults — a far cry from the stereotypical middle-aged, white-male, skid-row alcoholic, said Mark L. Willenbring, MD, director of the division of treatment and recovery research at the National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (NIAAA).

"Much of what we thought we knew about alcoholism was based on middle-aged people, primarily white men in treatment programs and Alcoholics Anonymous, but the NESARC data are turning what we thought we knew about alcoholism completely on its head," Dr. Willenbring told reporters attending a press conference here at the American Psychiatric Association 162nd Annual Meeting.

NESARC data also show that young adult alcohol-dependent individuals tend not to seek treatment and have the lowest rates of recovery and full remission. (Medscape Medical News, 28.05.2009)

http://www.medscape.com/viewarticle/703483?src=mp&spon=12&uac=62838EX

WHO: Social determinants of health and alcohol

The WHO member states keeps the Social Determinants of Health process on track by passing a resolution based on the commission report at the World Health Assembly last month. The Health Assembly next year will discuss a proposed global strategy to reduce harmful use of alcohol. (ADD Bulletin 4/2009, 18.06.2009)

http://www.add-resources.org/wha-passes-social-determinants-resolution.4608532-76188.html

Einer von weltweit 25 Todesfällen auf Alkohol zurückführbar: Psychologieprofessor der TUD veröffentlicht im Medizinjournal LANCET

Weltweit wird einer von 25 Todesfällen durch Alkoholkonsum verursacht, ebenso fünf Prozent aller Krankheiten. Die Krankheitslast steigt mit der durchschnittlich konsumierten Alkoholmenge unweigerlich an.

Dies geht aus einer weltweiten Studie eines Wissenschaftlerteams um Professor Jürgen Rehm hervor, der am Institut für Klinische Psychologie der TU Dresden und am Centre for Addiction and Mental Health in Toronto lehrt und forscht. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen LANCET Edition veröffentlicht und eröffnen eine ganze Artikelserie zum Thema Alkohol. (Technische Universität Dresden, Pressemitteilung vom 26.06.2009)

http://idw-online.de/pages/de/news322947

The Lancet,  Volume 373, Issue 9682, Pages 2176 - 2177, 27 June 2009

doi:10.1016/S0140-6736(09)61170-3Cite or Link Using DOI

A case study in how harmful alcohol consumption can be

Jürgen Rehm, Robin Room

http://www.tu-dresden.de/presse/lancet.pdf

The Lancet, Volume 373, Issue 9682, Page 2171, 27 June 2009

doi:10.1016/S0140-6736(09)61165-XCite or Link Using DOI

Alcohol and harm reduction in Russia

The Series on alcohol and global health, published in The Lancet today, draws attention to one of the most pressing public health problems in the world. Alcohol promotes inequities and accounts for substantial harm to individuals, families, and communities, most of which could be prevented or reduced. The three Series papers address the burden of alcohol, strategies for harm reduction, and future actions. By way of an example, an Article analyses the influence of alcohol on cause-specific mortality in Russia.

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(09)61165-X/fulltext

Russland: Alkohol für jeden zweiten vorzeitigen Todesfall verantwortlich

Jeder zweite vorzeitige Todesfall in Russland ist die direkte oder indirekte Folge eines unmäßigen Alkoholkonsums. Dies geht aus einer Fall-Kontrollstudie im Lancet (2009; 373: 2201-2214) hervor. Weltweit könnte Alkohol für einen von 25 Todesfällen verantwortlich sein. (aerzteblatt.de, 28.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37139/Russland_Alkohol_fuer_jeden_zweiten_vorzeitigen_Todesfall_verantwortlich.htm

AMPHETAMINE

Website einer Selbsthilfegruppe von Methamphetamin-Konsumenten in Australien.

http://www.meth.org.au/

Jugendliche und ihr Konsum von Amphetaminen und verwandten Mitteln

In Deutschland liegen einige Studien vor, in denen Angaben von Jugendlichen ab 15 Jahren zum Konsum von Amphetaminen erhoben worden sind. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studien sind im Folgenden zusammengestellt. (Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS), Forschungsbrief Nr. 22, April 2009)

http://www.hls-online.org/forschungsbriefe.html

USA. Drug Experts Report a Boom In Ecstasy Use

Some of the small tablets are shaped like the familiar Playboy magazine rabbit ears and are known as Bunnies. Others are called Buddhas because they bear his likeness. Some are stamped with the Nike swoosh, a shamrock or Dino the Dinosaur.

All are part of an alarming explosion in MDMA, the synthetic psychoactive drug known as Ecstasy. Seizures of the tablets, which have become something of a cult drug among teenagers in nightclubs around the country, have increased 450 percent between 1998 and 1999, a federal law enforcement official said. The United States Custom Service is projecting a 1,500 percent increase this year from last. (New York Times, 24.06.2009)

http://www.nytimes.com/2000/02/26/nyregion/drug-experts-report-a-boom-in-ecstasy-use.html?partner=rssnyt&emc=rss

CANNABIS

Gegen Gift im Gras - DHV startet Streckmittelmelder

Seit Sommer 2006 reißen die Berichte über Verunreinigungen und Streckmittel in Marihuana nicht mehr ab. Spätestens die mehr als 100 Leipziger Cannabiskonsumenten, die im Herbst 2007 mit Bleivergiftungen in den Krankenhäusern landeten, machten selbst Nichtkonsumenten bewusst, dass von diesen Streckmitteln eine erhebliche Gesundheitsgefahr ausgeht.

(...)  Mit dem Streckmittelmelder hat (der Deutsche Hanfverband) im Mai einen weiteren Baustein der Anti-Streckmittel-Kampagne des DHV (gesetzt).

Erstmals haben Cannabiskonsumenten nun die Möglichkeit, ihre Leidensgenossen anonym und tagesaktuell mit Informationen über gefährliche Verunreinigungen und ihre Nebenwirkungen zu informieren. (DHV Newsletter vom 03.06.2009)

http://hanfverband.de/letter/03_06_2009.html#streckmittel

Cannabis - Rauschmittel mit Heilkraft

Gefährliche Einstiegsdroge und hochwirksames Medikament. Was für bundesweit rund 600.000 meist jugendliche Haschisch- und Marihuana-Konsumenten ein schneller Kick ist, kann letzte Hoffnung sein für schwerkranke Patienten mit Krebs, AIDS oder multipler Sklerose, denen keine Arznei mehr hilft. Doch an Hanf oder Cannabis scheiden sich die Geister - zumal wissenschaftliche Studien weniger eindeutig sind als die aktuelle Rechtslage. (Apotheken-Umschau 15.04 2009)

http://www.naturheilkunde-news.de/2009/06/04/cannabis-rauschmittel-mit-heilkraft/

Australien. The National Cannabis Prevention and Information Centre (NCPIC)

http://ncpic.org.au/

Cannabis fördert Nikotinabhängigkeit

Bislang galt das Rauchen von Zigaretten als „Einstiegsdroge“ für Cannabis. Doch gibt es auch umgekehrte Effekte. Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat anhand einer Zwillingsstudie festgestellt, dass Cannabiskonsum den Übergang vom gelegentlichen zum regelmäßigen Zigarettenrauchen fördert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, nikotinabhängig zu werden. (drugcom.de, 19.06.2009)

http://www.drugcom.de/?id=aktuelles&idx=688

USA. Marijuana Smoke on California Cancer List

Marijuana smoke has joined tobacco smoke and hundreds of other chemicals on a list of substances that California regulators say cause cancer. The decision, made by the Office of Environmental Health Hazard Assessment on Friday, is likely to force medical marijuana dispensaries with 10 or more employees to post warnings. Final rules are expected by the time warning requirements take effect in a year. (New York Times, 21.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/21/us/21pot.html?partner=rssnyt&emc=rss

KOKA / KOKAIN

Anti-Cocaine Drug Fails in Trial

A medication designed to fight cocaine addiction failed to show positive results in mid-stage clinical trials, sending shares of drug-maker Catalyst Pharmaceutical Partners Inc. plunging, Reuters reported May 29. (jointogether, 03.06.2009)

http://www.jointogether.org/news/headlines/inthenews/2009/anti-cocaine-drug-fails-in.html

THE WHO COCAINE REPORT THE US DIDN'T WANT YOU TO SEE

The largest ever study of cocaine use around the globe was carried out in the early 90's by the UN World Health Organisation (WHO) and funded by the UN Inter-regional Crime and Justice Research Institute (UNICRI), but under pressure from the US its publication was suppressed when it became clear the report's findings were in direct conflict with the myths, stereotypes and propaganda that prop up the war on drugs. (TDPF, 18.06.2009)

http://drugsense.org/url/jGdQ9Nyy

WHO-Kokainreport auf Wikileaks

Die Zusammenfassung einer 14 Jahre lang nicht veröffentlichte Studie widerspricht in vielen Punkten den Begründungen für den War on Drugs. (heise.de, 24.06.2009)

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30587/1.html

Stuttgart. Ministerium: Kokain in Red Bull-Cola ist Einzelfund - Andere Hersteller benutzen offenbar andere Kokablätter. (Stuttgarter Nachrichten, 25.06.2009)

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2103444

Reduced Attentional Scope in Cocaine Polydrug Users

Lorenza S. Colzato1, Wery P. M. van den Wildenberg, Bernhard Hommel

PLoS ONE 4(6): e6043. doi:10.1371/journal.pone.0006043

http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0006043

The latest trend for 40somethings: cocaine
. Older drug users - the snorty forties - are doing it more but are unaware of the risks that come with even occasional use. (The Times, 27.06.2009)

http://www.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/health/features/article6583139.ece

NIKOTIN

Veröffentlichungen aus internationalen (Fach-)Zeitschriften:

http://www.tobacco.org/articles/category/addiction/

Use of nicotine substitute prescribed at hourly intake and ad libitum or ad libitum for heavy smokers willing to quit: a randomized controlled trial

Rey L, Vaucher P, Secretan F, Zellweger J, Bodenmann P

Substance Abuse Treatment, Prevention, and Policy 2009, 4:12 (2 June 2009)

http://www.substanceabusepolicy.com/content/4/1/12

Willkommen auf anbieter-raucherberatung.de!

Deutschlands größter Datenbank der Anbieter von Raucherberatungen und Tabakentwöhnung

Hier finden Sie Anbieter von Raucherberatungen und Tabakentwöhnungskursen sowie kurze Beschreibungen der häufigsten Programmen und Methoden.

Die Datenbank ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und konnte mit finanzieller Unterstützung der BZgA umgesetzt werden.

http://www.anbieter-raucherberatung.de/

Based on New Study, Tobacco Control Researchers Call on FDA to Require Complete Disclosure from Tobacco Companies of Changes Made to Cigarettes. Study Finds That Tobacco Companies Changed Ingredients, Design of Cigarettes Without Alerting Smokers. (Harvard School of Public Health, 19.06.2009)

http://www.hsph.harvard.edu/news/press-releases/2009-releases/tobacco-control-fda-complete-disclosure-tobacco-companies-changes-cigarettes.html

Passivrauchen führt bei Kindern zu Entzündungsreaktionen: Risiko spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. (Universitätsklinikum Ulm, Pressemitteilung vom 29.06.2009)

http://idw-online.de/pages/de/news323090

OPIATE / OPIOIDE

BDNF and Drug Dependence

Brain-derived neurotrophic factor (BDNF) is a growth factor involved in neuronal plasticity that is expressed after chronic administration of drugs of abuse and may play a crucial role in chronic opiate effects. Vargas-Perez et al. (p. 1732, published online 28 May) found that BDNF was directly involved in the switching mechanism in the ventral tegmental area, from an opiate-naïve, dopamine-independent drug reward substrate to an opiate-dependent, dopamine-dependent motivational substrate. In the ventral tegmental area, BDNF changed the action of GABA-A receptors from inhibitory to excitatory. This change led to behavioral changes that defined a neurobiological boundary between the acute phase of drug-taking and addiction.

Science 26 June 2009:

Vol. 324. no. 5935, pp. 1732 - 1734

DOI: 10.1126/science.1168501 (Abstract)

http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/324/5935/1732

Heroin. Einst wurde es als nicht süchtig machendes Hustenmittel angepriesen. Das sehen Fachleute und Laien mittlerweile anders. Heroin wird heute auch als „Geißel des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, denn das Abhängigkeitspotential des halbsynthetischen Opioids gilt als eines der höchsten. Anders als seine Ursprungssubstanz Morphin war es bis vor kurzem weder verkehrs- noch verschreibungsfähig, sprich illegal. Der Bundestag hat nun nach jahrelanger Diskussion am 28. Mai dieses Jahres beschlossen, dass Schwerstabhängigen auch Heroin und nicht nur Ersatzstoffe verschrieben werden kann. Denn bei manchen Abhängigen geht es buchstäblich um Leben und Tod. Was ist Heroin eigentlich? Und was macht es so gefährlich? (drugcom.de, Topthema Juli 2009)

http://www.drugcom.de/?id=topthema&sub=105

MEDIZINISCHES CANNABIS

IACM 5th Conference on Cannabinoids in Medicine, Köln, 2.-3. Oktober 2009

http://www.iacm2009.org/

Informationen der IACM – Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. Mit aktuellen Nachrichten, Clinical Studies and Case Reports, Archiv und der Zeitschrift CANNABINOIDS in mehreren Sprachen.

http://www.acmed.org/german/home.htm

Suchen Sie INFORMATIONEN zu Cannabis und Cannabinoiden? Die IACM bietet eine komfortable  Suchmöglichkeit im Archiv der IACM-Informationen unter

Fügen Sie einen Suchbegriff oder mehrere Wörter ein, beispielsweise "Hyperaktivität" und "Cannab Opiat". Sie können Ihre Suche durch Verwendung der erweiterten Suchoptionen auf  bestimmte Jahre, Länder und andere Kategorien begrenzen. (IACM-Informationen vom 06.06.2009)

http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/iacm.php

Webseite des Selbsthilfenetzwerks Cannabis Medizin (SCM).

http://www.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/

The Canadian Consortium for the Investigation of Cannabinoids.

http://www.ccic.net/index.php?home&lng=en

American Academy of Cannabinoid Medicine (AACM).

http://aacmsite.org/

USA. Medical Marijuana ProCon.org presents laws, studies, statistics, surveys, government reports, and pro and con statements on questions related to marijuana as medicine.

http://medicalmarijuana.procon.org/

Bundesopiumstelle erleichtert Antragstellung für Ausnahmegenehmigungen zur medizinischen Verwendung von Cannabis. (Ausnahmeerlaubnis zum Erwerb von Cannabis zur Anwendung im Rahmen einer medizinisch betreuten und begleiteten Selbsttherapie; Quelle: IACM-Informationen vom 20. Juni 2009)

http://www.bfarm.de/cln_028/nn_424308/DE/Bundesopiumstelle/BtM/form/form-node.html__nnn=true

Die Hinweise für Patientinnen und Patienten sowie für Ärztinnen und Ärzte finden sich unter:

http://www.bfarm.de/cln_028/nn_424418/SharedDocs/Publikationen/DE/Bundesopiumstelle/BtM/form/Cannabis__Hinweise__Patient,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Cannabis_Hinweise_Patient.pdf

Israel. HEALTH MINISTRY, DRUG DEALERS TEAM UP TO HELP CHRONICALLY ILL

This is how Yohai Golan-Gild describes how he turned from an organizer of psychedelic drug parties into a provider of medicinal marijuana in Israel - with the full approval of the Health Ministry. The path taken by Golan-Gild represents the quiet but fascinating revolution that Israeli society has undergone over the last decade. In 1999, the Health Ministry legalized the use of Cannabis, the plant from which marijuana and hashish are derived, for use by patients suffering from serious symptoms such as pain, nausea and loss of appetite. (Ha'aretz, 20.06.2009)

http://www.mapinc.org/drugnews/v09.n636.a09.html

SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG

SUBSTITUTION ALLGEMEIN

Bremen. Ein Methadonprojekt mit vielen Widerständen

Hausarzt Wieland Tietje aus Bremen und seine fünf Praxiskollegen übernehmen die Versorgung von 325 Rauschgiftsüchtigen mit Methadon. Ein Projekt, das nicht nur Freunde hat. (Ärzte Zeitung, 03.06.2009)

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxisfuehrung/?sid=550705

USA. Outcomes in Patients Discharged from a Primary Care-based Opioid Prescribing Clinic. (Alcohol, Other Drugs, and Health: Current Evidence, May-June 2009)

http://www.bu.edu/aodhealth/issues/issue_may09/fiellin_becker.html

Österreich. Mit Lebensfreude gegen die Sucht

In der Suchttherapie zeichnet sich eine Wende ab. War bisher die Abstinenz oder Substitution das alles überragende Ziel, geht man im Anton-Proksch-Institut (API) in Kalksburg – Europas modernster und größter Suchtklinik – nun einen Schritt weiter: Ein neues Therapiekonzept mit dem klingenden Namen „Orpheus-Programm“ zielt darauf ab, Suchtkranke so weit innerlich zu stärken, dass sie wieder Freude am und Sinn im Leben finden. Der Verzicht auf das Suchtmittel soll nicht als Verlust empfunden werden, sondern als Chance auf Veränderung, auf Wohlbefinden, auf so etwas wie Glück und Freiheit. Im Gespräch mit drogensubstitution.at schildert Primar Prof. Dr. Michael Musalek, ärztlicher Direktor des API, Idee und Konzept des von ihm entwickelten Therapieprogramms. (Plattform Dorgentherapien, Newsletter – Ausgabe Nr.10, 09.06.2009)

http://www.drogensubstitution.at/expertenmeinung/mit-lebensfreude-gegen-die-sucht.htm

USA. TREND TO FOR-PROFIT ADDICTION TREATMENT:  a study just published in J Subst Ab Treatm (vol 36, 355-365) found that in 2005 34% of outpatient substance abuse treatment recipients obtained care in for-profit facilities compared to less than 10% ten years earlier. The bad news: not unexpectedly, for-profit services were more likely than others to refuse admission – and to terminate prematurely - based on inability to pay. The disparity was particularly great among methadone treatment programs.  Of course, unequal access to care based on financial considerations is the norm in all areas of medicine in this, the wealthiest nation on earth. (Robert Newman in OpiateAddictionRx, 10.06.2009)

Estimating incidence trends in regular heroin use in 26 regions of Switzerland using methadone treatment data

Nordt C, Landolt K, Stohler R

Substance Abuse Treatment, Prevention, and Policy 2009, 4:14 (12 June 2009)

http://www.substanceabusepolicy.com/content/4/1/14/abstract

„Der absolute Renner“

Der Missbrauch von Heroin-Ersatzstoffen hat dramatische Ausmaße angenommen. Immer öfter landen Methadon und Subutex auf dem Schwarzmarkt. Die strengen Vergabe-Regeln greifen nicht. (focus.de, 28.06.2009)

http://www.focus.de/gesundheit/news/rauschgift-studie-der-absolute-renner_aid_412052.html

SUCHT - Illegaler Handel mit Ersatzdrogen nimmt zu. (Spiegel Online, 28.06.2009)

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,633009,00.html

Iran. HIGH PRAISE OF METHADONE TREATMENT FROM IRAN:  Iranian Police Chief Ahmadi-Moqaddam “called the methadone treatment programs the best and the most appropriate measure to decrease addicts’ tendency to drug abuse.” In  2003 some 10,000 patients received methadone in Iran, and today there are over 100,000. Methadone is also offered to addicts in the country’s prisons. (Tehran Times, 29.06.2009)

http://www.tehrantimes.com/index_View.asp?code=197863

BUPRENORPHIN

Laufend aktualisierte Datenbank zu Buprenorphin bei Reckit&Benckiser.

http://www.coretext.org/

Extended Outpatient Detoxification with Buprenorphine Demonstrates Better Outcomes than Short-Term Detoxification

Researchers compared outcomes for short- and long-term detoxification with buprenorphine to determine how best to maximize completion rates, reduce drug use after completion, and facilitate transition to longer term treatment. (jointogether, Treatment Practitioner's Research Bulletin: May/June 2009)

http://www.jointogether.org/news/research/tprb/mayjun09/levy-extended-outpatient.html

DIAMORPHIN

Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger. Ergebnisse der deutschen Studie. Auf der Seite zu finden sind auch Links zu den Forschungsergebnissen aus Kanada, Niederlande, Schweiz und Spanien, Berichte von Patienten sowie eine umfangreiche und laufend aktualisierte Presseschau.

http://www.heroinstudie.de/

German Parliament Votes in Favour of Heroin Assisted Treatment

In May 2009, the German Parliament voted in favour of diacetylmorphine (a synthetic, pharmaceutical form of heroin) to be used as a therapeutic option for severely dependent opiate users who had not benefited from any previous treatments. (IHRA, 01.06.2009)

http://www.ihra.net/June2009#GermanParliamentVotesinFavourofHeroinAssistedTreatment

Berlin. Weg frei für Heroin auf Kassenkosten - Im Diamorphin-Streit steht das Gros der CDU/CSU-Fraktion allein

Eine solche Gemengelage bei einer Bundestagsabstimmung ist fürwahr ungewöhnlich: In namentlicher Abstimmung votierten die regierenden Sozialdemokraten am 28. Mai zusammen mit der Opposition für einen gemeinsamen Gesetzentwurf (16/11515) zur kontrollierten Abgabe von künstlichem Heroin auf Kassenkosten an Schwerstabhängige - und wischten damit einen entgegengesetzen Antrag ihrer Koalitionskollegen aus der CDU/CSU-Fraktion (16/12238) vom Tisch, als wären die Regierungspartner auch im Parlament nur noch Wahlkampfkontrahenten. (Das Parlament, Ausgabe 23-24, 02.06.2009)

http://www.bundestag.de/dasparlament/2009/23-24/Innenpolitik/24673917.html

Konstanz/Stuttgart. Land regelt Heroin-Abgabe

Überraschend schnell kommt aus der Südwest-CDU ein Konzept zur  kontrollierten Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige. Nötig war es geworden nach dem entsprechenden Bundestagsbeschluss. (...) Deswegen sollen die neben dem langjährigen Versuchsmodell in Karlsruhe neu zu schaffenden Standorte für diese Therapie an die landeseigenen Psychiatrischen Zentren (ZP) oder an deren Tageskliniken angeschlossen werden. (Südkurier, 03.06.2009)

http://www.suedkurier.de/news/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg/

Baden-Württemberg. „Gewisse kriminelle Energien“

Interview mit Andreas Hoffmann, CDU

Ein Konzept für die kontrollierte Abgabe von künstlichem Heroin (Diamorphin) legt die CDU im Land vor. Federführend waren der Konstanzer Bundestagsabgeordnete Andreas Hoffmann und Professor Wolfgang Höcker, einer der Chefärzte des Psychiatrischen Zentrums Reichenau. Hoffmann nimmt zu der in der CDU lange umstrittenen Therapie Stellung. (Südkurier, 03.06.2009)

http://www.suedkurier.de/news/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg/

Nürnberg. Heroin auf Rezept - Kontrollierte Abgabe nur an Schwerstabhängige

Nach jahrelangem Streit ist die kontrollierte Heroinabgabe an Schwerstabhängige nun beschlossene Sache. Für „einen Bruchteil“ der Nürnberger Konsumenten harter Drogen birgt das Gesetz eine neue (Überlebens-)Chance. (roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de, 04.06.2009)

http://www.roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de/artikel.asp?art=1029173&kat=10&man=15

München. Hoffnung auf ein Leben ganz ohne Drogen

Was der Bundestagsbeschluss zur Diamorphinabgabe an Schwerstabhängige für einen süchtigen Münchner bedeutet. (Süddeutsche Zeitung, 01.06.2009)

http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/hoffnung-leben-ganz-ohne-drogen-330728.html

Kanada. HEROIN SHOULD BE USED AS TREATMENT, EXPERT SAYS

Even if groundbreaking research into a substitute treatment for heroin is successful, heroin itself should be available as a medical option for addicts, a top addictions researcher told The Globe and Mail Tuesday.

"Like in any other medical condition, patients respond well to a given treatment, but not all of them," Eugenia Oviedo-Joekes said in a forum on The Globe's website. (Globe and Mail, 03.06.2009)

www.mapinc.org/drugnews/v09/n585/a03.html

Stuttgart. CDU-Ausschuss gegen Abgabe von Heroin-Ersatz

Die CDU-Sozialausschüsse haben sich gegen eine Abgabe von künstlichem Heroin (Diamorphin) in Arztpraxen ausgesprochen. Die Abgabe müsse die Ausnahme bleiben, so der Landesvorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Christian Bäumler.

Sinnvoll sei die Diamorphin-Abgabe nur, wenn sie mit einer psychiatrischen Behandlung und einer intensiven sozialen Betreuung verbunden wird, ergänzte Bäumler. Der CDU-Poliker schlug vor, dass das Land prüfen solle, ob Kliniken, die die Behandlung von Suchtkranken zum Schwerpunkt haben, in das Konzept einbezogen werden können. Eine Beschränkung der Diamorphin-Abgabe auf die Zentren für Psychiatrie und deren Tageskliniken hält Bäumler für schwierig, weil die Mobilität von Heroinabhängigen häufig sehr eingeschränkt sei. (SWR, 07.06.2009)

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4945936/1lkxn8m/

Kanada. Heroin Maintenance Trial to Begin in Canada. (jointogether, 08.06.2009)

http://www.jointogether.org/news/headlines/inthenews/2009/heroin-maintenance-trial-to.html

Österreich. "Heroin auf Krankenschein" als Überlegung

Nachdem in Deutschland die Abgabe von synthetischem Heroin an Schwerstsüchtige beschlossen worden ist, beginnen sich auch heimische Politiker mit der Idee anzufreunden und überlegen Initiativen

Wien - "Wir denken natürlich gut darüber nach, was wir jenen Suchtkranken anbieten können, die wir mit oral eingenommenen Substitutionsmedikamenten nicht erreichen können", sagt der Wiener Drogenbeauftragte Alexander David. Denn wer den Ersatzstoff für Heroin nicht schluckt, tendiert dazu, sich weiter die Spritze zu setzen. Wäre in dieser aber synthetisches Heroin, würde das die Überlebenschance deutlich heben. (Der Standard, 19.06.2009)

http://derstandard.at/fs/1244461057051/Heroin-auf-Krankenshyschein-als-Ueberlegung

Stuttgart. FDP will wohnortnahe Heroinabgabe

Die Landtagsfraktion der FDP will die Pläne der CDU zur kontrollierten Heroinabgabe an Schwerstabhängige nachbessern. Die medizinische Behandlung von Schwerstabhängigen müsse im Land möglichst flächendeckend und wohnortnah angeboten werden. (SWR, 23.06.2009)

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5001730/1nwcmcy/

Karlsruhe. Heroinprojekt in Karlsruhe: Dem Tod von der Schippe gesprungen. (Pforzheimer Zeitung, 24.06.2009)

http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Suedwest/Heroinprojekt-in-Karlsruhe-Dem-Tod-von-der-Schippe-gesprung-_arid,126063_puid,1_pageid,26.html

Karlsruhe. Streit um Heroin-Therapie: Ist die AWO-Rettung gewährleistet?

Nachdem der Bundestag die Abgabe von Diamorphin gesetzlich erlaubte, wollen Karlsruher Landtagsabgeordnete sich an einer gemeinsamen Initiative zum Erhalt der Karlsruher Arbeiterwohlfahrt (AWO)-Ambulanz beteiligen. Außerdem verabschiedete gestern der Gemeinderat eine Resolution zum selben Thema. (ka-news.de, 23.06.2009)

http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Diamorphin-Drogen-Therapie;art6066,222926

METHADON

AT Forum NEWS NOTES & UPDATES.

http://www.atforum.com/news-updates/index.php#correlation

QT Prolongation and Mortality among Patients on Methadone. (Alcohol, Other Drugs, and Health: Current Evidence, May-June 2009)

http://www.bu.edu/aodhealth/issues/issue_may09/gourevitch_anchersen.html

Illicit drugs modify placenta’

Health professionals must ensure pregnant women taking the heroin substitute methadone avoid any illicit drugs, a Swiss study suggests. (BBC, 10.06.2009)

http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/8092732.stm

The impact of cocaine and heroin on the placental transfer of methadone

Antoine Malek, Cristina Obrist, Silvana Wenzinger and Ursula von Mandach

Reproductive Biology and Endocrinology (in press)

http://www.rbej.com/imedia/1003000742264895_article.pdf?random=577414

Grossbritannien. Warning as methadone mixing linked to drug deaths. 
Tighter controls over prescribing have been demanded after new research found that 88% of recovering Scottish addicts who eventually died were taking potentially dangerous anti-anxiety drugs in addition to methadone. (The Herald, 22.06.2009)

http://www.theherald.co.uk/news/news/display.var.2515648.0.Warning_as_methadone_mixing_linked_to_drug_deaths.php

Factors associated with mortality in Scottish patients receiving methadone in primary care: retrospective cohort study

C McCowan, B Kidd, T Fahey

Published 17 June 2009, doi:10.1136/bmj.b2225

Cite this as: BMJ 2009;338:b2225

http://www.bmj.com/cgi/content/full/338/jun16_4/b2225

Methadone Induces the Expression of Hepatic Drug-Metabolizing Enzymes through the Activation of Pregnane X Receptor and Constitutive Androstane Receptor

Antonia H Tolson, Haishan Li, Natalie D. Eddington and Hongbing Wang

DRUG METABOLISM AND DISPOSITION - DMD Fast Forward. Published on June 11, 2009 as doi:10.1124/dmd.109.027854

http://dmd.aspetjournals.org/cgi/reprint/dmd.109.027854v1

Estimating incidence trends in regular heroin use in 26 regions of Switzerland using methadone treatment data

Carlos Nordt, Karin Landolt and Rudolf Stohler

Substance Abuse Treatment, Prevention, and Policy 2009, 4:14doi:10.1186/1747-597X-4-14

http://www.substanceabusepolicy.com/content/4/1/14

Prevalence of problem alcohol use among patients attending primary care for methadone treatment

Niamh Ryder, Walter Cullen, Joseph Barry, Gerard Bury, Eamon Keenan and Bobby P Smyth

BMC Family Practice 2009, 10:42doi:10.1186/1471-2296-10-42

http://www.biomedcentral.com/1471-2296/10/42

Cardiac complications in long-term methadone patients seem to be due to diverse factors. Falldiskussion von Andrew Byrne, The Byrne Surgery, Redfern, Austraien. (30.06.2009)

http://www.redfernclinic.com/c/2009/06/cardiac-complications-in-long-term.php4

STELLENANZEIGEN

Stellenanzeigen für die Bereiche Suchtmedizin, Drogenhilfe, Krankenpflege, PSB u.a. Die Aufnahme in die jeweils aktuelle Ausgabe ist kostenlos. Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen abzulehnen.

Stellenmarkt des fdr – Fachverband Drogen und Rauschmittel.

http://fdr-online.info/stellenmarkt.php

Offene Stellen in der Schweiz:

http://www.infoset.ch/de/MainFrame.shtm?location=http://www.infoset.ch/cgi-bin/cf/noticeboard/notices.cfm?lng=2&menu=Inhalt

Schweiz. Aktuelle Stellenangebote der ARUD Zürich

http://www.arud.ch/uberuns/index.htm

UK. Drink and Drugs Jobs im Vereinigten Königreich:

http://www.drinkanddrugs.net/jobs/jobs.html

http://www.drinkanddrugsnews.com/ListJobs.aspx

IHRA (International Harm Reduction Association) Drug Recruitment Website.

http://www.drugrecruitment.com/

GENDER

DRUGS+GENDER – Geschlechtergerechte Suchtarbeit. Eine Website aus der Schweiz mit Publikationsverzeichnis.

http://www.drugsandgender.ch/

Das Gender – Netz, auch aus der Schweiz.

http://www.infodrog.ch/pages/de/them/gend/

ANNOUNCEMENT: women’s harm reduction international network.

It is known that a significant percentage (ranging from at least 25% up to nearly half depending on country/region) of all people who inject drugs in the world are women. Female drug users tend to be even less visible than their male counterparts, but relative visibility does not properly account for the fact that research, services, guidelines, training programs and data collection are generally mainstreamed into a male context.  Many women report that they feel left out of existing harm reduction activities, especially those who are pregnant or who have children. The absence of appropriate policies and services is even more marked in developing and transitional countries, where violations of the rights of female users and their children are common occurrences
For some years members of the international harm reduction community have acknowledged that the lack of clear and relevant evidence, research and information on women who use drugs.  The WHRIN elist  (moderated by the WHRIN working group) will play a key role. (AHRN, Drug Use and HIV/AIDS News Digest, 12.06.2009)

http://www.ahrn.net/index.php?option=content&task=view&id=2836#_4

http://www.talkingdrugs.org/womens-harm-reduction-group

FORT- UND WEITERBILDUNG, KONGRESSTERMINE

Fortbildungs- und Kongresskalender von Koordinationsstelle Sucht im Landschaftsverband Westfalen-Lippe, fdr – Fachverband Drogen- und Rauschmittel, akzept e.V., BAS – Bayerische Akademie für Suchtfragen, Netzwerk Rauchfreie Krankenhäuser, infoset (Schweiz). OpiateAddictionRx (NY, USA), Drug War Chronicle sowie eine fortlaufende Zusammenstellung von dgs-info finden Sie hier:

Anhang: dgs-info_Fortbildungs-_und_Kongresskalender.doc

FORT- UND WEITERBILDUNG, KONGRESSTERMINE

Kongresse 2009, an denen die DGS beteiligt ist: siehe unter der Rubrik DGS – Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin am Anfang des Rundbriefs.

KONGRESSBERICHTE

Open Alcohol and Health Forum: summary and presentations

The summary report and presentations from the 2nd Open Forum that took place on 30 April in Brussels are now available

http://www.eurocare.org/press/newsletter/april_may_2009/news_from_europe/open_alcohol_and_health_forum_summary_and_presentations

HARM REDUCTION

IHRA Launches ‘Global State of Harm Reduction’ E-Tool

As part of IHRA’s commitment to creating a globally conducive environment for harm reduction, we are pleased to announce the launch of a new ‘Global State of Harm Reduction e-tool’ – a directory of harm reduction which aims to provide up-to-date information on policies and programmes around the world. The data is provided as a ‘Global Overview’ and also in nine regional sections, and each page has accessible tables, maps and links to other resources.

http://www.ihra.net/GlobalStateofHarmReduction

USA. Do DIY Anti-Overdose Kits Help?

If there's anything more empowering than bringing someone back to life, Dan Bigg wouldn't know. He has personally resuscitated five people who were unconscious from drug overdoses, and the organization he co-founded in 1991, Chicago Recovery Alliance, has helped save hundreds of others from accidental drug-related death.

The organization's strategy is a simple one: Help people help themselves. Since 2001, Chicago Recovery Alliance has distributed more than 11,000 anti-overdose kits to drug users at needle-exchange programs and other sites in Chicago. The kits, which include vials of the drug naloxone (brand name Narcan), commonly used in hospitals and ambulances to reverse opiate overdose, have led to at least 1,000 successful overdose reversals in the city since 2001, according to Bigg. They are now part of a growing nationwide effort to stem the increasing rate of accidental drug-related fatalities. (TIME Magazine, 23.05.2009)

http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1901794,00.html

Berlin. Regierung beabsichtigt keine Förderung von "Drugchecking"-Modellprojekten

Gesundheit/Antwort

Die Bundesregierung beabsichtigt keine Förderung von "Drugchecking"-Modellprojekten. Dies betont sie in ihrer Antwort (16/12928 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/129/1612928.pdf) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/12765

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/127/1612765.pdf). Danach wird als "Drugchecking" die Möglichkeit für Drogenkonsumenten bezeichnet, auf den Schwarzmarkt erworbene, zum Eigenkonsum bestimmte psychoaktive Substanzen anonym auf ihre Zusammensetzung hin untersuchen zu lassen, wie die Fraktion erläutert.

Die Bundesregierung bekräftigt in ihrer Antwort, alle "Maßnahmen mit dem Potential zur unmittelbaren und aktiven Föderung des illegalen Konsums von Drogen" abzulehnen. Deshalb führten weder Deutschland noch die überwiegende Mehrzahl der Staaten und Städte in Europa die "als Drugchecking bezeichnete regelmäßige Analyse illegaler psychoaktiver Substanzen" durch. (Quelle: Fachforum Drogen der GRÜNEN JUGEND, 03.06.2009)

USA. 17 States Give Anti-Overdose Drug to Addicts

A pioneering Chicago program that allows opiate addicts and their friends to administer the anti-overdose medication naloxone to those in distress has been replicated in 17 states. (jointogether, 04.06.2009)

http://www.jointogether.org/news/headlines/inthenews/2009/17-states-give-anti-overdose.html

Naloxon.  Managing Opioid Emergencies

There have been serious concerns about increases of overdose deaths associated with prescribed and illicit opioid agents. Naloxone is an effective and relatively safe antidote for the complete or partial reversal of opioid overmedication or overdose, including fatal respiratory depression, induced by natural and synthetic opioids. Because of the very short duration of action of naloxone (20-60 minutes) its reversal of opioid-induced respiratory depression may cease while the opioid action persists. Therefore, respiratory depression may recur and patients should continue to be very closely observed. Also note that, since naloxone reverses the effects of opioids, it may precipitate symptoms of withdrawal (eg, pain, hypertension, irritability) in patients maintained on or addicted to opioids. (PAIN TREATMENT TOPICS, e-NOTIFICATION, 09.06.2009)

http://pain-topics.org/opioid_rx/risk.php#Emergency

Deutschland. Nachtschwärmer - Mit Schwips sicher heim

Der letzte Bus ist weg, die Bahn auch, Taxi zu teuer: Häufig setzten sich junge Leute nach Party oder Disco - mit Alkohol im Blut - selbst noch hinters Steuer, weil sie nachts nicht anders nach Hause kommen. Um die hohe Zahl von Verkehrsunfällen vor allem samstags und bei jungen Promille-Fahrern zu verringern, startet nach einem Testlauf nun die erste bundesweite Online-Mitfahrzentrale durch. Es gehe darum, Nachtschwärmer "kostengünstig und sicher" nach Hause zu bringen, sagten die beiden Bonner Gründerinnen Vanessa Kabia und Kristina Laude am Mittwoch in Köln. TÜV Süd, ADAC und die Null-Promille-Initiative Driver's Corner unterstützen die Idee. (Frankfurter Rundschau online, 18.06.2009)

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1801021_Mit-Schwips-sicher-heim.html

https://www.dienachtfahrer.de/

Kanada. "I inject less as I have easier access to pipes": injecting, and sharing of crack-smoking materials, decline as safer crack-smoking resources are distributed.

Leonard L., DeRubeis E., Pelude L. et al.

International Journal of Drug Policy: 2008, 19(3), p. 255–264.

http://findings.org.uk/count/downloads/download.php?file=Leonard_L_1.txt

Ägypten. Needle sharing rife among drug users

The prevalence of HIV among intravenous drug users (IDUs) in Egypt is relatively low, but needle sharing is rife among this group, putting them at risk of contracting the virus, experts say.

(...) “They [addicts] believe that securing the tool [the syringe] first is a bad omen,” said 29-year-old Mohammed (he preferred to give his first name only), who stopped injecting himself eight months ago, told IRIN by phone from Cairo. “I used to buy the narcotic first then inject myself with the first syringe I found.” (IRIN, 21.06.2009)

http://www.irinnews.org/Report.aspx?Reportid=84927

Großbritannien. Families to receive antidote to help drug users who overdose. Pilot scheme to offer naloxone to reverse effects of drug overdose in relatives. (The Guardian, 25.06.2009)

http://www.guardian.co.uk/society/2009/jun/25/drug-overdose-antidote-naloxone-families

Overdose Prevention and Response: A Guide for People Who Use Drugs and Harm Reduction Staff in Eastern Europe and Central Asia. Created by experienced overdose trainers and reviewed by peers and medical professionals, the guide provides a resource for the development and implementation of overdose prevention and response programs by drug user activist groups and harm reduction organizations, particularly in Eastern Europe and Central Asia. It combines practical information about overdose risk with strategies for preventing, identifying, and responding effectively. (Open Society Institute, Juni 2009)

http://www.soros.org/initiatives/health/focus/ihrd/articles_publications/publications/overdose_20090604

GESUNDHEITSRÄUME –SUPERVISED INJECTING FACILITIES – NEEDLE SYRINGE EXCHANGE SERVICES

Gießen. Spritzen am Automaten ziehen und alte entsorgen.

Suchthilfezentrum installiert am Haupteingang neues Gerät. (Stadt Gießen, Pressemitteilung vom 04.06.2009)

http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=6930232&template=d_artikel_import&_adtag=localnews&_zeitungstitel=1133842&_dpa=

USA. A national physician survey on prescribing syringes as an HIV prevention measure

Macalino GE, Dhawan Sachdev D, Rich JD, Becker C, Tan LJ, Beletsky L, Burris S

Substance Abuse Treatment, Prevention, and Policy 2009, 4:13 (8 June 2009)

http://www.substanceabusepolicy.com/content/4/1/13

Reutlingen. Spritzenautomaten gibt es in Reutlingen schon lange. Neu ist die Angst vor Missbrauch durch Kinder: „Man macht kein großes Ding draus“

Stefanie Stähle, Erzieherin im Kinderhaus Wannweil, ist schockiert. Ihr zwölfjähriger Sohn hat eine Einwegspritze samt Nadel mit nach Hause gebracht, ein echtes Spritzbesteck für Drogen- Konsumenten. Erschrocken ist auch das Kind selbst. Eigentlich wollte es nur den ominösen Automaten ausprobieren,der hinter dem Rathaus steht, ohne Aufschrift, nur mit einem Münzeinwurfschlitz für zwei Mal 50 Cent versehen. Heraus kam ein Päckchen mit einer Einwegspritze und dem Hinweis auf die Drogenberatungsstelle. (gea.de – Reutlinger Generalanzeiger, 16.06.2009)

http://www.gea.de/detail/1288773

DER STREIT UM DIE FIXERSTUBE AM KOTTBUSSER TOR IN BERLIN KREUZBERG

Berlin. Brennpunkt Kotti verteilt sich

Kreuzberger Drogenszene zieht in die Nebenstraßen / Fixpunkt e.V. sucht neues Quartier. (Neues Deutschland, 05.06.2009)

http://www.neues-deutschland.de/artikel/149986.brennpunkt-kotti-verteilt-sich.html

Kreuzberger Druckraum schließt 

Am Donnerstag öffnet der Druckraum am Kottbusser Tor zum letzten Mal. Fachleute befürchten Nachteile für Suchthilfe. Denn ein neuer Raum, in dem Süchtige unter medizinischer Kontrolle Drogen konsumieren können, ist nicht in Sicht. (Der Tagesspiegel, 11.06.2009)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Kreuzberg-Kottbusser-Tor-Drogen-Druckraum;art270,2819919

Druckraum am Kotti wird geschlossen - Hoffnung auf den letzten Drücker In Kreuzberg soll bald ein Gesundheitszentrum für Junkies entstehen. Ein Raum ist gefunden, sagt Bürgermeister Schulz. Bisheriger Druckraum wird heute geschlossen. (taz Berlin, 11.06.2009)

http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/hoffnung-auf-den-letzten-druecker/

INTERNATIONALES – WAR ON DRUGS

Drugs Won the War

This year marks the 40th anniversary of President Richard Nixon's start of the war on drugs, and it now appears that drugs have won. (New York Times, 13.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/14/opinion/14kristof.html

UNODC-Bericht warnt vor Rückschritten in der Drogenkontrolle - Anstieg bei Koka- und Opiumanbau gemeldet

Der Exekutivdirektor des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), Antonio Maria Costa, stellt heute den Weltdrogenbericht 2008 vor. Der Bericht konstatiert eine Gefährdung der zueltzt festgestellten Stabilisierung auf den weltweiten Drogenmärkten. Eine starker Anstieg bei Koka- und Opiumanbau sowie die Gefahr größeren Drogenmissbrauchs in Entwicklungsländern untergraben die Fortschritte, die unlängst bei der Drogenkontrolle verzeichnet werden konnten. (UNODC, 26.06.2009)

http://www.unodc.org/unodc/de/press/releases/2008-06-26.html

The needle and the damage done

The World Drug Report shows we cannot tackle the drug trade without dealing with development justice and human rights. (The Guardian, 24.06.2009)

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/jun/24/un-world-drug-report

UN-Jahresbericht - Synthetische Drogen gefragt

Die weltweite Nachfrage nach Kokain, Opiaten oder Cannabis stagniert oder schrumpft, während die Produktion und der Konsum von synthetischen Drogen steigt - insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern. Zu diesem Schluss kommt der Weltdrogenbericht 2009, den das Büro der Vereinten Nationen für die Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC) am Mittwoch in Wien und Washington veröffentlicht hat. (Frankfurter Rundschau, 24.06.2009)

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1810091_Synthetische-Drogen-gefragt.html

USA. A Misguided 'War on Drugs'

Anything goes in the “war on drugs,” or so it seems. Governments around the world have used it as an excuse for unchecked human rights abuse and irrational policies based on knee-jerk reactions rather than scientific evidence. This has caused tremendous human suffering. It also undermines drug control efforts. (New York Times, 25.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/26/opinion/26iht-ednowak.html

ASIEN

AFGHANISTAN

Poppy link to Afghan bumper crop

The Afghan government has said that the bumper wheat harvest expected this year can be attributed in part to its successful poppy eradication programme. (BBC News, 05.06.2009)

http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/8084867.stm

America's War in Afghanistan Becomes America's Drug War in Afghanistan

As summer arrives in Afghanistan, it's not just the temperature that is heating up. Nearly 20,000 additional US troops are joining American and NATO forces on the ground, bringing foreign troop totals to nearly 90,000, and an insurgency grown wealthy off the opium and heroin trade is engaging them with dozens of attacks a day across the country. But this year, something different is going on: For the first time, the West is taking direct aim at the drug trafficking networks that deliver hundreds of millions of dollars a year to the insurgents. (Drug War Chronicle, Issue 590, 19.06.2009)

http://stopthedrugwar.org/chronicle/590/afghanistan_drug_war

Schlafmohn: Das Geschäft blüht

Die Erntesaison des Schlafmohns ist am Hindukusch in vollem Gange. Im Süden Afghanistans sind die Felder bereits abgeerntet, jetzt beginnen die Bauern im Norden ihre Arbeit.Fehlende Kontrollen begünstigen Schlafmohnanbau. (Tagesspiegel, 20.06.2009)

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/afghanistan/Schlafmohn-Bundeswehr;art15872,2827678

New Course for Antidrug Efforts in Afghanistan

The U.S. announced it was phasing out eradication efforts in favor of interdiction of drug shipments and supplies. (International Herald Tribune, 27.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/28/world/asia/28holbrooke.html

Afghans lose US support for opium strategy

The Afghan counter-narcotics minister has defended his country's drug policy, after the US said it would withdraw support for efforts to eradicate opium cultivation. (Guardian, 28.06.2009)

http://www.guardian.co.uk/world/2009/jun/28/afghanistan-loses-us-support-opium

AMERIKA

USA

HEY PROGRESSIVES: WHY DON'T YOU CARE ABOUT THE "DRUG WAR. Like You Care About Other Issues? If the 500,000 nonviolent drug offenders in jail had white faces, would society allow it? (By Ethan Nadelmann, Alternet, 12.06.2009)

http://drugsense.org/url/S6DG9O8S

http://www.alternet.org/drugreporter/140502/hey_progressives%3A_why_don%27t_you_care_about_the_%22drug_war%22_like_you_care_about_other_issues/

Wounds of War: Drug Problems Among Iraq, Afghan Vets Could Dwarf Vietnam

The U.S. could face a wave of addiction and mental-health problems among returning veterans of the Iraq and Afghan wars greater than that resulting from the Vietnam War, according to experts at the recent Wounds of War conference sponsored by the National Center for Addiction and Substance Abuse (CASA) at Columbia University. (jointogether, 15.06.2009)

http://www.jointogether.org/news/features/2009/wounds-of-war-drug-problems.html

Army Brass Calls for Crackdown on Alcohol and Other Drug Problems

The U.S. Army is directing commanders to take steps to root out alcohol and other drug problems and get soldiers with addiction problems either into treatment or out of the service, the Army Times reported June 8. (jointogether, 15.06.2009)

http://www.jointogether.org/news/headlines/inthenews/2009/army-brass-calls-for.html

Unlikely heroin confession - Researcher reveals past as an addict to encourage new tactics in war on drugs

For the first time in her career as a social researcher, Kathie Kane-Willis senses momentum shifting in America's war on drugs. She sees government officials vowing to steer addicts to treatment, not prison, and it is as if her life's work has begun to bear fruit.

But the movement still feels tenuous, needing every push it can get. So, Friday morning, she tried to give it one.

At a drug policy conference at Roosevelt University, Kane-Willis, 40, stepped before a packed meeting hall to reveal her own descent into heroin addiction, a two-year spree of self-destruction that she escaped - by her reckoning - largely because of advantages that many addicts don't have. (Chicago Tribune, 15.06.2009)

http://www.chicagotribune.com/news/local/chi-confession-bd-14-jun14,0,4399112.story

LATEINAMERIKA - KARIBIK

Drugs and Democracy: toward a paradigm shift presents to the public debate the main findings of the Latin American Commission on Drugs and Democracy. Convened by former presidents Fernando Henrique Cardoso of Brazil, César Gaviria of Colombia and Ernesto Zedillo of Mexico and composed of 17 independent personalities, the Commission evaluated the impact of the “war on drugs” policies and framed recommendations for safer, more efficient and humane policies. The proposals presented in this Statement represent an in-depth paradigm shift in the strategy to deal with the drug problem in Latin America. (drogasydemocracia.org, 2009)

http://www.drugsanddemocracy.org/files/2009/02/declaracao_ingles_site.pdf

Steep decline in coca bush cultivation in Colombia as Peru and Bolivia see increase

While Colombia reported a major decline in coca bush cultivation in 2008 - a decrease of 18 per cent compared to 2007 - Peru and the Plurinational State of Bolivia recorded increases of six per cent and 4.5 per cent, respectively. These statistics are reported in the coca bush cultivation surveys of the Andean countries released today by the United Nations Office on Drugs and Crime. (UNODC, 19.06.2009)

http://www.unodc.org/unodc/en/frontpage/2009/June/coca-survey-report-for-colombia-peru-and-bolivia.html

KOLUMBIEN

Kolumbiens Drogenbosse setzen auf Tauchboote

Kokain aus Kolumbien wird zunehmend mit selbstgebauten U-Booten verschifft. Ein Trend, der sich im Schmuggelgeschäft auch international durchsetzt. (NZZ am Sonntag, 14.06.2009)

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/kolumbiens_drogenbosse_setzen_auf_tauchboote_1.2735583.html

MEXIKO

Drug Gangs’ Kin Ensnared in Mexico Crackdown

Drug trafficking has long been a family affair in Mexico, handed down through the generations. Relatives often launder drug profits through seemingly legitimate businesses, while sons and daughters learn the tricks of the trade as armed enforcers or distributors of bribes.

But in recent weeks, a series of cases has led Mexicans to grapple anew with the question of familial bonds in the criminal underworld, as the relatives of some top drug traffickers have found the spotlight focused on them and drug mafias have complained publicly that the authorities are harassing their innocent relatives without cause. (New York Times, 29.05.2009)

http://www.nytimes.com/2009/05/30/world/americas/30mexico.html?partner=rssnyt&emc=rss

25 Mexican Police Officers Are Accused of Links to Drug Traffickers

At least 25 police officers were detained in northern Mexico on Monday, accused of having ties to drug traffickers, the authorities said. (New York Times, 01.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/02/world/americas/02familia.html

ANTI-DRUG PLAN SET FOR MEXICAN BORDER. Better Technology, Intelligence Stressed. (Washington Post, 06.06.2009)

http://www.mapinc.org/drugnews/v09/n595/a08.html

DROGENSUMPF - Mexikanisches Militär entwaffnet Polizei

Drastische Maßnahme im Kampf gegen die Drogenkriminalität in Mexiko: Das Militär hat in drei Städten die Polizei entwaffnet. Sie soll zum Teil von Drogenbanden unterwandert sein. Insgesamt wurden die Gewehre von 2700 Beamten eingezogen. (Spiegel online, 12.06.2009)

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,630157,00.html

Gangs Said to Contact Politicians

A political candidate has told supporters that drug traffickers have contacted all of the country's leading political contenders seeking their loyalty before elections next month. (New York Times, 12.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/13/world/americas/13mexico.html

Politiker paktiert mit Drogenkartell

Knapp drei Wochen vor den Parlamentswahlen hat ein Kandidat der konservativen Regierungspartei PAN offen über die Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitikern und Drogenkartellen geplaudert - und damit Mexikos Staatschef Felipe Calderón in Bedrängnis gebracht. (Frankfurter Rundschau online, 17.06.2009)

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1799497_Politiker-paktiert-mit-Drogenkartell.html

DESPERATE POLICE TRY FOR U.S. ASYLUM 

Julio Ledezma had been chief of police in La Junta, a town of 8,700 in northern Mexico, for barely three months when a pair of strangers paid him a visit.

They said an aide to the mayor had sent them, and they bore gifts: a briefcase stuffed with cash and a truck for Ledezma's personal use.

In return, the new chief was to distract federal police at security checkpoints with fake calls for assistance. The diversion would allow drug traffickers to drive through the area without inspection.

Ledezma could refuse - and be killed.

He could take the bribe - and be owned by the Juarez cartel. (Los Angeles Times, 15.06.2009)

http://www.mapinc.org/drugnews/v09/n622/a01.html?397

AUSTRALIEN

Heroin market back to the bad old days

The so-called heroin drought looks like being well and truly over, as paramedics and emergency department doctors say they are treating rapidly increasing numbers of heroin overdose victims. (ABC News, 01.06.2009)

http://www.abc.net.au/news/stories/2009/06/01/2586395.htm?section=australia

AFRIKA

Guinea-Bissau. Koks und Kugeln im Mafia-Land - Wahlen in Guinea-Bissau Trotz der Wahl eines neuen Staatspräsidenten besteht in Guinea-Bissau wenig Grund zur Hoffnung. In dem kleinen westafrikanischen Land regiert der Drogen- und Waffenhandel. (N-TV, 27.06.2009)

http://www.n-tv.de/politik/dossier/Wahlen-in-Guinea-Bissau-article385376.html

Guinea-Bissau. Vier Morde, Drogen und eine Wahl - Guinea-Bissau braucht einen neuen Präsidenten und hofft auf mehr Stabilität. (Der Tagesspiegel, 29.6.2009)

http://www.tagesspiegel.de/politik/art771,2835082

E-HEALTH – DATENBANKEN

ARCHIDO - Informations- und Forschungszentrum für Alkohol, Tabak, Drogen, Medikamente und Sucht. Datenbank, Bibliographien, Videographie, Rezensionen und elektronischen Publikationen. Mit wöchentlichen TV-Tips zu Drogen und Sucht und Zugang zu ELISAD – European gateway on alcohol, drugs and addiction.

http://www.archido.de/

Medical Podcasts...

1. ... provide up-to-date information

2. ... introduce into scientific reasoning

3. ... are extraordinary tools for second-language acquisition.

Please advise your students: Don't watch TV - listen to medical podcasts !

http://freemedicalpodcasts.com

USA. NIDA Launches Web-based Substance Use Tools for Physicians. (Alcohol, Other Drugs, and Health: Current Evidence, May-June 2009)

http://www.bu.edu/aodhealth/issues/issue_may09/NIDA_announce.html

iPhone app promotes responsible drinking


Two iPhone and iPod touch apps, already downloaded by 25,000 drinkers, aim to keep those enjoying a night out informed about the amount of alcohol units they have consumed. (PC Advisor, DDN News, 08.06.2009)

www.pcadvisor.co.uk/news/index.cfm?newsid=116978

USA. Welcome to the ATTC Network

Transforming the lives of individuals impacted by the disease of addiction requires a workforce prepared to use the most effective, state-of-the-art tools and techniques. The ATTC Network is committed to helping the addictions treatment and recovery services field stay abreast of what works in order to enhance their skills and change their practice.

http://www.attcnetwork.org/index.asp

Computer Versus Therapist-Delivered Treatment for Co-occurring Depression and Alcohol/Cannabis Use. (jointogether, Treatment Practitioner's Research Bulletin: May/June 2009)

http://www.jointogether.org/news/research/tprb/mayjun09/boyle-computer-versus.html

Dr. med. Mabuse Nr. 180 ist erschienen: Schwerpunkt E-Health:

Phantom elektronische Gesundheitskarte - Gesundheitsinformationen im Netz - Die elektronische Gesundheitskarte kommt - Die neue Gesundheitskarte und der Überwachungsstaat - Fehlerberichtssysteme für Gesundheitsberufler - Die elektronische Robbe u.a.

http://www.mabuse-verlag.de/Mabuse/TXTSIArtikel/M-700409

Service - Materialien – links – Verschiedenes

Hartz-IV-Empfänger wehren sich gegen Observierung

Scharfe Vorwürfe gegen die Bundesagentur: Hartz-IV-Initiativen beklagen, dass Empfänger der staatlichen Stütze bei Betrugsverdacht künftig observiert werden dürfen. Sie beklagen "Stasi-Methoden". Tatsächlich ist in der offiziellen Weisung von "Observation" die Rede. (SPIEGEL online, 04.06.2009)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628447,00.html

Großbritannien. RESIDENTIAL DRUG TREATMENT SERVICES:

A SUMMARY OF GOOD PRACTICE. (NTA – National Treatment Agency for Substance Misuse, Mai 2009)

http://www.nta.nhs.uk/publications/documents/nta_tier_4_summary_0609.pdf

Großbritannien. Changing attitudes, knowledge and behaviour: A review of successful initiatives

This report presents seven case studies, each telling the story of an initiative designed to bring about attitudinal, behavioural or policy change, for example sustainable transport use or youth smoking prevention (Joseph Rowntree Foundation, UK, Mai 2009)

http://www.jrf.org.uk/sites/files/jrf/alcohol-attitudes-behaviour-full.pdf

Schweiz. Horizonte Juni 2009 - Die Macht der Drogen: Die aktuelle Ausgabe 81 (pdf, 36S., 4.7Mb) des Schweizer Forschungsmagazins „Horizonte“ des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ist erschienen. Schwerpunkt bildet das Thema "Die Macht der Drogen".

http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/horizonte/Horizonte_gesamt/Horizonte_81_D.pdf

Computerspiele. „Gamen“ am PC und Gewalt: Das „Gamen“ am PC wird zu Unrecht verteufelt, sagen Experten: Ballerspiele führen nicht zu Gewaltexzessen - und es gibt viele positive Effekte dieser umstrittenen Art der Freizeitgestaltung. (Neue Zürcher Zeitung, 24.05.2009)

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/wie_ein_gigantischer_sportverein_1.2612888.html

Killerspieldebatte: Counterstrike - die Innenminister schlagen zurück

Die Innenministerkonferenz möchte gewalttätige Spiele verboten sehen. Experten halten das für Unsinn, Jugendliche für eine Kriminalisierung ihrer Kultur

Die Intel Friday Night Games (IFNG) sind – was auch immer man von ihnen halten mag – eine Sportveranstaltung. Mit allem, was dazu gehört: Profispieler, Fans, Finalkämpfe, Sponsoren, Preisgeld. Der Sport allerdings, der dabei betrieben wird, ist vielen Politikern in Deutschland suspekt, geht es doch nicht um Fußball, sondern um Computerspiele. Und wenn Politikern etwas seltsam und bedrohlich erscheint, gibt es schnell Probleme. (Die Zeit, 05.06.2009)

http://www.zeit.de/online/2009/24/killerspiele-verbot-innenminister

Computerspiele: Gewaltdebatte - Gut oder Böse?

Die Wissenschaft ist sich inzwischen weitgehend einig, was Computerspiele bewirken und was nicht. Verbotsforderungen aber lenken von den wahren Problemen ab. (Die Zeit, 03.06.2009)

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/04/Dossier-Computerspiele-Gewaltspiele

Australien: Das berühmteste Kifferdorf der Welt

In dem 350 Seelenort Nimbin in Australien darf Cannabis ganz legal konsumiert werden - und das wissen nicht nur die Bewohner des Dorfes für sich zu nutzen. Bis zu 20.000 Menschen aus aller Welt kommen zum jährlichen "Mardi-Grass"-Festival nach Nimbin. Und auch dort steht natürlich nur das Eine im Mittelpunkt. (stern.de, 08.06.2009)

http://www.stern.de/reise/fernreisen/:Australien-Das-Kifferdorf-Welt/702975.html

Leipzig. Sozialverbände fordern Kampf gegen Altersarmut

Sozialverbände haben ein Programm zur Bekämpfung der Altersarmut in Deutschland gefordert. Maßnahmen gegen die wachsende Altersarmut müssten noch vor der Bundestagswahl in Angriff genommen werden, erklärte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, am Dienstag auf dem 9. Deutschen Seniorentag in Leipzig. Die Altersabsicherung müsse bei Erwerbsunfähigkeit, Niedriglohnarbeit und Arbeitslosigkeit ausgebaut werden. (aerzteblatt.de, 09.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36889/Sozialverbaende_fordern_Kampf_gegen_Altersarmut.htm

Surfen ohne Ende - Regierung stellt Internet- mit Heroinsucht gleich

Die Onlinesucht ist in den Drogenbericht der Bundesregierung aufgenommen worden. Dabei gibt es diese Abhängigkeit gar nicht. Die Diskussion ist vielmehr Ausdruck der uralten Angst vor neuen Medien, die es immer schon gegeben hat: Im 18. Jahrhundert etwa war die Lese-Sucht ein Krankheitsbild. (Die Welt, 09.06.2009)

http://www.welt.de/webwelt/article3889902/Regierung-stellt-Internet-mit-Heroinsucht-gleich.html

Sucht - Der Rausch der Mitte

Mit Christiane F. vom Bahnhof Zoo haben viele Süchtige nur die Abhängigkeit gemeinsam. Sie konsumieren ihre Drogen nicht im öffentlichen WC, sondern im Familienheim. (focus.de, 16.06.2009)

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/sucht/tid-14153/sucht-der-rausch-der-mitte_aid_395951.html

Online-Sucht - "Man hat die Wahl: kämpfen oder flüchten"

Die "Internetsucht" steht erstmals im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung. Noch aber ist umstritten, ob sie eine eigenständige Störung ist Computer bestimmen inzwischen unseren Alltag - sich von ihnen fern zu halten, ist schwer. (ZEIT ONLINE, 19.6.2009)

http://www.zeit.de/online/2009/26/internet-sucht?page=all

Berlin. Politik Regierung plant Öffnung von Beratungsstellen für Onlinesüchtige

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), will die Drogenberatungsstellen auch für Onlinesüchtige öffnen. Aus diesen Institutionen erreiche sie „immer öfter die Bitte, Mitarbeiter in Sachen Onlinesucht weiterzubilden“, sagte Bätzing dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Sie fügte hinzu: „Dafür setzen wir uns ein.“ (aerzteblatt.de, 22.06.2009)

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37041/Regierung_plant_Oeffnung_von_Beratungsstellen_fuer_Onlinesuechtige.htm

RTL2-SUCHT-SOAP - Affen schieben auf Malle

Vom Sangria-Eimer ab auf die Entzugs-Finca: Mit dem Vierteiler "Endlich Frei!" reist RTL2 nach Mallorca und versucht ausgerechnet auf des Deutschen liebster Party-Insel Abhängigen aus ihrer Sucht zu helfen. Das Ergebnis? Ganz fieser Stoff. (Spiegel online, 23.06.2009)

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,631982,00.html

Advances in brain research throw light on addiction, says EU drugs agency

How people become addicted to drugs and why they may find it difficult to stop are issues explored by the EU drugs agency (EMCDDA) today in new material released ahead of International day against drug abuse and illicit trafficking (26 June). The information package, dedicated to emerging research in neurobiology, examines the social, ethical and policy implications of scientific developments in this field. (EMCDDA, 24.06.2009)

News release: http://www.emcdda.europa.eu/about/press/news-releases

Thematic page: http://www.emcdda.europa.eu/themes/neuroscience

Frankfurt/Main. Studie: Verhaltenstherapie reduziert Drogenkonsum

Bei sozial verelendeten, langjährigen Drogenabhängigen verringert das verhaltenstherapeutisches Programm mit dem Namen KISS den Rauschgiftkonsum deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Drogenreferats in Frankfurt / Main, die am Donnerstag bei einer Fachtagung vorgestellt wurde. (Ärzte Zeitung online, 25.06.2009)

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/?sid=555034

Screening and Brief Intervention for Substance Misuse Among Older Adults: The Florida BRITE Project

Lawrence Schonfeld, Bellinda L King-Kallimanis, Darran M. Duchene, Roy L. Etheridge, Julio R. Herrera, Kristen L. Barry, Nancy Lynn

American Journal of Public Health, 10.2105/AJPH.2008.149534

http://www.ajph.org/cgi/reprint/AJPH.2008.149534v1

Sex & Drugs & Rock 'N' Roll

Das monströse Genie

Er war die größte Popsensation der vergangenen Jahrzehnte - und zum Ende ein Freak, die traurigste Figur des Showbiz. Michael Jackson, gestorben an einem Herzstillstand im Alter von 50 Jahren, hatte ein Leben wie kein anderer Megastar: immer zerrissen zwischen Traum und Tragik, Gut und Böse. (Spiegel online, 26.06.2009)

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,632686,00.html

A Star Idolized and Haunted, Michael Jackson Dies at 50. New York Times, 26.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/26/arts/music/26jackson.html

The Jackson 5 - Never Can Say Goodbye

http://www.youtube.com/watch?v=snihdG1rE0Y

The Jackson 5 – I want you back

http://www.wikio.de/video/1311935

Los Angeles Police Interview Jackson’s Doctor. (New York Times, 27.06.2009)

http://www.nytimes.com/2009/06/28/us/28Jackson.html?_r=1&hp

Durchgedrehte Superhelden - "Ohne Erfolg kein Leben"

Alkohol und Drogen sind nicht die einzigen Gründe, warum Stars irgendwann durchknallen. Britney Spears und Michael Jackson sind nicht die einzigen Beispiele. (Frankfurter Rundschau online, 26.06.2009)

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1813115_Ohne-Erfolg-kein-Leben.html

In the public eye - feelgood physicians

Conrad Murray, Michael Jackson's personal cardiologist, is the latest doctor to come to public attention after a famous client's death. (The Guardian, 28.06.2009)

http://www.guardian.co.uk/music/2009/jun/28/michael-jackson-doctor

AUS DEM REDAKTIONSPAPIERKORB

Australien. Rätselhafte Kornkreise - Zugedröhnte Kängurus

Sydney. Das Rätsel geheimnisvoller Kreise auf australischen Feldern ist gelöst: Berauscht vom Opium in Mohnsamen sind kleine Kängurus (Wallabys) auf den Feldern der Insel Tasmanien herumgehüpft und haben dabei deutlich sichtbare geometrische Formen hinterlassen.

"Wir sehen Kornkreise auf den Mohnfeldern von zugedröhnten Wallabys", erklärte Tasmaniens Generalstaatsanwältin Lara Giddings am Donnerstag im Parlament der Inselhauptstadt Hobart. Bei der Parlamentsfragestunde ging es um die Sicherung der millionenschweren Mohnernte der Insel. (Frankfurter Rundschau online, 25.06.2009)

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1811435_Zugedroehnte-Kaengurus.html

Die nächste Ausgabe erscheint Anfang August.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

dgs-info, Redaktion